Dortmund überrascht. Dich.
Friedensplatz altes Stadthaus

Nachrichtenportal

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Kultur

Klangvokal Musikfestival bringt Sänger*innen aus über 20 Ländern nach Dortmund

Nachricht vom 11.02.2020

Das Klangvokal Musikfestival bringt Künstler*innen von drei Kontinenten nach Dortmund. In acht Locations erleben die Besucher*innen vom 17. Mai bis 14. Juni 2020 verschiedene Musikstile - ob Konzertante, Jazz oder Balkan-Klänge. Beim Fest der Chöre am 13. Juni treten 150 Chöre in der Innenstadt auf.

Kammerchor der TU Dortmund

Der Kammerchor der TU Dortmund tritt in der Großen Kirche Aplerbeck auf.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): www.lichtschacht.com

Das Klangvokal Musikfestival widmet sich 2020 "Gefühlswelten". Zum Auftakt des neuen Jahrzehnts will das Festival Musik gewordene Gefühle dreier Kontinente vom 15. Jahrhundert bis heute erspüren. Konzerthaus Dortmund, Orchesterzentrum|NRW, Jazzclub domicil, Stadtkirche St. Reinoldi, Reinoldihaus, St. Marienkirche, St. Nicolaikirche und die Große Kirche Aplerbeck sind, neben der Dortmunder Innenstadt, Schauplätze für Konzerte mit unterschiedlichen Sänger*innen und Stilrichtungen. Klassik-Liebhaber finden ebenso wie R'n'B, Afro-Pop- oder Jazz-Fans ein passendes Event.

Oper: Deutschland-Premiere im Orchesterzentrum|NRW

Zum Auftakt am 17. Mai geht es mit Vincenzo Bellinis Belcanto-Oper "Il Pirata" um Liebe und Eifersucht los. Das Publikum darf sich auf drei weltweit gefeierte Sänger*innen im Konzerthaus Dortmund freuen: Die lettische Sopranistin Marina Rebeka, den US-amerikanischen Tenor Lawrence Brownlee und den italienischen Bariton Franco Vassallo. Unterstützt wird das Ensemble vom WDR Rundfunkchor. Mit Leonardo Vincis Oper "Gismondo Re di Polonia" setzt Klangvokal die Serie aus dem Barock fort. Die selten gespielte Oper zeigt Figuren, die hin- und hergerissen sind zwischen Politik, Liebe und der Suche nach Frieden. Angeführt wird das Sängerensemble vom international bekannten Counter-Tenor Max Emanuel Cencic. Zur Deutschland-Premiere im Orchesterzentrum|NRW reist Cencic mit dem Alte-Musik-Ensemble Orkiestra Historyczna und Yuriy Mynenko sowie Bruno de Sá an. Unterstützt wird der Konzertabend durch das polnische Kulturinstitut Instytut Adama Mickiewicza.

Musik vor 1750: Alte Klänge und historische Instrumente

Musik vor 1750 hat bei Klangvokal einen prominenten Platz. Christina Pluhar und ihr Ensemble L’Arpeggiata lassen am 6. Juni "Himmelsmusik" im Konzerthaus erklingen lassen. Die Österreicherin sorgt regelmäßig für Barock-Jamsessions, bei denen Jazz und Weltmusik eine Symbiose eingehen. In ihrem aktuellen Programm mit Musik von Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz u.a. verleihen Céline Scheen und Valer Sabadus den Tönen Flügel - auch in den Sakralwerken aus der Vor-Bach-Zeit.

Der Alte-Musik-Dirigent Leonardo García Alarcón bringt mit der Cappella Mediterranea ein Crossover aus argentinischer Musik des 17. Jahrhunderts und der des Liedermachers Joan Manuel Serrat auf die Bühne. Serrats Lieder werden von Alte-Musik-Sänger*innen interpretiert und erklingen auf historischen Instrumenten, wie für die Musik des 17. Jahrhunderts typisch.

Zum Festival-Abschluss am 14. Juni ist das Festival mit barocken "Meistern der Dresdner Kirchenmusik" erstmals in der Großen Kirche Aplerbeck zu Gast. Der Kammerchor der TU Dortmund, unter der Leitung von Ulrich Arns, widmet sich dem Werk des an der sächsischen Hofkapelle in Dresden wirkenden böhmischen Komponisten Jan Dismas Zelenka.

Canalón de Timbiquí

Die Band Canalón de Timbiquí ist aktuell für den Latin-Grammy nominiert. Am 5. Juni singen sie im Jazzclub domicil.

