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Prävention

Mit Nistkästen gegen Raupen des Eichenprozessionsspinners – Grünflächenamt bringt Mini-Wohnsitze für Meisen an

Nachricht vom 31.03.2020

Gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) war geplant an allen Tageseinrichtungen für Kinder (TEK) Nistkästen für Kohlmeisen aufzuhängen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation haben Mitarbeiter*innen des Grünflächenamtes inzwischen begonnen, die Nistkästen ohne die Kinder anzubringen.

Nistkasten

Mehr als 200 Mini-Wohnsitze zur Gründung neuer Vogelfamilien werden angebracht
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Als vorbeugende Maßnahme gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) hatte die Stadt Dortmund geplant an allen Tageseinrichtungen für Kinder (TEK) Nistkästen für die Kohlmeise aufzuhängen. Die Vögel gelten als natürliche Fressfeinde der Raupen. Die Aktion sollte aus pädagogischen und aufklärerischen Gründen als Gemeinschaftsarbeit zwischen FABIDO und dem Grünflächenamt laufen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation sind die Tageseinrichtungen für Kinder jedoch derzeit geschlossen. Die Gemeinschaftsaktion mit den Kindern muss daher leider ausfallen. Doch die jahreszeitliche Entwicklung kann Corona nicht aufhalten und so haben die Mitarbeiter*innen des Grünflächenamtes inzwischen begonnen, die Nistkästen ohne die Kinder anzubringen. Mehr als 200 Mini-Wohnsitze zur Gründung neuer Vogelfamilien werden es am Ende sein.

Die TEKs werden, sobald sie wieder öffnen dürfen, die Nistkästen und die Vögel dennoch in ihr pädagogisches Konzept einbauen können. Auch die Schulen sind nach der starken EPS-Saison 2019 bereits sensibilisiert und werden die Raupen des Eichenprozessionsspinners im Unterricht zum Thema machen.

Auch die Sport- und Freizeitbetriebe werden Nistkästen installieren: im Hoeschpark sind 60 und im Zoo rund 130 Kästen vorgesehen. Auch wenn sich bei massenhaftem Auftreten der Raupen die Wirkung in Grenzen halten wird, sind die Nistkästen als sinnvolle ergänzende Maßnahme zu sehen. Grundsätzlich ist ein positiver Effekt für den Erhalt der heimischen Vogelwelt zu erwarten.

Das Anbringen von Nistkästen ist kein Ersatz für die Absaugung der Raupen, sondern eine Zusatzmaßnahme. Ihr Einsatz ist Teil der Gesamtstrategie der Stadt Dortmund im Kampf gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Die Brennhaare, die die Raupen im dritten Larvenstadium ausbilden, können leichte bis starke Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Davon können vor allem die Haut, aber auch Atemwege und Augen betroffen sein.

Zum Thema

Informationen zum EPS gibt eine neue Broschüre/Flyer, die gerade frisch aus der Druckerei gekommen ist und die in den nächsten Wochen in der ganzen Stadt für alle Bürger*innen erhältlich sein wird. Außerdem informiert die Stadt Dortmund auch im Internet – leicht auffindbar unter der Kurzadresse raupeninfo.dortmund.de. Dort finden sich jetzt auch häufige Fragen und Antworten zum Thema Eichenprozessionsspinner.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.