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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

"nordwärts"

Rückhaltebecken für Hochwasser in Ickern-Mengede heißt künftig "Emscher-Auen"

Nachricht vom 20.08.2020

Gemeinsam mit den Städten Dortmund und Castrop-Rauxel hatte die Emschergenossenschaft im Frühjahr 2020 zu einem Namenswettbewerb für das Hochwasserrückhaltebecken Ickern-Mengede ausgerufen. Die Jury - in der auch Vertreter*innen der Stadt Dortmund und des Projektes "nordwärts" saßen - wählte den neuen Namen aus 80 Einsendungen aus: "Emscher-Auen".

Rajko Kravanja (Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel; links), Prof. Dr. Uli Paetzel (Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft; 4. v.l.), Ullrich Sierau (Oberbürgermeister der Stadt Dortmund und Vorsitzender des Genossenschaftsrates; 3. v.r.) verkünden mit weiteren Jurymitgliedern den neuen Namen für das Hochwasserrückhaltebecken zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel: Emscher-Auen.

Rajko Kravanja (Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel; links), Prof. Dr. Uli Paetzel (Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft; 4. v.l.), Ullrich Sierau (Oberbürgermeister der Stadt Dortmund und Vorsitzender des Genossenschaftsrates; 3. v.r.) verkünden mit weiteren Jurymitgliedern den neuen Namen für das Hochwasserrückhaltebecken zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel: Emscher-Auen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): © Simone Stickeln / EGLV

In der Jury saßen Vertreter*innen aus Dortmund und Castrop-Rauxel, von der Emschergenossenschaft sowie von Vereinen und Projekten aus beiden Städten, darunter "Mein Ickern e.V.“ und das Dortmunder Projekt "nordwärts". "Das ist es, was uns als Emschergenossenschaft ausmacht: Wir denken über Stadtgrenzen hinaus und bringen dabei Menschen und Ideen zusammen. Partizipation ist uns beim Emscher-Umbau sehr wichtig, daher haben wir uns über die Idee aus der Bevölkerung für den Namenswettbewerb sehr gefreut“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft. Der Flussumbau, so Paetzel weiter, schafft die Bühne für weitaus größere Mehrwehrt-Effekte: Radwege, Naherholung, Tourismus und vieles mehr. "Wir schaffen mit dem Emscher-Umbau grün-blaue Infrastrukturen, die es zu erfahren und zu erleben gilt."

Idyllisches Naherholungsgebiet

Das Areal an der Stadtgrenze zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel ist ein Paradebeispiel dafür. "Es handelt sich hierbei zwar um eine technische Hochwasserschutzeinrichtung. Für die Menschen aber ist dies ein idyllisches Naherholungsgebiet – und das, obwohl die Emscher hier noch gar nicht vollständig abwasserfrei ist", sagt Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund und zugleich auch Ratsvorsitzender der Emschergenossenschaft. "Daran", so Sierau, "zeigt sich aber auch die hohe Akzeptanz der Menschen für das Generationenprojekt Emscher-Umbau."

"Emscher-Auen": das Hochwasserrückhaltebecken der Emschergenossenschaft in Ickern/Mengede.

"Emscher-Auen": das Hochwasserrückhaltebecken der Emschergenossenschaft in Ickern/Mengede.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): © Jörg Saborowski/EGLV

Ullrich Sieraus Amtskollege Rajko Kravanja, Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel, stimmt ihm zu: "Die Emscher als blaues Band der Region stiftet Identität und symbolisiert den Strukturwandel in der Region. Das spiegelt sich in der Begeisterung der Menschen für dieses Areal wider. Der Emscher-Umbau ist ein Gewinn für die Städte im Revier." Ein Gewinn, der sich in Castrop-Rauxel nur wenige Kilometer flussabwärts bereits andeutet: Dort entsteht in den kommenden zwei Jahren ein Natur- und Wasser-Erlebnis-Park mit einer renaturierten Emscher und einem neuen Suderwicher Bach, Radwege und Weinberge inklusive.

So groß wie 46 Fußballfelder

Die Emscher-Auen in Dortmund-Mengede und Castrop-Rauxel-Ickern sind 33 Hektar groß, das entspricht in etwa der Größe von 46 Fußballfeldern. Im Hochwasserfall kann die durch die Auen fließende Emscher über ein Drosselbauwerk zurückgestaut und damit gedrosselt werden, um die unterhalb des Beckens liegenden Städte (Castrop-Rauxel bis Dinslaken) vor den Hochwassermassen zu schützen. Insgesamt 1,1 Millionen Kubikmeter fasst das Hochwasserrückhaltebecken. Das entspricht dem Inhalt von sieben Millionen Badewannen.

Als Auen bezeichnet man übrigens die von wechselnden Hoch- und Niedrigwasser geprägten Niederungen entlang eines Baches oder Flusses – folglich also ein idealer Begriff für ein Hochwasserrückhaltebecken.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.