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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Kooperation

Klinik für Herzchirurgie gründet mit dem Rettungsdienst das "Mobile ECMO-Team Dortmund"

Nachricht vom 12.02.2020

Die Klinik für Herzchirurgie im Klinikum Dortmund hat zusammen mit dem Rettungsdienst der Stadt Dortmund das "Mobile ECMO-Team Dortmund" gegründet. Einzigartig in der Region rückt ein*e Herzchirurg*in sowie ein Kardiotechniker des Klinikums mit einem Wagen des Rettungsdienstes zu einem Notfall aus. Im Gepäck: eine mobile Herz-Lungen-Maschine.

(v.l.n.r.): Prof. Dr. Alexander Albert, Tim Seiffert und Patrick Postelt (Rettungsdienst), Dr. Hans Lemke, Andreas Pluskota (Feuerwache)

(v.l.n.r.): Prof. Dr. Alexander Albert, Tim Seiffert und Patrick Postelt (Rettungsdienst), Dr. Hans Lemke, Andreas Pluskota (Feuerwache)
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Klinikum Dortmund

Erleidet ein*e Patient*in ein akutes Herz-Kreislauf-Versagen, kann er oft nicht mehr in eine dafür spezialisierte Klinik transportiert werden. Nun rückt ein Team der Herzchirurgie rund um Klinikdirektor Prof. Dr. Alexander Albert aus, schließt den/die Patient*in an eine mobile Herz-Lungen-Maschine an und bringt ihn in das Herzzentrum des Klinikums. So können auch Patient*innen, die in der Regel keine Überlebenschance gehabt hätten, noch gerettet werden.

Schnelligkeit zählt

Bei einem akuten Herz-Kreislauf-Versagen zählt vor allem Schnelligkeit. Ist der/die Patient*in in einem Krankenhaus oder bei einem niedergelassenen Arzt, wo es keine Herz-Lungen-Maschine gibt, und wird so nicht rechtzeitig angeschlossen, können irreversible Schäden an den Organen entstehen. "Das oder Schlimmeres wollen wir natürlich verhindern und kommen mit unserem mobilen Gerät direkt zum Patienten", sagt Prof. Albert. "Wenn schnell gehandelt wird, besteht eine Chance - und die wollen wir nutzen."

24 Stunden im Einsatz

Im Fall eines Alarms rückt ein*e Herzchirurg*in sowie ein/e Kardiotechniker*in des Klinikums mit einem Wagen des Rettungsdienstes aus. Die mobile Herz-Lungen- Maschine übernimmt dann die Funktion von Herz und Lunge, ein sogenannter Extracorporeal Life Support (ECLS), oder nur von der Lunge des Patienten, auch Extracorporeal Membrane Oxygenierung (ECMO) genannt. In enger Kooperation mit der Leitstelle des Rettungsdienstes der Stadt Dortmund und dem Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes, Dr. Hans Lemke, steht ein Team rund um die Uhr für den Einsatz bereit.

(v.l.n.r.): Dr. Mikhail Primaychenko, Dr. Alexander Blehm, Dr. Besnik Kojcici, Prof. Dr. Alexander Albert, Tim Henrichs, Dr. Hendrik Bernau, Hubert Kusber, Hussam Imadi

(v.l.n.r.): Dr. Mikhail Primaychenko, Dr. Alexander Blehm, Dr. Besnik Kojcici, Prof. Dr. Alexander Albert, Tim Henrichs, Dr. Hendrik Bernau, Hubert Kusber, Hussam Imadi
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Klinikum Dortmund

Weiterbehandlung im Herzzentrum

Ist der Patient vor Ort durch die mobile Maschine stabilisiert, hat man Zeit gewonnen, um die richtigen Therapien einzuleiten. "Die Weiterbehandlung des Patienten ist häufig sehr komplex und erfordert in der Regel die Zusammenarbeit mehrerer Fachdisziplinen", so Prof. Albert. "In unserem Herzzentrum sind wir auf alles vorbereitet und können dem Patienten eine individuelle Therapie anbieten." Bereits vor zehn Jahren hat Prof. Albert in Düsseldorf eines der ersten überregionalen Netzwerke weltweit dieser Art aufgebaut - und so viele Erfahrungen gesammelt.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.