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Theater

Originalfassung "Im weissen Rössl" ist Thema einer Podiumsdiskussion im Opernfoyer

Nachricht vom 13.02.2020

Endlich kann "Im weissen Rössl" in der Originalversion gehört werden. Die glattgebügelte Fassung von 1951 ließ doch an Humor und Spektakel vermissen. Wie Matthias Grimminger und Henning Hagedorn die Urfassung rekonstruierten, ist Thema der Podiumsdiskussion am Sonntag, 16. Februar, 13:30 Uhr, im Dortmunder Opernfoyer.

Steffen Shortie Scheumann und Irina Simmes in "Im weissen Rössl"

Steffen Shortie Scheumann und Irina Simmes in "Im weissen Rössl"
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Anke Sundermeier

"Historische Aufführungspraxis" klingt erstmal nicht wie ein heißer Publikumsmagnet, doch im Gegenteil: Ihre Wirkung ist aufregend und voller Überraschungen! Was man lange Zeit nur für die Barockmusik kannte, gilt ebenso für die Operette, insbesondere für "Im weissen Rössl".

Lange wurde das Stück nur in der Fassung von 1951 aufgeführt, dabei war es bei seiner Uraufführung im Großen Schauspielhaus Berlin 1930 weitaus moderner, frecher und jazziger. Das Notenmaterial galt als verschollen – umso spektakulärer war es, als man es 2008 durch Zufall wiederfand.

Aufgrund dieses Fundes fertigten Matthias Grimminger (Klarinettist der Dortmunder Philharmoniker) und Henning Hagedorn unter Mitarbeit von Winfried Fechner die bühnenpraktische Rekonstruktion der Originalfassung an, die ihre Premiere 2009 an der Staatsoperette Dresden feierte.

Rekonstruktion und Besonderheiten

Wie es zu der Rekonstruktion kam und welche Besonderheiten gerade das Genre "Operette" dabei hat, ist Thema der Podiumsdiskussion im Dortmunder Opernfoyer. Neben den Rekonstrukteuren Grimminger und Hagedorn sind die führenden Operettenspezialisten Deutschlands, Kevin Clarke und Stefan Frey, zu Gast.

Kevin Clarke ist Musikwissenschaftler mit Schwerpunkt Operette und Autor mehrerer Bücher u. a. zu den Jazz- und Revueoperetten der 1920er Jahre sowie Direktor des Operetta Research Center Amsterdam. Stefan Frey ist Theaterwissenschaftler, Regisseur, Librettist sowie Autor von Zeitungs-, Lexikon- und Programmheftartikeln, Rundfunkfeatures und populärwissenschaftlichen Biographien. Zudem gehört er dem Beirat der "Stiftung zur Erhaltung und Förderung der Operette" an.

Zum Thema

Es moderiert Operndramaturgin Laura Knoll. Der Eintritt ist frei.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.