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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Geschichte

Neue Broschüre blickt auf 50 Jahre Stadtbahnbau

Nachricht vom 19.11.2019

75 Kilometer, 124 Haltepunkte, acht Linien: die Stadtbahn bringt die Dortmunder*innen in jede Richtung ans Ziel - auch unterirdisch. Dafür fiel vor 50 Jahren der Startschuss. Einen Rückblick auf fünf Jahrzehnte Stadtbahnbau bietet eine neu erschienene Broschüre.

Von links: Hubert Jung (Vorstandsmitglied DSW 21), Beate Plackert (Tiefbauamt Stadt Dortmund, Projektsteuerung und Projektcontrolling), Ralf Habbes (DSW 21, Technischer Direktor), Jürgen Hann (Tiefbauamt Stadt Dortmund, Bereichsleiter Planung), Sylvia Uehlendahl (Tiefbauamt Stadt Dortmund, Amtsleiterin), Arnulf Rybicki (Dezernent für Bauen und Infrastruktur der Stadt Dortmund), Roswitha Decking-Hartleif (Stv. Bezirksbürgermeisterin Innenstadt-Ost)

Von links: Hubert Jung (Vorstandsmitglied DSW 21), Beate Plackert (Tiefbauamt Stadt Dortmund, Projektsteuerung und Projektcontrolling), Ralf Habbes (DSW 21, Technischer Direktor), Jürgen Hann (Tiefbauamt Stadt Dortmund, Bereichsleiter Planung), Sylvia Uehlendahl (Tiefbauamt Stadt Dortmund, Amtsleiterin), Arnulf Rybicki (Dezernent für Bauen und Infrastruktur der Stadt Dortmund), Roswitha Decking-Hartleif (Stv. Bezirksbürgermeisterin Innenstadt-Ost)
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Vor 50 Jahren begann am 22. Oktober 1969 das Stadtbahnzeitalter in Dortmund. Nachdem der damalige Rat die notwendigen Beschlüsse gefasst hatte, erfolgte der erste Rammschlag unmittelbar am Hauptbahnhof.

20,5 Kilometer Schienen und 26 Haltestellen unter der Erde

Mit den Jahren wuchs das Stadtbahnnetz auf bis heute rund 75 Kilometer Länge – davon 20,5 Kilometer unterirdisch. Zuständig für den Bau war und ist das, extra für den Stadtbahnbau eingerichtete, Stadtbahnbauamt, das 2013 in das Tiefbauamt integriert wurde.

Insgesamt 124 Haltepunkte - 26 unterirdische Bahnhöfe und 98 oberirdische Haltestellen - umfasst das durch DSW21 betriebene Stadtbahnnetz heute. 105 Haltestellen und Bahnhöfe, also rund 85 Prozent, sind bereits barrierefrei ausgebaut.

Acht Linien verbinden tagsüber im Zehn-Minuten-Takt die Stadtbezirke schnell und staufrei mit der Innenstadt sowie untereinander. Dabei dienen die Bahnhöfe Reinoldikirche, Kampstraße und Stadtgarten als Verknüpfungspunkte. Ein einmaliges Umsteigen reicht, um zu jedem Punkt des Liniennetzes zu gelangen.

Städtebauliche Neuordnung der Innenstadt

Unter dem Motto "Eine Stadt fährt in die Zukunft" begannen die Arbeiten. Die damals Zuständigen trafen damit eine weitsichtige Entscheidung. Denn die Stadtbahn ist die Grundlage des attraktiven, schnellen und leistungsfähigen, aber dabei klimafreundlichen ÖPNV in Dortmund. Sie war auch die Grundlage für eine städtebauliche Neuordnung der Innenstadt.

Wer sich noch an die Verkehrssituation zum Beispiel auf den Zufahrtsstraßen Märkische Straße oder Hohe Straße oder dem Wallring erinnern kann, denkt vielleicht an Straßenbahnen, Busse, Autos, die sich einen Platz teilten. Linksabbieger bremsten die Straßenbahn aus, der Fußverkehr war nachrangig und konnte nur an Ampeln die Straße queren.

Historische Aufnahme von der Kampstraße

So sah es 1969 auf der Kampstraße aus, als es noch keine U-Bahn gab.

Nachdem die Stadtbahn Platz an der Oberfläche geschaffen hatte, änderte sich das Gesicht der Stadt sicht- und spürbar. Es entstanden Plätze die zum Verweilen einladen wie beispielsweise der Stadtgarten. Und an der Kleppingstraße heißt es "Flanieren" oder die vielfältigen Angebote der Außengastronomie genießen. Straßen und Plätze konnten neu gestaltet und verknüpft werden und es gibt heute Platz für Grün, Spielbereiche oder Kunst - aber auch Großveranstaltungen.

Die Umgestaltung der Innenstadt auf der Basis des vom Rat beschlossenen City-Konzeptes wäre ohne den Stadtbahnbau undenkbar.

Broschüre blickt Vergangenheit und Zukunft

Zum Jubiläum hat das Tiefbauamt eine Broschüre herausgebracht. In kurzen Abschnitten wird dargestellt, wie die Vision Stadtbahnbau Realität wurde und welche Impulse der Bau der Stadt und dem Strukturwandel gegeben hat. Interessierte können nochmal zurückblicken - aber auch in die Zukunft.

Erweiterung der Stadtbahnanlage Hauptbahnhof

Denn auch heute ist der Bau der Stadtbahn in Dortmund noch nicht abgeschlossen. 2014 begann zum Beispiel auf den Tag genau nach 45 Jahren das Projekt "U-Plus": der Umbau und die Erweiterung der Stadtbahnanlage Hauptbahnhof. Die Stadtbahnanlage ist schon in die Jahre gekommen und erfüllt die Ansprüche an eine moderne Stadtbahnanlage nicht mehr. Auch die Haltestellen entlang der B1 bieten genug Arbeit für die Mitarbeiter*innen des Tiefbauamtes sowie die beteiligten Unternehmen. Die Haltestellen müssen barrierefrei werden.

Zum Thema

Die Broschüre "50 Jahre Stadtbahnbau" steht als pdf-Datei zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen zum Thema sind auf der Internetseite nachzulesen.