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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Kultur

MKK präsentiert neue Ausstellung "Astrid Lowack - The Elements of Transcendence"

Nachricht vom 11.05.2020

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte präsentiert vom 9. Mai bis zum 25. Oktober die Einzelausstellung "Astrid Lowack - The Elements of Transcendence". Die Studio-Schau gewährt eine repräsentative Einsicht in das umfangreiche Werk der Fotokünstlerin Astrid Lowack.

Zwei Menschen in einer Ausstellung

Die Betrachter*innen erkennen in der neuen Ausstellung unbewusst Formen und Figuren in den dynamischen und farbenprächtigen Fotografien und werden auf diese Weise mit einbezogen. MKK-Direktor Dr. Jens Stöcker und Künstlerin Astrid Lowack.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Seit fast einem Jahrzehnt widmet sich die 1969 in Bamberg geborene Künstlerin und Industriedesignerin der Fotografie. In der Nähe von Amsterdam lebend, (er)findet sie ihre fotografischen Motive meist in der Natur. Sie beschäftigen sich mit dem Spiel der Elemente: Wasser und Erde, Licht und Schatten, Bewegung und Stillstand. Diese Gegensätze charakterisieren die experimentellen Fotografien der Künstlerin. Ihre stark abstrahierten Fotografien zeigen Farblandschaften, die auf den ersten Blick wie Malerei wirken und in intensiven Farben leuchten.

Vieldeutige Werke jenseits vertrauter Sinneserfahrungen

Astrid Lowack verarbeitet in ihren Arbeiten nicht nur ihre eigenen Emotionen und Erlebnisse - der*die Betrachter*in erkennt unbewusst Formen und Figuren in den dynamischen und farbenprächtigen Fotografien und wird auf diese Weise mit einbezogen. Es sind vieldeutige Werke, die mit einer "transzendenten", also jenseits traditioneller Sinneserfahrungen liegenden Bildwirkung operieren und der man sich kaum entziehen kann.

Astrid Lowacks imaginative Fotografien zeigen weder konkrete Bildmotive, noch sind sie ganz abstrakt, wie bei "Firebird" (2017, 160x160 cm). Sie sind in der Natur aufgenommen, bilden diese jedoch nicht ab; sie sind Momentaufnahmen und dennoch zeitlos und universell. Der renommierte Fotografie-Professor Dr. Klaus Honnef hielt fest: "Je länger man die Bilder von Astrid Lowack betrachtet, und vor allem, je intensiver, desto deutlicher scheinen sich Konturen von Mustern und Formationen abzuzeichnen, […] als ob sich in den vielfältigen Farb-Formgebilden eine Welt offenbaren würde, die noch im Entstehen begriffen ist."

Ausstellung im MKK

Astrid Lowacks imaginative Fotografien zeigen weder konkrete Bildmotive, noch sind sie ganz abstrakt.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Inszeniert zwischen spiegelnden Wänden

Im Studio des MKK sind ihre Fotografien zwischen spiegelnden Wänden und der Bodeninstallation eines Flusses inszeniert. Zu den Highlights der Ausstellung gehört auch die großformatige, metallisch schimmernde Arbeit "Tatendrang" (2019, 200x200 cm). Sie bringt mit ihren Wirbeln und Strudeln das fotografische Spiel der Künstlerin mit Realität und Irrealem, das Visualisieren von Bewusstsein und Unbewusstem eindrücklich nahe. Die Darstellung von Schein und Sein inspiriert Astrid Lowack zu immer neuen Blickwinkeln - und entführt die Betrachter*innen ihrer großformatigen Werke in ganz eigene Erinnerungs- und Traumwelten.

Astrid Lowack reiht sich ein in eine lange Tradition der Präsentation zeitgenössischer Fotografie am MKK. Seit 1985 waren u.a. Arbeiten von Lucia Moholy und László Moholy-Nagy, von Helmut Newton, John Hilliard, Franco Fontana, Bert Stern, Guy Bourdin oder Jeff Dunas sehen. Die beträchtliche Fotosammlung des MKK umfasst Werke u.a der Fotograf*innen Anna und Bernhard Blume, Christian, Erich und Rudi Angenendt, Martin Kippenberger, Erich Grisar, Herlinde Koelbl, Albert Renger-Patzsch, Jörg Winde und Pan Walter. In den vergangenen drei Jahren präsentierte das MKK große Foto-Ausstellungen, darunter Pieter Hugo ("Between the Devil and the Deep Blue Sea"), Gabriele Kostas ("Europas neue Alte") oder Willy Maywald ("Fotograf und Kosmopolit").

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hirmer-Verlag (19,90 Euro). Er ist im Museumsshop erhältlich.

Zur Ausstellung

Die Ausstellung ist vom 9. Mai bis 25. Oktober dienstags, mittwochs, samstags und sonntags von 11:00 bis 18:00 Uhr und donnerstags sowie freitags 11:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.