Dortmund überrascht. Dich.
Friedensplatz altes Stadthaus

Nachrichtenportal

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Volkstrauertag

Stadt Dortmund gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt

Nachricht vom 19.11.2019

Die Stadt Dortmund gedachte am Sonntag, 17. November 2019, aus Anlass des Volkstrauertages den Opfern von Krieg und Gewalt aller Nationen. Rund 250 Dortmunder*innen versammelten sich am deutschen Mahnmal auf dem Hauptfriedhof in Brackel.

Bilderstrecke: Volkstrauertag

Stadt Dortmund gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt

Birgit Jörder, Gregor Lange und Dr. Stefan Mühlhofer und Oberstleutnant André Rosarius bei der Kranzniederlegung am deutschen Mahnmal 5 Bilder
Birgit Jörder, Gregor Lange und Dr. Stefan Mühlhofer und Oberstleutnant André Rosarius bei der Kranzniederlegung am deutschen Mahnmal.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Torsten Tullius

Im Anschluss an eine Kranzniederlegung durch Bürgermeisterin Birgit Jörder und den Leiter des Stadtarchivs, Dr. Stefan Mühlhofer, wurde das Gedenken am sowjetischen Mahnmal auf dem Friedhof am Rennweg fortgesetzt.

Bürgermeisterin Jörder betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung gelebter Erinnerungskultur. Gerade in Zeiten, in denen Bürgerkriege, miltitärische Auseinandersetzungen und politisch oder religiös motivierter Extremismuns stärker zunehemn, brauche man Gedenken wie den Volkstrauertag. Vor dem Hintergrund aufkommender Nationalismen in Europa, zitierte Jörder den scheidenden EU-Kommissar Jean-Claude Juncker: „Wer an Europa zweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen. Nirgendwo ist eindringlicher zu spüren, was das europäische Gegeneinander am schlimmsten bewirken kann.“ Die Bürgermeisterin erinnerte die europäische Einigungsidee als eine Erfolgsgeschichte: „Sie war die Antwort auf jahrhundertelange Erbfeindschaften, Krieg und Gewalt. Der Frieden in Europa ist das beste Erbe, das wir künftigen Generationen vermachen können.“

Auch Polizeipräsident Gregor Lange sprach in seinem Grußwort von einer Erfolgsgeschichte, die es zu verteidigen gelte.. Dem ersten Artikel des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar – damit haben uns die Mütter und Väter ein kostbares Fundament geschenkt.“ Vor diesem Hintergrund sei es für ihn „unfassbar, dass Rechtspopulisten*innen in Deutschland Zulauf bekommen“. Gerade die Dortmunder Polizei werde sich aber mit den Mitteln des Rechtsstaats „Hass, Rassismus und Antisemitismus“ entgegenstellen, stellte Lange klar.

Nach der Kranzniederlegung durch Birgit Jörder und Dr. Stefan Mühlhofer, wurde das Gedenken am sowjetischen Mahnmal fortgesetzt. Schüler*innen von Europaschule und VHS gedachten dort mit dem Aufhängen von rund 5.000 weißen Friedensbändern sowjetischen Kriegsopfern. Außerem erinnerten sogenannte Namensziegel an Geburt und deren gewaltsamen Tod. Schüler*innen der Schule am Marsbruch erinnerten an die Kriegstoten durch das Aufreihen von Friedenstauben an einer Schnur. Höhepunkt dieses zweiten Teils der Veranstaltung war das Niederlegen eines Kranzes durch Birgit Jörder und Schüler*innen der Europaschule.