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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Digitalisierung

Verwaltungsspitze nimmt Vorlage für Digitale Formate zur Weiterentwicklung der Mitwirkungskultur zur Kenntnis

Nachricht vom 11.08.2020

Die Verwaltungsspitze hat in ihrer Sitzung am Dienstag, 11. August, die Vorlage "Dortmunder Modell zur Weiterentwicklung der Mitwirkungskultur durch digitale Formate" zur Kenntnis genommen und die Vorlage an die politischen Gremien weitergeleitet.

Dortmund bietet der Stadtgesellschaft viele unterschiedliche Mitwirkungsangebote, um sich in politische Entscheidungs- und Planungsprozesse der Stadt einzubringen, Anregungen zu äußern, Meinungen und Vorstellungen einzubringen und die Stadt und das Stadtleben auf ganz unterschiedliche Art und Weise aktiv mitzugestalten. Für diese Mitwirkungskultur wurden die Stadt Dortmund und ihre Zivilgesellschaft bereits mehrfach national und international ausgezeichnet.

Durch die Corona-Pandemie konnte dem Bedürfnis nach Beteiligung nur eingeschränkt nachgekommen werden. Die Menschen hatten und haben weniger Möglichkeiten, sich in persönlichen Gesprächen auszutauschen, miteinander zu diskutieren, Informationen zu teilen und sich an Stadtentwicklungsprozessen zu beteiligen. Gleichzeitig steigt das Interesse an fundierten Informationen: Die Menschen wollen wissen, was in ihrer Stadt passiert, mitreden und mitgestalten, wie steigende Zahlen und die Aktivitäten im Bereich der Social Media- und Internetnutzung vermuten lassen.

Entwicklung eines Konzepts

Die Stadt Dortmund wird auf Basis der in der Corona-Situation gemachten Erfahrungen ein Konzept zur weiteren Qualifizierung der bisherigen Beteiligungskultur unter Einbindung digitaler Angebote und Prozesse entwickeln. Digitale Kommunikationswege sollen zukunftsfähig gestaltet und bedarfsorientiert erforderliche Kompetenzen in Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft aufgebaut werden.

Ziel der Konzepterstellung ist es, passgenaue digitale Angebote zu entwickeln und nutzbar zu machen, die die Teilhabe der Zivilgesellschaft noch besser sichert, ohne Menschen auszugrenzen oder abzuhängen. Das heißt, zukünftig könnte ein digitaler und öffentlich verfügbarer Instrumentenkoffer Informationen und Praxistipps zu innovativen digitalen und analogen Mitwirkungsformaten und den besten Kombinationsangeboten bereit stellen. Dabei suchen die Projektverantwortlichen über den kommunalen "Tellerrand" hinaus auf nationaler und internationale Ebene nach innovativen, bereits funktionierenden guten Beispielen für digitale Mitwirkungsangebote.

Ziel ist es auch "open source" Lösungen zu finden, die wenig technische Hürden haben und datenschutzrechtlich unbedenklich sind. Hierzu werden in Abstimmung mit der Fachverwaltung und in Kooperation mit dem Chief Information/Innovation Office (CIIO) die technischen Voraussetzungen und die digitalen Lösungen geprüft, Formate erprobt und darauf aufbauend ein Umsetzungskonzept erarbeitet.

Plattform "(digitales) MitWIRken in Dortmund"

Zur transparenten Wissensbereitstellung soll eine gesamtstädtisch und öffentlich nutzbare Wissens- und Angebotsplattform "(digitales) MitWIRken in Dortmund" entwickelt werden.

Im Erarbeitungsprozess sollen neue digitale Bürger*innen-Beteiligungsformate erprobt und deren Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt werden. Das Vorhaben bettet sich in das digitale Leitbild der Stadt Dortmund ein und ist somit Bestandteil der städtischen Digitalisierungsstrategie. Zurzeit werden bereits im Kontext eines bundesweiten Pilotprogrammes in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung erste "digitale" Moderator*innen geschult und ein digitaler Bürger*innen-Dialog ist in Vorbereitung.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.