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Wirtschaftsförderung

Oberbürgermeister Sierau zeichnet Förderer der Chancengleichheit beim 4. Stiftungstag aus

Nachricht vom 03.03.2020

Am Freitag, 28. Februar 2020 feierte die Stadt Dortmund mit dem 4. Stiftungstag wieder das gesellschaftliche Engagement Dortmunder Stiftungen. Mehr als 200 Stiftungsvertreter*innen und -expert*innen trafen sich in der Sparkassenakademie NRW am PHOENIX See. Oberbürgermeister Sierau vergab Förderpreise.

v.l.n.r.: Ullrich Sierau - Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Prälat Dr. Peter Clasvogt - Stellvertretender Vorsitzender der Stiftung beneVolens, Erich G. Fritz - Vorstandsvorsitzender der Stiftung beneVolens und Thomas Westphal - Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund

v.l.n.r.: Ullrich Sierau - Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Prälat Dr. Peter Clasvogt - Stellvertretender Vorsitzender der Stiftung beneVolens, Erich G. Fritz - Vorstandsvorsitzender der Stiftung beneVolens und Thomas Westphal - Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kristina Malis

Neben dem fachlichen Austausch und der Vernetzung untereinander bildete die Verleihung des Förderpreises den Höhepunkt der Veranstaltung. In diesem Jahr überreichte Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Auszeichnung an beneVolens, Kommende Stiftung Dortmund. Damit ehrte er eine Stiftung, die sich besonders für den Abbau von Chancenungleichheit im Bildungssystem einsetzt.

"Soziale Schieflagen werden oft vererbt, nicht absichtlich, aber faktisch. Viele Kinder, gerade in der Nordstadt Dortmunds, brauchen Hilfe, Paten und Mentoren auf ihrem Weg durch das Bildungssystem. Hier tut sich einiges und es gibt bereits tolle Projekte, doch noch so viel mehr Bedarf", begründete Oberbürgermeister Ullrich Sierau stellvertretend für die Jury des Stiftungstages die Entscheidung für eine Stiftung, die sich der sozialen Gerechtigkeit verschrieben hat und damit "eine Investition in die Zukunft tätigt".

Engagement macht Schule

Ausgezeichnet wurde die Stiftung beneVolens. 2009 ins Leben gegründet, engagiert diese sich vorwiegend auf dem Feld der sozialen Bildungsförderung.

Ein wichtiger Kern der Stiftungsarbeit ist das Projekt "Soziales Seminar", das die Kommende Dortmund, das Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, bereits seit 40 Jahren durchführt. Es setzt an den Schulen dort an, wo die Vermittlung von Bildungsinhalten aufhört und folgt dem Leitgedanken, Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken und so ihre gesellschaftliche Integration zu fördern. Seit der Gründung von beneVolens, was aus dem Lateinischen übersetzt so viel wie "wohlwollend" oder "hilfreich" heißt, konnte das Projekt von der Hauptschule Husen auf insgesamt fünf Schulen ausgeweitet werden.

Ein weiteres Beispiel für die herausragende Arbeit von beneVolens ist die aktuelle Kooperation mit der Manfred-Fischer-Stiftung für das Projekt Wirtschaftsethik, mit dem an deutschen Schulen das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zielen thematisiert wird. "Das Projekt zeigt die Anschlussfähigkeit der Arbeit der Stiftung", so Ullrich Sierau in seiner Laudatio. "Mit wenig Kapital viel bewirken, das ist die Kunst der Stiftungsarbeit gerade für kleinere Stiftungen."

Mit wenig Kapital viel bewirken, das ist die Kunst der Stiftungsarbeit

Oberbürgermeister Ullrich Sierau

Die frühe Sensibilisierung des Unternehmertums als einer besonders wichtigen Form, gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen, ist auch das Anliegen des Projektes Entrepreneurship, das bereits mit dem Schulpreis Wirtschaftswissen prämiert wurde. Derzeit wird es an einer Hauptschule in Kamen durchgeführt, Oberbürgermeister Sierau äußerte den Wunsch nach einer Erweiterung auf eine Dortmunder Schule. Er resümierte: "beneVolens ist eine kleine Stiftung, die viel Gutes getan hat und noch einiges vorhat."

Menschen und Unternehmen packen Probleme gemeinsam an

Das Stiftungswesen in Dortmund erlebt einen Aufschwung: Fast 200 Stiftungen zählt die Stadt heute, davon wurde ein Großteil erst in den letzten 20 Jahren gegründet. Thomas Westphal, Leiter der zehnköpfigen Jury des Förderpreises, ist sehr zufrieden mit dieser Entwicklung: "Ich bin beeindruckt von dem Engagement, das viele Einzelpersonen an den Tag legen. Aber auch die Stiftungen Dortmunder Unternehmen, zum Beispiel die Wilo-Foundation, geben der Gesellschaft viel zurück. Unsere Stadt steht vor so mancher Herausforderung, und Stiftungen können eine wichtige Rolle bei ihrer Bewältigung spielen. Von der Kultur- und Sportförderung, der Kinder- und Jugendhilfe, der Bildungs- und Wissenschaftsförderung, dem Gesundheitswesen bis hin zum Umwelt- und Naturschutz, Völkerverständigung und Denkmalschutz wird die gesamte Bandbreite der Stadtgesellschaft erfasst."

Zum Thema

Um engagierten Menschen schnell und einfach einen Überblick über die Stiftungsprogramme in der Stadt bieten zu können und sozialen Organisationen bei der Suche nach Paten zu unterstützen, hat die Wirtschaftsförderung Dortmund das Stiftungsportal ins Leben gerufen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Angelegenheiten der Stadtentwicklung bzw. Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.