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Bericht

Dortmund ist Wissenschaftsstadt

Nachricht vom 13.05.2020

Das belegt das fachspezifische Berichtssystem Monitor Wissenschaft. Die Dortmunder Statistik hat dieses Berichtssystem im Rahmen des Masterplans Wissenschaft aufgebaut und legt dieses nun zum fünften Mal in aktualisierter Form vor.

Befragt wurden, wie in der Vergangenheit, 21 öffentliche Bildungs- und Forschungseinrichtungen der Stadt. Es zeigt sich, dass Dortmund mit fast 54.000 Studierenden zum Wintersemester 2019/20, rund 11.000 Beschäftigten in Wissenschaft und Forschung und Ausgaben von rund 600 Millionen Euro für den gesamten Bereich, ein bedeutender Wissenschaftsstandort ist.

Zu finden ist der Bericht unter dem Reiter "Masterplan Wissenschaft" auf der Wissenschaftsseite der Stadt Dortmund.

In den Jahren 2012/13 hat die Stadt Dortmund zusammen mit den örtlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen den Masterplan Wissenschaft als Basis für die Entwicklung des Wissenschafts-standortes Dortmund erarbeitet. In diesem Rahmen hat die Dortmunder Statistik in Abstimmung mit den wesentlichen beteiligten Einrichtungen ein fachspezifisches Berichtssystem aufgebaut, das zum fünften Mal, in aktualisierter Form vorgelegt wird.

Ziel dieses Statistischen Berichts ist die aggregierte Betrachtung von 21 öffentlichen Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Dortmund.

Eine Auflistung befindet sich am Ende des Pressetextes. Darüber hinaus gibt es in Dortmund noch eine Vielzahl an wissenschaftlich arbeitenden Unternehmen, Museen und Archiven, die in diesem Bericht nicht berücksichtigt werden.

Berichtszeitraum sind die Jahre 2008 bis 2018, für die die Dortmunder Statistik die Daten bei den einzelnen Einrichtungen abgefragt hat.

Dortmund. Eine Stadt. Viel Wissen.

Alleine im Bereich der 21 befragten Einrichtungen hat sich der Wissenschaftssektor im Berichtszeitraum deutlich positiv entwickelt. Die Zahl der Studierenden ist binnen zehn Jahren bis zum Winterse-mester 19/20 um 76,1 % gestiegen. Damit ist die Zahl der Studierenden in Dortmund stärker gewach-sen, als in NRW. Die Zuwächse bis 2018 bei den Beschäftigten mit 23,0 % und bei den Ausgaben mit 57,5 % sind ebenfalls beachtlich. Auch wenn die Anteile an allen Erwerbstätigen (3,3 %) und der gesamten Wirtschaftsleistung (3,0 %) in Dortmund noch nicht sehr hoch sind.

Frauen sind zahlenmäßig an den Dortmunder Hochschulen, trotz steigender Tendenz, noch immer in der Minderheit. Die Zahl der "älteren" Studierenden über 30 Jahren hat sich in dem Zeitraum von 10 Jahren verdoppelt. Ebenso die Zahl derjenigen Studierenden, die ausländischer Staatsangehörigkeit sind und in Deutschland eine Hochschulreife erworben haben. Anteilsmäßig haben die Ingenieurswissenschaften mit mehr als 21.000 Studierenden das höchste Gewicht, gefolgt von der Fächergruppe der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit knapp 16.210 Studierenden.

Der Masterplan Wissenschaft in Dortmund

Im Juni 2013 hat der Rat der Stadt Dortmund den Masterplan Wissenschaft und seine Umsetzung beschlossen. Von Mai 2011 bis Januar 2013 wurde er in einem von Wissenschaft, Wirtschaft, Stadt und Stadtgesellschaft getragenen, vorbildlichen Prozess erarbeitet. In dieser Art ist er wohl auch ein-zigartig in Deutschland. Eine ausführliche Bewertung der Handlungsfelder erfolgte im Zuge einer un-abhängigen Evaluation des Masterplans und der darin benannten wissenschaftlichen Kompetenzfelder (2018). Der Vorsitzende der Gutachterkommission, Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Prenzel, fasste das Gesamturteil mit der Schulnote "sehr gut" zusammen.

Die gemeinsame Umsetzung mit den Partnern und Partnerinnen des Masterplans verfolgt das Ziel, Dortmund noch stärker als Wissenschaftsstadt zu positionieren Dafür wurden 100 Maßnahmen in sechs Handlungsfeldern formuliert. Drei Viertel der Maßnahmen sind bereits abgeschlossenen bzw. in der Umsetzung.

Der gesamte Prozess wird durch den Lenkungskreis und den Wissenschaftsdialog mit den beteiligten Akteuren, den Beauftragten des Masterplans Wissenschaft (Prof. Dr. Detlef Müller-Böling) und durch ein gemeinsames Controlling begleitet.

Mit großer Mehrheit hat der Rat der Stadt Dortmund am 14. November 2019 die Weiterentwicklung des Masterplans beschlossen. Ab 2020 ist Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Waldmann neuer Beauftragter des Masterplans Wissenschaft. Die Gesamtkoordination des Masterplans liegt seit Beginn im Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates im Hochschul- und Wissenschaftsbüro.

Liste der einbezogenen wissenschaftlichen Einrichtungen in Dortmund

  • Technische Universität Dortmund (TU)
  • Fachhochschule Dortmund (FH)
  • International School of Management (ISM)
  • Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW)
  • Fachhochschule für Ökonomie und Management (FOM)
  • Leibniz-Institut für analytische Wissenschaften (ISAS)
  • Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo)
  • Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie (MPI)
  • Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST)
  • Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML)
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
  • Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS)
  • Institut für Gerontologie
  • Institut für Zeitungsforschung
  • Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (IFR)
  • FTK-Forschungsinstitut für Telekommunikationstechnik e. V.
  • Europäisches Testzentrum für Wohnungslüftungsgeräte e. V. (TZWL)
  • Erich-Brost-Institut für Journalismus im Europa gGmbH
  • Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt
  • Stadtarchiv
  • LWL-Industriemuseum (Dortmund: Zeche Zollern)

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.