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Forschung

Deutsches Rettungsrobotik Zentrum und Feuerwehr Dortmund stellen ersten Robotikleitwagen vor

Nachricht vom 10.09.2020

Premiere für ein ungewöhnliches Einsatzfahrzeug: Wissenschaftler*innen des Deutschen Rettungsrobotik Zentrum (DRZ) und Expert*innen der Feuerwehr Dortmund haben einen völlig neuartigen Leitwagen entwickelt. Am Mittwoch, 9. September, wurde der Robotikleitwagen (RobLW) in Dortmund vorgestellt.

Premiere für ersten Robotikleitwagen (RobLW)

Thomas Straßman (Vorstand DRZ) erhält den symbolischen Schlüssel, überreicht durch einen Roboter, der aus dem neuen Robotikleitwagen (links) gefahren kam.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Der Robotikleitwagen soll zukünftig sowohl zu Forschungszwecken und Übungen für die Erprobung von Robotern und Drohnen als auch bei besonderen Großeinsätzen zur Verfügung stehen.

Passend zum Anlass übergab ein Roboter symbolisch einen überdimensionalen Schlüssel an DRZ-Vorstandsmitglied Thomas Straßmann. Wie Straßmann anschließend erläuterte, wurde der Robotikleitwagen (RobLW) als Prototyp entwickelt. "Solche Spezialfahrzeuge für Robotereinsätze sind bislang weder in der Forschung noch bei den Feuerwehren üblich", betont er.

Projektkoordinator Stefan Grobelny vom Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (IFR) der Feuerwehr Dortmund, der das Fahrzeug vorstellte, erklärte: "Der Leitwagen bietet sowohl Transportkapazität für das Fachpersonal als auch für Roboter samt Zubehör und jede Menge Technik. Darüber hinaus können vom Inneren aus die Roboter bedient werden - ganz gleich, ob am Boden oder in der Luft. Dabei werden die gewonnenen Daten überwacht und ausgewertet und bei Bedarf verteilt."

Die wichtigsten Merkmale:

  • Transport von Bodenrobotern und Drohnen
  • Transport von Akkus und Zubehör
  • Kleine Werkbank
  • Flexibles Dachpaneel zur einfachen Integration von verschiedenen Antennen
  • Lagedarstellung und Steuerung an zwei festen Arbeitsplätzen
  • Einen weiteren Arbeitsplatz für Forscher oder Führungskraft
  • Flexibles Rack-System zur Aufnahme verschiedener IT-Technik
  • Autarkie unter anderem durch eigene Funkzelle und Stromerzeuger

Zum "Innenleben" gehören unter anderem leistungsfähige Server zur Erstellung von 3D-Modellen, zwei PC mit 43-Zoll-Bildschirmen, 4-KW-Stromerzeuger, WLAN und umfangreiche funktechnische Ausrüstung für die besonderen Einsatzbedingungen.

Premiere für ersten Robotikleitwagen (RobLW)

So sieht der RobLW von Innen aus.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Sammlung von Erfahrungen

Dirk Aschenbrenner, Direktor der Feuerwehr Dortmund und Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Vereins DRZ, würdigte in einem Grußwort das künftige gemeinsame Nutzungskonzept: "Es wird bei bestimmten Szenarien eine gemischte Besatzung aus dem Projekt DRZ und Feuerwehr geben. Außerdem können wir das Forschungsfahrzeug bei 'echten' Einsätzen nutzen. Auf diese Weise sammeln wir wertvolle Erfahrungen als Anwender, die wir an die Forscher und Entwickler weitergeben. Genau das ist eines der wichtigsten Ziele und Vorteil des DRZ: Fachwissen und Anwendererfahrung zusammenzuführen."

Das DRZ-Projekt wurde vor zwei Jahren gestartet. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Koordination hat das IFR übernommen.

Förderung moderner Technik

Ursprünglich sollte der RobLW in diesem Jahr seine Premiere auf der Weltleitmesse "Interschutz" in Hannovern feiern. Wegen der Corona-Krise musste die Messe jedoch auf das kommende Jahr (14. bis 19. Juni 2021) verschoben werden. "Da das Interesse aus dem In- und Ausland sehr groß ist, werden wir unser Fahrzeug 2021 dort auf jeden Fall vorstellen", versichert DRZ-Geschäftsführer Robert Grafe.

Die Einweihung des neuen Leitwagens kommt nach den Worten von Dirk Aschenbrenner genau zum richtigen Zeitpunkt: "Die Bewältigung der Corona-Pandemie hat noch einmal deutlich gezeigt, wie dringend notwendig die Förderung moderner Technik ist. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass Roboter immer häufiger als technische Helfer dienen können, um Gefahren für Menschen einzudämmen. Im entscheidenden Fall können sie sogar lebensrettend sein."

Bilderstrecke: Premiere für den neun Robotikleitwagen

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Das Deutsche Rettungsrobotik Zentrum (DRZ) präsentierte den neu entwickelten Robotikleitwagen 9 Bilder
Thomas Straßman (Vorstand DRZ) erhielt den symbolischen Schlüssel, überreicht durch einen Roboter, der aus dem neuen Robotikleitwagen (links) gefahren kam.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Zum Thema

Die Feuerwehr Dortmund hat auf ihrer Facebook-Seite ein Video veröffentlicht, dass Ihnen einen Eindruck des ersten Robotikleitwagens (RobLW) vermittelt.

Dieser Beitrag befasst sich mit einem Kooperationsprojekt unter Beteiligung der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.