Chor-Musik: Fest der Chöre bringt 150 Ensembles in die City

Der Dortmunder Musikverein, die Dortmunder Philharmoniker und internationale Topsolisten, wie der US-amerikanische Tenor Brenden Gunnell, begeisterten bei Klangvokal 2017 unter der Leitung von Granville Walker mit Edward Elgars Oratorium "The Dream of Gerontius". 2020 erklingt am 7. Juni sein Glaubenswerk "The Kingdom" - eine Begegnung von Dortmunder und internationalen Künstler*innen in der St. Reinoldikirche. In St. Reinoldi wird das Festival zuvor erstmals mit einem Musik-Gottesdienst unter Beteiligung des Dortmunder Bachchors seinen Auftakt am 17. Mai feiern.

Das belgische Huelgas Ensemble tritt am 22. Mai im Reinoldihaus auf. Zu den Klängen setzen die Künstler*innen die Landschaften Nordfrankreichs und Südbelgiens auch visuell in Szene: Die eingeblendeten Fotografien zeigen, wo das Klangdenken der Franko-Flamen seinen Anfang nahm. Der englischen Musik des 15. Jahrhunderts widmen sich Short und The Tenebrae Consort, Sängerinnen und Sänger des Tenebrae Choirs, am 19. Mai in der St. Marienkirche.

Der norwegische Chor Det Norske Solistkor gibt in der St. Nicolaikirche eines seiner seltenen Deutschland-Konzerte. Das 24-köpfige Ensemble stellt Motetten von Johann Sebastian Bach der Chormusik von Francis Poulenc und Kaija Saariaho gegenüber.

Das Fest der Chöre ist eines der Highlights des Klangvokal Musikfestivals. Am 13. Juni sind alle Interessierten eingeladen, kostenlos Konzerten von 150 Chören zu lauschen. Den ganzen Tag über erklingt Musik unter freiem Himmel - auf zahlreichen Bühnen, wie auf dem Alten Markt, in den Stadtkirchen und den Geschäften. An Sing-Haltestellen können Besucher*innen die Musik genießen und selbst mitsingen. Jedes Jahr kommen zum Fest der Chöre rund 50.000 Besucher*innen in die City.

Jazz und Weltmusik: Grammy-Preisträgerin zu Gast

Die Singer-Songwriterin Awa Ly kommt am 28. Mai auf die Bühne des domicil. Bei ihr trifft Jazz, R'n'B, afrikanische Rhythmik auf französischen Chanson. Damir Imamović gilt als König der Sevdah-Musik und ist am 29. Mai erstmals im Reinoldihaus Dortmund zu erleben. Auch dieses Konzert ist eine Deutschland-Premiere bei Klangvokal.

Canalón de Timbiquí versprüht am 5. Juni die positive Energie der Musik Kolumbiens aus Gesang und ansteckender Rhythmik. Die Band um Sängerin Nidia Góngora lässt die afro-diasporische Geschichte ihrer Vorfahren wieder lebendig werden. Jazz-Star Lisa Simone ist am 10. Juni im domicil zu hören. Die afrikanisch-französische Grammy-Preisträgerin Angélique Kidjo trifft am 11. Juni im Konzerthaus Dortmund erstmals auf die Neue Philharmonie Westfalen - und bringt Klänge aus ihrer Heimat Benin mit: Afro-Pop, R'n'B, Jazz, aber auch lateinamerikanische und afrokaribische Klänge.

Klangvokal im Institut für Vokalmusik

Seit Januar 2020 gehört das Klangvokal Musikfestival Dortmund als ein Bestandteil des Instituts für Vokalmusik gemeinsam mit dem neuen Vokalmusikzentrum NRW zu den Kulturbetrieben der Stadt Dortmund. Das Festival-Budget beträgt 2020 rund 570.000 Euro. Finanziert wird es durch die Stadt Dortmund (364.000 Euro), durch Einnahmen aus Kartenverkäufen, Anzeigen und Programmheftverkäufen (ca. 125.000 Euro) sowie durch die Unterstützung von Sponsoren.

Zum Thema

Der Vorverkauf startet ab sofort bei Dortmund-Tourismus (Kampstr. 80) und an allen bekannten VVK-Stellen sowie im Internet. Klangvokal hat zur Programmveröffentlichung 50.000 Folder und 5.000 Programmbücher drucken lassen. Informationen zum Programm, Karten, Vergünstigungen und Abonnements sind auf der Klangvokal-Webseite zu finden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.