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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Coronavirus

Gesundheitsamt beurteilt Hygiene-Konzept für BVB-Geisterspiele als tragfähig

Nachricht vom 12.05.2020

Im Vorfeld der Fußball-Bundesliga-Begegnung Borussia Dortmund gegen Schalke 04 am Samstag, 16. Mai 2020, erreichen die Stadt Dortmund zahlreiche Fragen rund um das Hygiene-Konzept der DFL. Die wichtigsten Aspekte fassen wir hier zusammen.

Nach dem zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsident*innen gefassten Beschluss vom 6. Mai, die 1. und 2. Fußball-Bundesliga der Männer ab dem 16. Mai wieder mit sogenannten "Geisterspielen" aufzunehmen, wird mit dem Derby gegen Schalke 04 am kommenden Samstag, 16. Mai, erstmals auch in Dortmund ein "Geisterspiel" stattfinden.

Größter Schutz für alle Beteiligten

Diese besondere Situation hat bereits vor der Aufnahme des Mannschaftstrainings zu Kontakten zwischen der Stadt Dortmund, auch dem Gesundheitsamt, und Borussia Dortmund geführt, um das Training der Profimannschaft, die Vorbereitung auf das Spiel und das Spiel selbst unter den Bedingungen der aktuellen Corona-Pandemie mit dem größtmöglichen Schutz für alle Beteiligten durchführen zu können.

Die CoronaSchutzVerordnung NRW erlaubt Berufssportler*innen die Ausübung ihres Berufes. Durch den BVB wurde im Vorfeld der auf politischer Ebene getroffenen Entscheidung zu den "Geisterspielen" dennoch Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufgenommen, um das für alle Vereine der ersten beiden Ligen durch die DFL verbindlich erstellte Hygienekonzept zu besprechen.

Gesundheitsamt Dortmund beurteilt Konzept als tragfähig

Das Gesundheitsamt beurteilt das Konzept als tragfähig. Das Konzept enthält Maßnahmen, die der möglichst frühen Erkennung infizierter Spieler und/oder Betreuer*innen dienen. Das Konzept ist dazu geeignet, Infizierte früh zu erkennen und die Risiken einer Weiterverbreitung des SARS-CoV-2 innerhalb des Spieler- und Betreuerkaders soweit wie möglich zu reduzieren.

Das Konzept sieht unter anderem regelmäßige Testungen von Spielern und Betreuer*innen vor. Sollten dem Gesundheitsamt positive Fälle gemeldet werden, ist in jedem Einzelfall zu entscheiden, ob nur der Betroffene oder weitere Kontaktpersonen isoliert werden müssen. Daher können pauschale Angaben zum Umfang von möglichen Quarantänemaßnahmen in einem Verein im Vorfeld nicht getroffen werden.

Bei der im Konzept der DFL vorgesehenen Quarantäne-Maßnahme handelt es sich um eine freiwillige Festlegung, weshalb das Gesundheitsamt als zuständige Ordnungsbehörde ohne Anlass keine Überwachungsmaßnahmen durchführen kann.

Nach dem Infektionsschutzgesetz kann das Gesundheitsamt Quarantäne-Maßnahmen grundsätzlich nur im Zusammenhang mit tatsächlich aufgetretenen Infektionsfällen anordnen. Dabei ist immer jeder Einzelfall zu betrachten und zu bewerten; das gilt auch für die sich daraus ergebenden Maßnahmen. Die Regelungen und Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Institutes sind dabei maßgeblich.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.