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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Hilfsangebot

Duschmöglichkeit für Wohnungslose geht in die Verlängerung

Nachricht vom 20.05.2020

Seit Mitte April gibt es an der Leuthardstraße 5-7 eine kostenlose Duschmöglichkeit mit Wäscheausgabe für wohnungslose Menschen. Es wird von der Zielgruppe sehr gut angenommen und geht nun, angesichts der sich nur langsam verändernden Corona-Lage, in die Verlängerung.

Die Stadt Dortmund hatte das Angebot gemeinsam mit den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege sowie mit ehrenamtlichen Akteuren der Wohnungslosenhilfe entwickelt.

Das Team aus bodo e.V., dem Wärmebus-Verbund und dem für die Koordination zuständigen Gast-Haus e.V. begrüßt montags, mittwochs und freitags zwischen 12:00 und 16:00 Uhr maximal 40 Menschen. Vor Ort sind an diesen Tagen je sieben ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die die Gäste mit Kleidung, Handtüchern und Hygieneartikeln versorgen. Das DRK und das Diakonische Werk unterstützen bei Bedarf mit zusätzlichen Kleiderspenden.

Duschmöglichkeiten zu 80 Prozent ausgelastet

In den ersten vier Wochen haben bereits 638 Menschen das Angebot genutzt. Damit sind die vorhandenen Duschmöglichkeiten zu 80 Prozent ausgelastet. Es sind zu über 90 Prozent Männer ohne Wohnung und Obdach, die die von der Duschmöglichkeit Gebrauch machen. Rund 30 Prozent der Gäste waren bereits mehrfach vor Ort. Die Auswertung zeigt, dass das alternative Gemeinschaftsprojekt die aktuell fehlenden Hygieneangebote gut auffangen kann.

Kostenloses Wäsche- und Hygienepack

Eine weithin sichtbare Werbefolie an der Leuthardstraße macht auf das Angebot aufmerksam. Vor Ort stehen jeweils fünf Duschen für Frauen und Männer zur Verfügung. Die Besucher*innen erhalten außer einer kostenlosen Dusche auch ein Wäsche- und Hygienepack. Nach jedem Gebrauch werden die Duschbereiche von einer professionellen Reinigungsfirma fachgerecht gereinigt und desinfiziert. Das Ordnungspersonal sorgt für Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln – u.a. liegen Eingang und Ausgang getrennt voneinander.

Die von den eingebundenen Trägern erhaltenen Landesfördermittel des "Notversorgungsfonds für Obdachlose NRW" fließen, neben den zahlreichen und großzügigen Spenden von Bürger*innen, in die Finanzierung des Angebots ein. Zudem beteiligen sich die Verbände der freien Wohlfahrtspflege mit einem Zuschuss. Die restlichen Kosten werden aus dem Budget des Sozialamts bereitgestellt.

Zum Thema

Angehängt als PDF-Dokument zum Download finden Sie eine Übersicht "Existenzielle Hilfen für obdachlose Menschen in Dortmund".

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.