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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Wirtschaftsförderung

Dortmunder Modell schafft neue Jobs für Langzeitarbeitslose: Modellversuch Service Center Lokale Arbeit wird bis 2030 verstetigt

Nachricht vom 26.11.2019

Die Verwaltungsspitze der Stadt Dortmund hat mit ihrem Beschluss am Dienstag, 26. November, die Verstetigung des Modellprojekts "Service Center lokale Arbeit" zur Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose bei den städtischen Beschaffungen beschlossen.

Diese Entscheidung setzt eine der wesentlichen vom Rat der Stadt Dortmund vorgegebenen Zielsetzungen der Kommunalen Arbeitsmarktstrategie 2030 um.

"Das Service Center Lokale Arbeit zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit ist ein Erfolg, weil es uns gemeinsam gelungen ist, im Konsens mit der Wirtschaft, Gewerkschaften, Verbänden, Jobcenter und vielen weiteren Akteuren in der Stadt ein für Deutschland neues und einzigartiges Modell zu entwickeln. Es ist ein Erfolg, weil es uns so gelungen ist, Düsseldorf und Berlin aufzuzeigen, dass man beim Thema Langzeitarbeitslosigkeit neue Wege gehen muss und auch kann. Es ist aber vor allem ein Erfolg, weil es Menschen in Dortmund in Arbeit bringt", begründete Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, den Beschluss.

Über 200 neue Stellen konnten bisher über das Modellprojekt in der Privatwirtschaft geschaffen werden. Der Dortmunder Modellversuch war 2017 vom Land NRW unterstützt worden und diente als Blaupause für die von der Bundesregierung 2019 beschlossene Reform der Rahmenbedingungen für die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen – besser bekannt als Teilhabechancengesetz. Der Bund stellt über das Teilhabechancengesetz in diesem Kontext Fördermittel für die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen über die Jobcenter zur Verfügung. Diese finanziellen Mittel will die Stadt Dortmund mit dem Aufbau eines kommunalen Integrationsarbeitsmarktes über die geschaffenen Instrumente des Service Center lokale Arbeit verbinden.

Erhöhung der Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen

Stadträtin Birgit Zoerner erläuterte die Umsetzung: "Die geschaffenen, erfolgreichen Strukturen des Service Center lokale Arbeit werden innerhalb der Fachstelle für Beschäftigungsförderung verstetigt, um auch weiterhin die Beschäftigungsperspektiven für Langzeitarbeitslose durch den geförderten Ausbau einfacher Tätigkeiten in stadtgesellschaftlich relevanten Feldern sowie über öffentliche Vergaben gezielt zu erweitern. Es hat sich gezeigt, dass sich durch die von der Stadt Dortmund entwickelten Instrumente die Integrationschancen zur dauerhaften Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen deutlich erhöhen."

Mit dem Beschluss wird nun bei allen geeigneten Vergaben der Stadt für Bau-, Dienst- und ggf. auch Lieferleistungen die Berücksichtigung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose als weiteres Beschaffungsziel gleichberechtigt festgelegt. Hierbei werden alle Vergaben der Stadt Dortmund dahingehend überprüft, ob die Leistung Potentiale für die Integration von Langzeitarbeitslosen bei der Erteilung von Aufträgen an private Unternehmen bietet. Sofern es sich um eine passende Leistung handelt, werden in Abstimmung mit der Fachstelle für Beschäftigungsförderung, dem Vergabe- und Beschaffungszentrum der Stadt Dortmund und dem jeweiligen Fachbereich die Ausschreibungen der Stadt Dortmund mit entsprechenden Auflagen durchgeführt.