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Notfallfonds

Stadt und StadtSportBund schlagen Rettungsprogramm für Dortmunder Sportvereine vor

Nachricht vom 05.05.2020

Die Sportverwaltung und der StadtSportBund schlagen vor, die ab diesem Jahr erhöhten Sportfördermittel aufgrund der Corona-Krise anders als geplant zu verteilen und u.a. einen Notfallfonds für Vereine einzurichten.

Eine entsprechende Vorlage hat die Verwaltungsspitze der Stadt am Dienstag, 5. Mai, den politischen Gremien zur Beratung empfohlen.

Die Sportverwaltung und der StadtSportBund waren aufgefordert, für eine bereits vom Rat beschlossene Erhöhung der Sportfördermittel um 500.000 Euro auf nunmehr 1,5 Mio. Euro ein abgestimmtes Verwendungskonzept vorzulegen, das nun aufgrund der Corona-Pandemie angepasst werden soll.

"Die rund 500 Dortmunder Sportvereine können ihren vielfältigen Aufgaben und Leistungen für die Stadtgesellschaft derzeit kaum noch nachkommen. Bei oft gleichbleibenden Kosten sind für die meisten Vereine die Einnahmemöglichkeiten durch Kurse, Veranstaltungen und Zuschauereinnahmen weggebrochen. Die finanziellen Auswirkungen sind teilweise so erheblich, dass Vereine in ihrer Struktur bedroht sind", erläutert Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Der OB versichert: "Wir werden das Ehrenamt in dieser schwierigen Situation nicht im Stich lassen. Ich danke dem StadtSportBund für seine Mitarbeit. Auch in der Krise ist der Sport gemeinsam stark!"

Kurzfristige Liquidität sicherstellen

Die Sportverwaltung wird alle Möglichkeiten ausschöpfen, Fördermittel vorzeitig auszuzahlen, z.B. Jugend- und Übungsleiterzuschüsse, Zuschüsse für vereinsbetriebene Anlagen, und Betriebskostenzuschüsse ausschöpfen. Ziel ist es, die kurzfristige Liquidität der Vereine sicherzustellen. Bei Bedarf können auch Erbbaurechts- und Mietzahlungen zinslos gestundet werden.

Darüber hinaus haben gewerblich tätige Vereine die Möglichkeit, sich über ein entsprechendes Landesförderprogramm finanzielle Unterstützung zu organisieren. Auch der Landessportbund hat entsprechende Fördertöpfe eingerichtet.

Es ist aber davon auszugehen, dass trotz dieser Unterstützung die finanzielle Notlage vieler Vereine nicht ausreichend kompensiert werden kann, zumal aktuell nicht absehbar ist, ob der normale Sportbetrieb in 2020 überhaupt wieder aufgenommen werden kann.

Notfallfonds für individuelle Hilfen

Deshalb wird vorgeschlagen, aus dem größten Teil der zusätzlichen Sportfördermittel für das Jahr 2020 einen Notfallfonds für die Dortmunder Sportvereine einzurichten. Antragsteller müssen dafür nachweisen, dass alle anderen Unterstützungsmöglichkeiten von Bund, Land und Landessportbund bereits ausgeschöpft wurden. Die Auszahlung erfolgt dann nach Votum des StadtSportBundes über die Sportverwaltung.

Die zusätzlichen 500.000 Euro Sportfördermittel sollen wie folgt verteilt werden:

1. Höhere Zuschüsse für die Unterhaltung vereinsbetriebener Anlagen (Punkt 8 der Sportförderrichtlinien), Volumen: rd. 102.000 Euro.

2. Finanzielle Förderung für die Qualifizierung Ehrenamtlicher in den Vereinen: 50.000 Euro.

3. Schaffung einer befristeten halben Stelle (1.7.2020 bis 31.12.2021) beim StadtSportbund zur Beratung der Vereine. Volumen: 18.000 Euro für 2020, 36.000 Euro für 2021.

4. Einrichtung eines Notfallfonds für die Unterstützung von Vereinen, Volumen: 330.000 Euro.

"Mit dem Rettungsfonds sieht der SSB den entscheidenden Impuls, um sehr individuell auf die vielfältigen krisenbedingten Ausfälle zu reagieren. Dennoch machen für uns die qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleiter und die haupt- oder ehrenamtlichen Vereinsmanagerinnen und -manager einen sehr wichtigen Teil in den Sportverein aus. Deshalb werden wir die Vereine nachhaltig durch die Zuschüsse zur Qualifizierung und Beratung unterstützen. Die Erhöhung der Zuschüsse für vereinseigene Anlagen sichert den Vereinen eine Kompensation der in den letzten Jahren erheblich gestiegenen Betriebskosten", sagt Jörg Rüppel, Vorstandsvorsitzender des StadtSportBundes.

Über die zum Jahresende nicht verausgabte Gelder aus dem Notfallfonds wird dem zuständigen Ausschuss Anfang 2021 ein Verwendungsvorschlag unterbreitet.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.