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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Kommunalinvestitionsförderungsgesetz

Dortmund liegt mit Abruf von Fördermitteln voll auf Kurs - Investitionen in Reinoldi-Sekundarschule

Nachricht vom 06.12.2019

57,6 Millionen von 75 Millionen Euro hat Dortmund bereits aus dem Fördertopf des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes Kapitel I abgerufen. Damit liegt die Stadt im bundesweiten Vergleich vorne. Ein Beispiel für den Einsatz der Mittel ist der Neubau für die Reinoldi-Sekundarschule.

Bagger

Die Reinoldi-Sekunderschule hat mit Mitteln aus dem KInvFG I u.a. einen Neubau erhalten. Die Arbeiten werden während des laufenden Schulbetriebs durchgeführt.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Mit insgesamt 3,5 Mrd. Euro fördert der Bund im Zeitraum von 2015 bis 2020 kommunale Investitionen in verschiedene Teilbereiche der Infrastruktur, so z.B. städtebauliche Maßnahmen, Maßnahmen zum Lärmschutz und den Ausbau von Breitbandverbindungen. Auch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur können gefördert werden, allerdings nur insoweit, als der Bund auch Gesetzgebungskompetenz hat. Die Fördermöglichkeiten beschränken sich hier daher im Wesentlichen auf Investitionen in die frühkindliche Infrastruktur und in die energetische Sanierung von Schulgebäuden. Dortmund hat bereits 57,6 Millionen von den 75 Millionen Euro an Bundesfördermittel im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes Kapitel I (KInvFG I) abgerufen.

Quote von 75 Prozent

"Mit einer Quote von 75 Prozent liegt die Verwaltung weit vorne im aktuellen bundesweiten Trend. Das ist eine Spitzenleistung", unterstrich Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Bundesweit wurden (mit Stand zum 3. September 2019) 1,68 Mrd. Euro abgerufen. Das entspricht einer Quote von 48,0 Prozent. Der Fördertopf des Bundes ist also noch halb voll, obwohl das Programm des Bundes nach 4 Jahren Laufzeit bereits im nächsten Jahr endet. Allerdings können Gelder auch noch bis Ende 2021 angefordert werden. An den Projekten, die aus dem Topf finanziert werden, müssen die Gemeinden 10 Prozent der Kosten selbst finanzieren.

Impressionen aus dem Neubau der Reinoldisekundarschule

Von links nach rechts: Martin Schaefer (Städtische Immobilienwirtschaft), Andreas Grosse-Holz (Fachbereichsleiter Immobilienwirtschaft), Ullrich Sierau (Oberbürgermeister), Arnulf Rybicki (Dezernent für Bauen und Infrastruktur), Josef Spitzer (Immobilienwirtschaft), Christian Pätzold (Schulleiter) und Ahmet Mustafa Gönen (Immobilienwirtschaft)
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Beispiel der Reinoldi-Sekundarschule

Mit dem Programm fördert der Bund Investitionen, energetische Sanierungen von Kitas und Schulen, Maßnahmen gegen Lärm und zur Luftreinhaltung oder die Modernisierung von überbetrieblichen Bildungseinrichtungen, so auch in Dortmund, wie das Beispiel der Reinoldi-Sekundarschule aufzeigt.

18 Klassenräume für ca. 540 Schüler*innen

In der Investitionskonferenz am 26. April 2016 wurde der Abriss und Neubau des Schulkomplexes mit 18 Klassenräumen für ca. 540 Schüler*innen entschieden. Die Reinoldi-Sekundarschule konnte innerhalb des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes dem Förderbereich Städtebau zugeordnet werden und wurde deshalb im Zusammenhang seiner Bedeutung für den Stadtbezirk in das Förderprogramm aufgenommen.

Neubau als "dritter Pädagoge"

"Das pädagogische Konzept einer Schule kann nur so gut gelingen, wie die Räumlichkeiten das hergeben - und wir machen hier einen ganz großen Sprung", unterstrich Schulleiter Christian Pätzold. Er bezeichnete das neue Schulgebäude mit dem geflügelten Begriff des "dritten Pädagogen", nach der die Lernumgebung wesentlichen Einfluss auf den Bildungserfolg der Schüler*innen hat. "Den unterschiedlichen Kindern und Lerntypen kann in diesen Räumen entsprochen werden", so Pätzold.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau freute sich, dass den Wünschen entsprochen werden konnte, indem die Voraussetzungen baulicher Art geschaffen werden, damit die pädagogischen Konzepte umgesetzt werden können. "Das Projekt der Sekundarschule gehört zu den Highlight-Projekten im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes I", so Sierau.

Das neue Schulgebäude wurde im Nordwesten des Schulgrundstücks, abgerückt von der Straße positioniert. Hierdurch konnte der Neubau im laufenden Schulbetrieb errichtet werden und Übergangslösungen in Form von Containern entfallen.

Die U-förmige Gebäudeanordnung bildet den Gebäuderücken zum Feld aus und positioniert sich mit der Öffnung einladend zum Campus. Das im Erdgeschoss angeordnete Forum wird zum Mittelpunkt des Gebäudes, die südlich positionierte Mensa wird geometrisch zur Mitte des Schulhofs. Schüler*innen, Lehrerschaft und Besucher*innen nehmen das dreigeschossige Gebäude über die Straße Im Odemsloh wahr und werden in die Mitte zum Haupteingang des Neubaus gelenkt.

Bilderstrecke: Kommunalinvestitionsförderungsgesetz I am Beispiel der Reinoldisekundarschule in Westerfilde

Impressionen aus dem Neubau der Reinoldisekundarschule 9 Bilder
Der Neubau wurde direkt neben dem ursprünglichen Gebäude (links) errichtet, dieses wird im Anschluss abgerissen
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Das dreigeschossige Gebäude wird über Arkaden in den Zugängen erschlossen. Neben einer Terrasse im 2. Obergeschoss erhält das Gebäude einen Lichthof ab dem 1. Obergeschoss im Bereich der Gebäudemitte. Dieser Hof belichtet die notwendigen Flure und die anliegenden Räume. Das Gebäude wird vertikal über zwei notwendige Treppenhäuser und einen barrierefreien Aufzug erschlossen.

Gebäudedaten:

  • Bruttogeschossfläche ca. 5.185 qm
  • Bruttorauminhalt ca. 20.750 qm
  • Gebäudehöhe ca. 13,0 m
  • Geschosshöhe ca. 4.55 m im EG und ca. 3.75 m in den OGs
  • Grundfläche (netto) ca. 4.558,50 qm

Projektmeilensteine:

  • Beauftragung Generalplaner Dezember 2016
  • Erteilung der Baugenehmigung Januar 2018
  • Beginn der Bauarbeiten Februar 2018 mit den Rodungsarbeiten
  • Fertigstellung Januar 2020
  • Umzug der Schule Februar 2020
  • Abbruch des Bestandsgebäudes bis Mai 2020
  • Fertigstellung Außenanlagen bis August 2020