Dortmund überrascht. Dich.
Friedensplatz altes Stadthaus

Nachrichtenportal

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Informationen zum Coronavirus

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) kommt es zu Einschränkungen der Öffnungszeiten und Erreichbarkeiten der Stadtverwaltung und städtischen Einrichtungen.

Weitere Informationen zur aktuellen Lage finden Sie unter:
corona.dortmund.de sowie in unserem Live-Ticker

Coronavirus

Stadt Dortmund will das Handwerk durch Aufträge unterstützen

Nachricht vom 31.03.2020

Die Stadt Dortmund sieht sich als einer der größten regionalen Auftraggeber des heimischen Handwerks in der Verpflichtung, den Handwerksbetrieben schnell und unbürokratisch zur Seite zu stehen. Deshalb werden nun einige Aufträge vorgezogen.

Die Ausbreitung des gefährlichen Coronavirus stellt die Stadt Dortmund, wie auch das übrige Land, vor eine Bewährungsprobe ohne Beispiel. "Wir müssen der Situation mit Konsequenz und Besonnenheit begegnen", sagt Andreas Grosse-Holz, Fachbereichsleiter der Städtischen Immobilienwirtschaft.

Die Stadt Dortmund sieht sich als einer der größten regionalen Auftraggeber des heimischen Handwerks in der Verpflichtung, den Handwerksbetrieben schnell und unbürokratisch zur Seite zu stehen. Zu diesem Thema haben sich Andreas Grosse-Holz und Joachim Susewind, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen, intensiv ausgetauscht.

"Viele Handwerksunternehmen haben jetzt existenzielle Sorgen, weil Kunden teilweise kurzfristig Aufträge stornieren, Umsätze einbrechen bzw. unvorhergesehen Lieferengpässe entstehen. Gerade in dieser Zeit sind unbürokratische Unterstützung und innovative Ideen gefragt", berichtet Joachim Susewind.

Kurzfristige Umsetzung

Bei diesem Gespräch sind mögliche Unterstützungsmaßnahmen besprochen worden, deren kurzfristige Umsetzung umgehend erfolgen wird.

Bei größeren Rechnungen könnten zum Beispiel, nach vorhergehender Plausibilitätsprüfung, pauschale Auszahlungen auf die Abschlagsrechnungen erfolgen und die so die Bearbeitung deutlich beschleunigen.

Diese Vorgehensweise würde wesentlich zur Liquiditätssicherung der Unternehmen beigetragen.

Zusätzlich erfolgt eine Überprüfung der Möglichkeiten, ob Bauleistungen aus den mit den Handwerksunternehmen bestehenden Rahmenverträgen vorgezogen oder erweitert werden können.

Der Coronavirus bedingte Leerstand vieler städtischer Gebäude (Schulen, Kindergärten usw.) könnte so genutzt werden, um bereits länger geplante Renovierungsarbeiten vorzuziehen.

Kooperation Stadt und Handwerk

Da Leistungen aus Rahmenverträgen in der Regel nur sehr geringe planerische Vorleistung erfordern, wie z.B. Maler- oder Bodenbelagsarbeiten, könnten diese zusätzlichen Aufträge zügig erteilt werden und so die für die Handwerksbetriebe "wegbrechende private Auftragslage" auffangen.

Die ersten Zusatzaufträge in Höhe von rund 40.000 Euro sind bereits erteilt worden.

Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, lobt das schnelle und unkomplizierte Ausloten der Hilfsmöglichkeiten: "Unsere lokale Wirtschaft braucht jede Unterstützung. Eine Pleitewelle würde unser Dortmund schwer treffen und unzählige Arbeitsplätze kosten. Deshalb bin ich froh, dass Stadt und Handwerk so vorbildlich kooperieren."

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.