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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Coronavirus

Stand 3. März 2020

Nachricht vom 03.03.2020

Update (03.03.2020, 18:00 Uhr): Stadt richtet zentrale Stelle für Bürger*innen ein

Der Verwaltungsvorstand hat in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamts, Matthias Gahlen, Leiter des Krisenstabs, Rudolf Mintrop und Prof. Schwarz vom Klinikum Dortmund sowie Sabine Loos, Geschäftsleitung der Westfalenhallen, betont, dass es bis heute keine nachgewiesene Corona-Infektion in Dortmund gibt. Großveranstaltungen und Messen würden daher wie geplant stattfinden, solange es keinen offiziellen Krankheitsfall gibt. Bei Veranstaltungen in naher Zukunft, zu denen noch nicht eingeladen wurde, sind die Veranstalter*innen angehalten, zurückhaltend zu agieren und diese gegebenenfalls zu verschieben.

Seit Montag, 2. März, hat die Stadt eine zentrale Diagnosestelle im Gesundheitsamt eingerichtet, bei der sich Bürger*innen mit konkretem Ansteckungsverdacht testen lassen können. Seitdem werden diese Tests in einem Labor in Dortmunder durchgeführt: "Dadurch müssen wir die Proben nicht mehr wegschicken", erklärte Rudolf Mintrop, Vorsitzender der Geschäftsführung des Klinikums Dortmunds.

Prof. Schwarz, Klinikum Dortmund: "Alle Krankenhäuser sind gut ausgestattet und vorbereitet."

Sabine Loos erklärte, dass die Westfalenhallen sich auf die aktuelle Lage eingestellt haben und alle Veranstaltungen wie geplant stattfinden. Sie betonte, dass "Sicherheit und Gesundheit der Besucher*innen an oberster Stelle stehen". Man orientiere sich dabei an den Vorgaben des Robert Koch-Instituts. Aus Sicherheitsgründen werden die Westfalenhallen häufiger gereinigt, zusätzlich wurden Desinfektionsspender installiert.

Aus Sicht des Krisenstabes hofft Matthias Gahlen darauf, dass die derzeitige Lage zum Anlass genommen wird, bessere Strukturen zu etablieren, die im Krisenfall auf Landesebene greifen. Das betonte auch Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner für den Verwaltungsvorstand. Sie hatte am Tag zuvor an einem NRW-weiten Treffen der Gesundheitsdezernent*innen auf Ebene des Städtetages teilgenommen. Dort sei aufgefallen, dass jede Stadt anders verfahren und lokal andere Mechanismen griffen. Birgit Zoerner weiter: "Deshalb ist es umso wichtiger, endlich überörtliche Strukturen zu schaffen. Wir brauchen eine Krisenstabsstruktur auf Landesebene." Nur so könnten Fehlinformationen verhindert und ein gleichförmiges Handeln sowie koordiniertes Vorgehen sichergestellt werden. Dieser solle im direkten Austausch mit den Bezirksregierungen und selbsverständlich dem Bund stehen.

Professor Schwarz rief dazu auf, "die Aufgeregtheit aus der Debatte" zu nehmen: "Es gibt keinen Grund zur Besorgnis. Alle Krankenhäuser sind gut ausgestattet und vorbereitet."

Dr. Renken bat darum, sich nur bei konkretem Ansteckungsverdacht bei der Teststelle im Gesundheitsamt zu melden. Außerdem verwies Dr. Renken an die "Corona-Hotline" 0231 50-13150 beim zentralen Servicecenter doline. Dort können sich Bürger*innen montags bis freitags 7:00 bis 18:00 Uhr informieren.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.