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Wirtschaft

Acht Millionen Euro für neues Zentrum für digitale Bildung - B1st.software.factory wird umgebaut und saniert

Nachricht vom 11.08.2020

Knapp 20 Jahre nach Eröffnung ist die Nachfrage nach Flächen in der B1st.software.factory am Rheinlanddamm 201a derart hoch, das weitere Flächen benötigt werden. Gleichzeitig steht das benachbarte Hochhaus seit dem Auszug des Max-Planck-Instituts im Jahr 1999, das vormals dort angesiedelt war, leer. Das soll sich bald ändern.

Denn um die expansionsfreudigen Mieter am Standort zu halten und neue anzuziehen, plant die Stadt eine umfassende Umbau- und Sanierungsmaßnahme. Entstehen soll an der B1 ein neues, modernes Zentrum für digitale Bildung.

2001 hat die Stadt Dortmund die Immobilie als Teil des Sondervermögens "Verpachtung Technologiezentrum Dortmund" übernommen. Nach dem Weggang des Max-Planck-Instituts wurde zwar renoviert und umgebaut, viele Labore jedoch aus Kostengründen nicht zu Büroräumen umfunktioniert, sodass das Nachbargebäude bis heute ungenutzt bleibt. Dadurch ergibt sich ein Flächenpotential von weiteren ca. 2.400m².

Vorwiegend kleine Unternehmen und Start-ups aus den Bereichen IT, Neue Medien und Telekommunikation sind heute in der B1st.software.factory ansässig, die zudem die Tradition eines Bildungsstandortes hat: Nach dem IT-Center Dortmund und der FOM bietet nun die Internationale Hochschule Bad Honnef (IUBH) Studienmöglichkeiten mit Abschlüssen in Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften an.

Platz für Wachstum schaffen

"Die Immobilie hat sich über die Jahre gut entwickelt. Wir verzeichnen aktuell eine Auslastung von rund 90 Prozent", sagt Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund. "Es zeigt sich, dass die B1st mittlerweile als Marke bekannt und platziert ist. Unternehmen, die hier ansässig sind, würden gerne diesen Standort weiter nutzen und dort expandieren." Das Gleiche gilt auch für die IUBH: Diese will angesichts von Prognosen, die für die Zukunft einen noch größeren Fachkräftemangel in den angebotenen Studienfächern voraussagen, ihre Kapazitäten ausbauen. Um das zu ermöglichen, soll am Rheinlanddamm nun umfassend saniert und umgebaut werden. Das Ziel: die Gestaltung eines kleinen Campus für digitale Bildung.

Abriss und Neubau

Die Planung sieht vor, das bislang ungenutzte Nachbargebäude am Rheinlanddamm 201 umfassend umzubauen. Dafür wird der Baukörper an der Südseite um einen Anbau erweitert und in der Höhe reduziert. Dadurch entstehen neben neuen, barrierefrei erreichbaren Seminar- und Schulungsräume auch Platz für größere Verwaltungs- und Büroflächen sowie Gemeinschaftsräume. Zudem wird das Schülerlabor KITZ.do in dem Gebäude integriert. Attraktive Außenflächen runden den Campus ab.

Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf voraussichtlich acht Millionen Euro. "Das erweiterte Angebot der IUBH wird unseren Hochschulstandort bereichern", so ist sich Thomas Westphal sicher. "Auch gibt es bereits jetzt einige Start-ups bzw. Wachstumsunternehmen, die an einem Einzug ins Zentrum interessiert sind. Wir sind überzeugt, dass sich die Investition langfristig selbst trägt."

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.