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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Informationen zum Coronavirus

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Weitere Informationen zur aktuellen Lage finden Sie unter:
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Coronavirus

Aktuelle Corona-Zahlen und Veränderungen in der Abstrich-Diagnostik

Nachricht vom 16.03.2020

Der Krisenstab der Stadt Dortmund hat am Montag, 16. März, zum aktuellen Sachstand und zum weitere Vorgehen aus medizinischer Sicht durch das Gesundheitsamt getagt. Oberste Ziele bleiben die Unterbrechung von Infektionsketten und die Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus.

37 Corona-Fälle in Dortmund

Das Gesundheitsamt meldet mit Stand von Montag, 16. März, 37 positiv auf den Coronavirus getestete Personen. Die Zahl basiert auf den bislang 40 eingegangenen Ergebnissen der 74 gestern durchgeführten Tests. Heute wurden 198 Abstriche genommen. Mit den Ergebnissen wird in den nächsten ein bis zwei Tagen gerechnet. Weiterhin handelt es sich überwiegend um leichtere Krankheitsverläufe.

Einschränkung von Sozialkontakten dringend erforderlich

Am Sonntag, 15. März, wurde erstmals eine Frau, die sich in der Inkubationszeit nicht in einem bekannten Risikogebiet aufgehalten hat und auch keinen Kontakt zu eine*r bekannten anderen Corona-Patient*in hatte, positiv getestet. Deshalb geht der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Frank Renken davon aus, dass es nun eine beginnende Ausbreitung des neuen Coronavirus in der Bevölkerung auch in Dortmund gibt.

Aus Sicht des Gesundheitsamtes gilt diese Bewertung nicht nur für Dortmund. Dr. Renken: "Deshalb sind Maßnahmen, um die Sozialkontakte aller Bürger*innen einzuschränken, dringend erforderlich. Solange wir davon ausgehen konnten, dass nur die Personen, die wir als gemeldete Fälle erkannt haben, das Virus weiter verbreiten können, haben wir durch Umgebungsuntersuchungen versucht, Infektionsketten zu unterbrechen. Jetzt müssen wir zusätzlich zu unserer Suche nach Kontaktpersonen weitere Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung zu verlangsamen. Alle Bürger*innen sind aufgefordert, durch Veränderungen des eigenen Verhaltens das Risiko für eine Ansteckung zu verringern. Deshalb wird es immer wichtiger, Sozialkontakte einzuschränken."

Änderungen in der Abstrich-Diagnostik

Änderungen muss es auch bezüglich der Abstrich-Diagnostik geben. Am Montag, 16. März, kam es dort zu einer langen Warteschlange. Sehr viele verunsicherte Bürger*innen wollten Abstriche machen lassen, weil sie aus Urlaubsregionen zurückgekommen waren, die nun vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet definiert sind. Auch der Wunsch nach Bescheinigungen zur häuslichen Quarantäne wurde vielfach geäußert. Daher weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass Abstriche nur noch bei erkrankten Personen durchgeführt werden, bei denen eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermuten ist. "Die Untersuchungsmaterialien sind nur beschränkt verfügbar, deshalb kann die Diagnostik von Gesunden in Dortmund grundsätzlich nicht mehr durchgeführt werden. Ausnahmen regelt das Gesundheitsamt nur für Bereiche, die zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung erforderlich sind", erläutert der Gesundheitsamt-Chef.

Um für die erkrankten Menschen gleichzeitig eine einfachere Diagnostik zu ermöglichen, werden zusätzlich zu der Diagnostikstelle im Gesundheitsamt dienstags und donnerstags in der Zeit von 14:30 bis 17:00 Uhr durch Dr. Rodewyk in seinen Praxisräumen Testungen angeboten. Auch dort gilt, dass ausschließlich für Erkrankte nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter 0231 411141 und 0231 417041 eine Diagnostik durchgeführt wird. Über die Diagnostikmöglichkeiten im weiteren Verlauf der Woche wird informiert.

Corona-Hotline: 10.000 Anrufe täglich

In diesem Zusammenhang gibt die Stadtverwaltung folgenden dringenden Hinweis: Die Corona-Hotline ist mit zum Teil rund 10.000 Anrufen pro Stunde stark belastet - trotz der Verstärkung des Teams durch weitere Fachkräfte aus den Bereichen Gesundheit und Rettungsdienst. Die Dortmunder*innen werden gebeten, sich vor einem Anruf auf der Homepage der Stadt unter www.dortmund.de über alle Fragen rund um das Coronavirus zu informieren. Die FAQs werden laufend aktualisiert und ergänzt. Die allermeisten Fragen, die zurzeit noch telefonisch beantwortet werden, lassen sich auf diese Weise klären. Bitte nur in dringenden Fällen anrufen!

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.