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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Revierderby

BVB, Polizei und Stadt Dortmund appellieren: Corona-Regeln auch am Derby-Tag einhalten

Nachricht vom 13.05.2020

Am kommenden Samstag, 16. Mai 2020, wird das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und FC Schalke 04 im Signal-Iduna-Park ohne Publikum ausgetragen. Borussia Dortmund, Polizei und Stadt Dortmund appellieren an alle Fußballfans, das Spiel im kleinen Kreis und unter Einhaltung der Corona-Regeln daheim zu schauen.

Signal Iduna Park

So leer wie auf diesem Archivfoto wünschen es sich alle Beteiligten am Derbysamstag rund um das Stadion
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Borussia Dortmund

Oberbürgermeister Ullrich Sierau macht deutlich, es ginge "ganz nüchtern darum, dass es nicht zu Risiken kommt, die wir alle aus Verantwortung für die Fans nicht haben wollen. Deshalb werben wir sehr dafür, dass nicht Unvernunft im Hinblick auf gesundheitliche Vorsorge eintritt."

OB Sierau: "Bleiben Sie zu Hause!"

Sierau appelliert an die Fans zu Hause zu bleiben - so müsse das Motto auch und ganz besonders beim Derby lauten: "Fußballfans müssen sich und alle anderen schützen und sich nicht in Gruppen zum Derbygucken treffen. Sie dürfen nicht zum Stadion und sollten auch nicht auf die Plätze in der Innenstadt gehen. Es gilt noch immer ein Kontaktverbot. In diesen Coronazeiten sollte sich die Solidarität der Fußballbegeisterten untereinander und auch zur Mannschaft zeigen, indem sie die Einschränkungen respektieren, besonnen bleiben und dem Virus nicht das Feld überlassen. Sonst können sie oder andere vielleicht nie wieder ein Derby gucken."

Ansammlungen sind strikt verboten, betont der Oberbrügermeister. Dieses Verbot wird durch die Behörden kontrolliert und geahndet. Auch in der Gastronomie herrschen starke Einschränkungen. So gibt es Zugangskontrollen, Sitzplatzzuweisungen, kontrollierte Anwesenheitszeiten und auch eine Sitzplatzpflicht.

Auch wenn es schwerfällt: Abstand halten

"Einen Torjubel, wie wir ihn sonst kennen, darf es in der Gaststätte und in den Außenbereichen nicht geben. Man soll Abstand halten - auch wenn es schwerfällt", so der Oberbürgermeister: "Also bleiben wir doch lieber alle im kleinen familiären Umfeld zu Hause und freuen uns dort über ein hoffentlich spannendes Derby! Die 'Null' muss stehen - nicht nur beim Spielergebnis für die Schalker auf dem Platz, sondern auch bei den neuen Infektionen." Er hoffe, so Sierau, dass auch in Zukunft alle weiterhin Derbys ohne Beeinträchtigung durch das Virus werden sehen können.

Ratssaal bei Pressekonferenz mit Kamerateams

BVB, Polizei und Stadt Dortmund appellierten in einer gemeinsamen Pressekonferenz am 13. Mai an die Dortmunder Bürger*innen, die Corona-Regeln auch am Derby-Tag einzuhalten.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Polizeipräsident Gregor Lange schließt sich diesem Appell: "Die Fußballfans haben am Samstag die Chance zu beweisen, dass die Entscheidung, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, kein Fehler war. Die Entscheidung ist ein Vertrauensvorschuss, dem Fans und Zuschauer*innen nun gerecht werden müssen. Für alle gilt: Unterlassen Sie Fanmärsche oder fußballbezogene Ansammlungen im Stadionumfeld und im gesamten Stadtgebiet. Die Polizei wird mit starken Kräften im Einsatz sein und hat eine auf maximale Flexibilität ausgerichtete Einsatzplanung erarbeitet. Ziel muss es sein, nicht nur - wie in vergangenen Derbys - ein mögliches Aufeinandertreffen beider Fangruppierungen zu verhindern. Sondern wir werden auch konsequent gegen Verstöße vorgehen, die im Zusammenhang mit dem Infektionsschutz stehen."

Geisterspiel ist für alle neues Terrain

Lange verweist dabei darauf, dass das anstehende Geisterspiel für alle ein neues Terrain ist: Für die Fußballverantwortlichen, für die Fans und Zuschauer*innen aber auch für die Polizei selbst. Daher gelte für alle Beteiligten diese Herausforderung gemeinsam anzugehen, ohne unnötige Risiken einzugehen.

Dr. Christian Hockenjos, Direktor Organisation Borussia Dortmund schließt sich diesen Forderungen an: "Wer über Jahrzehnte hinweg im Profifußball arbeitet, hat zwangsläufig schon eine Menge erlebt. Die aktuelle Situation unterscheidet sich allerdings von allem bislang Dagewesenen. Wir sind inmitten der Corona-Pandemie gefordert, binnen kürzester Zeit eine Vielzahl von Herausforderungen anzunehmen und Aufgabenstellungen zu bewältigen, die in dieser Form bis dato unbekannt waren. Wir beim BVB versuchen alles, um im Rahmen des DFL-Konzeptes sichere Spiele zu organisieren, die den Menschen am Fernseher in schwierigen Zeiten ein wenig Freude bereiten können. Alle Fußballfans bitten wir darum, den Weg zum Stadion sowie öffentliche Menschenansammlungen zu meiden und sich das Derby im kleinen Kreis zu Hause anzuschauen."

Weiterhin erklärte Hockenjos, dass die Sicherheit aller Beteiligten im Vordergrund stehe. Insgesamt seien nur 321 Menschen vor Ort, neben den Sportlern vor allem Ordungsdienstmitarbeitende und die Presse. Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist das Stadion weiterhin in drei Zonen unterteilt, in die je nur eine bestimmte Anzahl an Personen herein darf. Zusätzlich ist ein Hygienebeauftragter ernannt, der die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen prüft.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.