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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Evakuierung

Zwei Blindgänger im Klinikviertel entschärft - Stadt zieht positive Bilanz

Nachricht vom 13.01.2020

Es war eine der größten Evakuierungen der Stadtgeschichte: Am 11. und 12. Januar mussten mehr ca. 14.000 Dortmunder*innen sowie Patient*innen der Kliniken evakuiert werden. Zuvor waren vier Bomben-Verdachtspunkte gefunden worden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärfte zwei 250kg-Blindgänger.

Der Kampfmittelräumdienst mit den entschärften Blindgängern im Klinikviertel

Die Spezialisten den Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg mit den zwei entschärften Blindgängern.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Im Bereich des Dortmunder Klinikviertels wurden in den vergangenen Monaten Untersuchungen durch den erfahrenen Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg durchgeführt. Aktuelle und zukünftige Bauprojekte hatten diese vorbereitenden Arbeiten nötig gemacht. Bei den Untersuchungen wurden sogenannte Anomalien festgestellt, die auf mögliche Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg hinwiesen. Insgesamt wurden vier Bombenverdachtspunkte ausgemacht: An der Beurhausstraße, der Luisenstraße, im Kreuzungsbereich Rheinische Straße und Westentor sowie im Gartenbereich des St. Johannes-Hospitals. Erst bei Ausgrabungen konnte festgestellt werden, ob es sich bei den Verdachtspunkten tatsächlich um Fliegerbomben handelte.

Vorsorglich musste um einen Radius von 500 Metern um jeden Verdachtspunkt evakuiert werden. Bereits am Samstag, 11. Januar, wurden Patient*innen der Städtischen Kliniken und des St.-Johannes Hospital Dortmund in andere Krankenhäuser verlegt. Am Sonntag, 12. Januar, wurden mehr als 14.000 Anwohner*innen evakuiert werden.

Nach Abschluss der Untersuchungen bestätigten sich zwei der vier Verdachtspunkte: In der Luisenstraße wurde eine britische 250kg-Bombe gefunden, in der Beurhausstraße eine amerikanische 250kg-Bombe. Die beiden anderen Verdachtspunkte ergaben keine Funde.

Die Zahlen zum Evakuierungs-Wochenende

  • 1.840 Personen waren am Wochenende im Rahmen der Maßnahme im Einsatz - Mitarbeitende der Stadt Dortmund, der Feuerwehr, der Bezirksregierung Arnsberg, der Polizei, der DSW21, der DEW21, der Deutschen Bahn und vieler freiwilliger Organisationen
  • Das Ordnungsamt war mit 373 Mitarbeitenden + 150 Unterstützungskräften aus der Stadtverwaltung im Einsatz
  • Das Tiefbauamt war mit 310 Mitarbeitenden inklusive Unterstützungskräften im Einsatz
  • 53 Sperrstellen musste das Tiefbauamt einrichten
  • Die Feuerwehr war am Samstag mit 344, am Sonntag mit 790 und am Montag mit 326 Mitarbeitenden im Einsatz
  • 195 Personen haben sich in der Betreuungsstelle Scharnhorst aufgehalten
  • 47 Menschen, die nicht eigenständig das Evakuierungsgebiet verlassen konnten, mussten transportiert werden
  • 58 Patient*innen wurden aus beiden Kliniken in andere Krankenhäuser verlegt
  • 66 Patient*innen konnten in den Städtischen Kliniken hausintern verlegt werden
  • 246 Senior*innen aus Seniorenheimen wurden evakuiert
  • 4 Verweigerer musste das Ordnungsamt aus ihren Wohnungen holen
  • 52 Autos musste das Ordnungsamt bis Montagnachmittag abschleppen lassen
  • 6 Busse mit Fahrer*innen für die Evakuierungslinie und 6 Fahrzeuge mit Fahrer*innen für die Behindertentransporte hatte die DSW21 im Einsatz
  • 0 Einbrüche wurden durch die Polizei gemeldet

Oberbürgermeister Ullrich Sierau bedankte sich bei allen Beteiligten sowie bei den betroffenen Anwohner*innen "Es war eine 'Mitmach-Evakuierung'. Die betroffene Bevölkerung hat fantastisch mitgezogen." Baudezernent Arnulf Rybicki erklärte: "Wir haben alles an möglicher Unterstützung erhalten. Es war eine Teamleistung aller Beteiligten.

Ursprüngliche Meldung

Bilderstrecke: Bombenentschärfung im Klinikviertel

Bombenentschärfung Klinikviertel 21 Bilder
Einer der letzten Evakuierungsbusse fuhr am Sonntagmorgen in der Lindemannstraße los
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.