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Coronavirus

Maskenpflicht: Stadt Dortmund zeigt Nähanleitung für Behelfs-Mund-Nasen-Schutz

Nachricht vom 12.05.2020

Das Tragen eines Behelfs-Mund-Nasen-Schutzes (BMNS) u.a. in Bus und Bahn sowie beim Einkauf ist seit dem 27. April verpflichtend in NRW. Eine sogenannte "Community-Maske" kann mithilfe einer Nähmaschine selbst hergestellt werden. Die Schneider*innen des Theaters zeigen, wie.

Schneiderin Anna Katharina Hilbers hält Maske und Maßband in den Vordergrund

Schneiderin Anna Katharina Hilbers zeigt, welche Maße die Behelfsmaske haben sollte.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Seit dem 27. April 2020 gilt in Nordrhein-Westfalen eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Mit der seit dem 11. Mai 2020 gültigen Fassung der Coronaschutzverordnung ist die Maskenpflicht vorerst bis zum 25. Mai 2020 verlängert worden.

U.a. in Bussen und Bahnen, beim Einkaufen, in Museen sowie in Arztpraxen ist das Tragen eines Behelfs-Mundschutzes verpflichtend. Zulässig sind Alltagsmasken oder auch ein Schal, der Mund und Nase bedeckt.

Behelfs-Maske ersetzt nicht Hygiene

Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen, gute Handhygiene, in die Armbeuge husten und niesen - das sind die wichtigsten Regeln, um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Auch soziale Kontakte sollten weitestgehend eingeschränkt werden.

Richtiger Umgang mit Mund-Nasen-Bedeckung

Da, wo der Sicherheitsabstand nicht immer eingehalten werden kann, trägt eine Mund-Nasen-Bedeckung dazu bei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und andere Menschen vor Infektionen zu schützen. Schon ein selbstgenähter Behelfs-Mund-Nasen-Schutz aus einem geeigneten Stoff hilft dabei, die Verteilung von Tröpfchen beim Sprechen, Husten und Niesen zu vermindern. Voraussetzung dafür ist, dass genügend Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und richtig mit dieser umgehen. Die Bedeckung muss durchgehend eng anliegend über Mund und Nase getragen werden. Sie darf während der Nutzung weder zurechtgezupft noch am Hals getragen werden. Sobald die Bedeckung feucht ist, muss sie gewechselt werden. Ausführliche Informationen zum korrekten Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sind im Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nachzulesen.

Wo genau ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtend?

  • in sämtlichen Verkaufsstellen und Handelsgeschäften, Wettvermittlungsstellen
  • auf Wochenmärkten
  • bei der Abholung von Speisen und Getränken in den gastronomischen Einrichtungen
  • in Einkaufszentren
  • im Personenverkehr und seinen Einrichtungen – also in Bussen und Bahnen, auch des Fernverkehrs, auch in Schulbussen, an Haltestellen und Bahnhöfen und in Taxis
  • in Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen
  • in geschlossenen Räumlichkeiten von Tierparks, zoologischen und botanischen Gärten, Garten- und Landschaftsparks
  • beim praktischen Fahrunterricht sowie der Fahrprüfung
  • in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern, sowie wenn bei Handwerks- und Dienstleistungen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann
  • in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens
  • in Warteschlangen vor den genannten Einrichtungen

Die Maskenpflicht gilt für Kund*innen, Nutzer*innen, Inhaber*innen und Beschäftigte gleichermaßen – es sei denn, Beschäftigte werden durch andere Schutzmaßnahmen wie Abtrennungen durch Plexiglas etc. geschützt.

Die Pflicht gilt nicht für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

Behelfs-Mund-Nasen-Schutz selber nähen

Eine Alternative zur gekauften Behelfsmaske ist die selbstgenähte "Community-Maske" aus kochfester Baumwolle. Die Stadt Dortmund stellt, in Zusammenarbeit mit dem Theater Dortmund, eine einfache Anleitung dafür zur Verfügung. Sie erklärt die Herstellung schrittweise. Die Anwender*innen können sich an 15 Bildern mit Beschreibung orientieren. Der Mundschutz ist wiederverwendbar, muss dafür aber dementsprechend nach der Nutzung bei mindestens 60 Grad gewaschen und getrocknet werden. Dieser Behelf-Mund-Nasen-Schutz kann eine hilfreiche Alternative sein, wenn es im Handel zu Lieferengpässen kommt.

Der Haftungsausschluss sowie weitere Informationen sind unter corona.dortmund.de nachzulesen.

Die Mitarbeiter*innen der Theater-Schneiderei haben seit Ende März Tausende dieser Masken produziert. Geliefert wurden sie an Senior*innenheime und Krankenhäuser. Dabei wurden die Schneider*innen von Kolleg*innen aus anderen Bereichen des Theaters unterstützt.

Zum Thema

Die Nähanleitung für einen Behelfs-Mund-Nasen-Schutz steht hier zum Download zur Verfügung.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.