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Verkehr

Kinder der Liebig-Grundschule zähmen am Aktionstag "zu Fuß zur Schule" Elterntaxis

Nachricht vom 06.10.2020

Keine Elterntaxis in der Harnackstraße! Dieses Ziel hatte sich die Liebig-Grundschule für ihren Aktionstag "Zu Fuß zur Schule“ am 1. Oktober gesetzt. Wie das gelingen kann und dass man den Elterntaxi-Verkehr vor der Schule "zähmen“ kann, haben die Liebig-Kinder am Aktionstag mit Fahrrädern, Rollern, Straßenmarkierungen und selbst gemalten Plakaten eindrucksvoll gezeigt.

Mit Markierungen und Plakaten haben Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen der Liebig-Grundschule auf ihren Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“ aufmerksam gemacht

Mit Markierungen und Plakaten haben Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen der Liebig-Grundschule auf ihren Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“ aufmerksam gemacht
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Maximilian Imrich

Eine Woche lang hatten sich Kinder mit Unterstützung von Eltern und Lehrer*innen auf diesen Tag vorbereitet: Sie haben Plakate gestaltet, Bilder gemalt und ein Schulweg-Tagebuch geführt. So kamen die Kinder untereinander ins Gespräch, sammelten Ideen für einen autofreien Schulweg und gaben ihre Anregungen zuhause an die Eltern weiter.

Gelbe Ballons statt zugeparkter Straße

Was Kinder auf diese Weise bewegen können, zeigte sich am Aktionstag: Die häufig zugeparkte und von Elterntaxis verstopfte Harnackstraße blieb an diesem Morgen fast autofrei. Fahrräder, Roller, bunte Plakate, grell bunte Straßenmarkierungen und gelbe Luftballons prägten das Bild vor dem Schulgebäude. Jedes Schulkind, welches an diesem Tag autofrei zur Schule kamen, erhielt einen gelben Luftballon als sichtbare Anerkennung. Das Ergebnis war weithin zu sehen: Von den 200 zu verteilenden Ballons blieben gerade mal vier übrig.

An diesen Erfolg und die positiven Erfahrungen mit dem autofreien Schulwegtag soll mit dem Programm "So läuft das“ angeknüpft werden, für das die Liebig-Grundschule mit sieben weiteren Schulen und Kitas im Rahmen des Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt ausgewählt wurde, um klimafreundliches Verkehrsverhalten an Grundschulen zu fördern. Auf der Grundlage einer Elternumfrage sowie einer anschließenden Schulweganalyse wird in einer ersten Projektphase ein Schulwegplan entwickelt. Nach den Herbstferien werden die Kinder im Rahmen des Sachunterrichts zu "Verkehrszähmern“ ausgebildet.

Klimafreundliche Mobilität an Grundschulen

Um den Autoverkehr an Grundschulen zu reduzieren, wurden im Rahmen des Projektes Emissionsfreie Innenstadt acht Grundschulen ausgewählt, die an dem in Dortmund entwickelten und erprobten Programm "So läuft das“ teilnehmen.

Kern sind Beratungen zu Schulwegplan, Hol- und Bringzonen sowie Bausteinen wie Walking-Bus und "Verkehrszähmer“. Darüber hinaus kann in Beschilderungen oder Markierungen investiert werden, um die Verkehrssicherheit im Schulumfeld zu erhöhen. Fehlende Radabstellmöglichkeiten im näheren Umfeld werden im Zuge der Maßnahme Fahrradparken des Projektes Emissionsfreie Innenstadt aufgestellt.

Zum Thema

Das Mobilitätsmanagement an Grundschulen ist Bestandteil des Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt. Die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen unterstützen das Förderprojekt Emissionsfreie Innenstadt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.