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Coronavirus

Friedhöfe Dortmund müssen den Rahmen für die Bestattung von "Sternenkindern" anpassen

Nachricht vom 02.04.2020

Das Coronavirus und das dadurch angeordnete Kontaktverbot haben nicht nur in Dortmund Folgen für Beerdigungen. Die Trauerfeier für "Sternenkinder", ein besonderes Angebot des Eigenbetriebs Friedhöfe Dortmund, kann daher ebenfalls nicht in dem bisher angebotenen Rahmen stattfinden.

Hauptfriedhof Dortmund

Der Hauptfriedhof
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Das Coronavirus und das dadurch angeordnete Kontaktverbot haben nicht nur in Dortmund Folgen für Beerdigungen. Aktuell können Trauerhallen nicht genutzt werden. Trauerfeiern können nur noch unter freiem Himmel stattfinden und teilnehmen darf auch nur noch der engste Kreis der Angehörigen (maximal 10 Personen). Die Mindestabstände zwischen Personen (mindestens 1,5 Meter) müssen beachtet werden.

Die Trauerfeier für "Sternenkinder", ein besonderes Angebot des Eigenbetriebs Friedhöfe Dortmund, kann daher ebenfalls nicht in dem bisher angebotenen Rahmen stattfinden. "Sternenkinder" oder "Engelskinder" werden Babys genannt, die mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm tot zur Welt kommen. Für die betroffenen Eltern ist ein solches Ereignis eine große emotionale Herausforderung und bedeutet den Eintritt in eine schwere Lebensphase. Hoffnungen, Träume und Zukunftsplanungen gehen verloren.

Trauerfeier für "Sternenkinder" am ersten Dienstag im Monat

Das Angebot einer würdevollen Bestattung ermöglichen die Friedhöfe Dortmund seit vielen Jahren in Kooperation mit den Dortmunder Bestattungsunternehmen und den Kirchen beider Konfessionen. An jedem ersten Dienstag des Monats findet normalerweise eine ökumenische Trauerfeier für die im Vormonat verstorbenen "Sternenkinder" in der großen Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof statt. Im Anschluss daran wird der Kindersarg auf einem extra dafür eingerichteten Gemeinschaftsgrabfeld beigesetzt.

Dieser Rahmen ermöglicht den Eltern und Angehörigen von ihren verstorbenen Kindern Abschied zu nehmen und sie auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Sie kennen dann den Ort, an dem ihr verstorbenes Kind die letzte Ruhe gefunden hat.

Die notwendigen Maßnahmen zur Kontaktreduzierung oder -vermeidung aufgrund der Corona-Situation schränken die gewohnten Möglichkeiten stark ein. Die notwendigen hygienischen Schutzmaßnahmen sind notwendig und vernünftig, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegen zu wirken.

Anderer Ablauf der Trauerfeier im April

Die Trauerfeier für "Sternenkinder" wird nun anders organisiert. Das Angebot wurde in der zurückliegenden Zeit sehr unterschiedlich angenommen. Mal ist es nur eine knapp zweistellige Zahl von Eltern und Angehörigen, zu anderen Terminen umfasst die Trauergruppe 40 bis 50 Personen.

Vor allem auch wegen dieser Unkalkulierbarkeit ist es derzeit nicht zu verantworten, eine offene Einladung zu einer ökumenischen Trauerfeier auszusprechen. Die für Dienstag, 7. April 2020, geplante Trauerfeier kann daher nicht in gewohnter Form stattfinden.

Die Beisetzung der "Sternenkinder" wird stattdessen auf "stille" Art und Weise erfolgen, also ohne Angehörige. Pfarrer und Krankenhausseelsorger Thomas Müller (katholische Kirche) wird die Beisetzung mit Worten des Abschieds begleiten und ihr einem würdigen Rahmen geben.

Gelegenheit für Besuche an der Grabanlage am gleichen Tag

Trotzdem sollen die Eltern und Angehörigen noch am gleichen Tag Gelegenheit bekommen, an der Grabstelle in der Gemeinschaftsgrabanlage Abschied zu nehmen – nur eben nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Der Friedhof wird dies begleiten und zum Schutze aller Beteiligten die Einhaltung der derzeitigen Abstandsregeln sicherstellen.

Die Friedhöfe Dortmund möchten es noch am gleichen Tag (7. April 2020) ermöglichen, im engsten Kreise der Familie Abschied im Laufe des Nachmittags zu nehmen. Dabei kann zum Beispiel auch eine Kerze an der Grabstelle entzündet werden. Bei Einbruch der Dunkelheit wird das Grabfeld schließlich im Schein von rund 50 Kerzen sanft beleuchtet sein und der Bestattung aller "Sternenkinder" einen würdigen Ausklang auch in der Corona-Zeit verleihen.

Die Friedhofsverwaltung wird andachtsvolle Fotos davon anfertigen und den Eltern auf Anfrage zur Verfügung stellen. Unter der Rufnummer 0231 56 20 920 können sie im Nachhinein dann bestellt werden.

Auch für den Termin im Mai ist mit einer ganz ähnlichen Regelung zu rechnen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.