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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Verwaltung

Keine Kurzarbeit, viele Nachwuchskräfte, Digitalisierung: Personal- und Organisationsbericht 2020 liegt vor

Nachricht vom 17.11.2020

Die Corona-Pandemie ist für die gesamte Stadtverwaltung Dortmund eine große Herausforderung. Dass sich die Verwaltungsspitze in der aktuellen Lage auf die Beschäftigten verlassen kann, zeigt die hohe Bereitschaft bei der Unterstützung des Gesundheitsamtes hinsichtlich der Kontaktnachverfolgung und der Kommunikation mit den Kontaktpersonen im Rahmen der Corona-Pandemie. Darüber informiert der Personal- und Organisationsbericht 2020, der der Verwaltungsspitze in der Sitzung am Dienstag, 17. November, vorlag.

Im Frühjahr 2020 hatten Mitarbeiter*innen, die in anderen Bereichen von Schließungen betroffen waren, die Möglichkeit, durch eine "Jobbörse" in einem "Matching-Verfahren" bedarfsgerecht in Fachbereiche mit erhöhtem Personalbedarf vermittelt zu werden. Dadurch standen seinerzeit schon viele Mitarbeiter*innen beispielsweise für das Gesundheitsamt oder das Ordnungsamt zur Verfügung, um dem dortigen Aufgabenzuwachs entgegenzuwirken. So konnte die Handlungsfähigkeit der Verwaltung stabilisiert werden, und es ist - dank eines ganzheitlichen strategischen Personalmanagements - zu keiner Kurzarbeit gekommen. Zur Bewältigung der aktuellen Lage liegen wiederum rund 200 freiwillige Meldungen von engagierten Mitarbeiter*innen vor.

Die Stadt Dortmund widmet sich aktuell umfassend dem Thema "Digitalisierung". Personal- und Organisationsdezernent Christian Uhr erläutert: "Die Corona-Pandemie verdeutlicht, wie wichtig eine digitale Infrastruktur in der Verwaltung ist und welche Vorteile ortsunabhängiges Arbeiten (Homeoffice, mobile Arbeit) mit sich bringen kann." Dazu wurde mit der neuen Dienstvereinbarung über die Gestaltung von Mobiler Arbeit bei der Stadt Dortmund ein Meilenstein gelegt. Dadurch werden die bereits vorhandenen Regelungen zur alternierenden Telearbeit ersetzt, um den Mitarbeitenden eine flexiblere Möglichkeit zur Gestaltung der Arbeitszeiten und des Arbeitsortes im Sinne der Work-Life-Balance zu bieten.

Masterplan Digitale Verwaltung

Das Projekt "Einführung eines gesamtstädtischen Dokumentenmanagementsystems (DMS)" gehört zu den Infrastrukturprojekten des Masterplans Digitale Verwaltung. Mit der Einführung eines DMS wird die Basis für viele weitere Digitalisierungsmaßnahmen und die Modernisierung der Verwaltung geschaffen. Die gewohnten Arbeitsweisen der vergangenen Jahrzehnte werden sich daher wesentlich verändern. Daraus ergeben sich große Chancen für unseren Arbeitsalltag.

Als erstes Ergebnis des Modellprojekts "Digitales Baugenehmigungsverfahren" des Landes, an dem die Bauaufsicht Dortmund seit 2018 teilnimmt, wurde das Bauportal.NRW mit einem Informationsangebot online geschaltet. Ein nächster Schritt wird sein, Bauanträge elektronisch über einen Antragsassistenten entgegenzunehmen. Für Bauanträge im einfachen Verfahren ist dann eine reine digitale Antragstellung möglich.

Aber auch bei den Beihilfeberechtigten macht die Digitalisierung keinen Halt. "Künftig werden Beihilfeberechtigte die Möglichkeit haben, ihre Leistungsabrechnung mithilfe einer entsprechenden App abzuwickeln", erläutert Christian Uhr den Arbeitsauftrag einer entsprechenden Projektgruppe.

Gründung des Grünflächenamtes

Um der wachsenden Bedeutung des Grüns in Dortmund zukunftsorientiert, auch organisatorisch, entsprechendes Gewicht zu verleihen, wurde ein eigenständiges Grünflächenamt gegründet. "Mir ist klar, dass die Anforderungen an die städtischen Grünflächen durch den Klimawandel weiter steigen werden", so Christian Uhr weiter. "Daher war die Gründung eines Grünflächenamtes folgerichtig. Dieses Amt ist insbesondere im Sinne einer nachhaltigen und strategischen Entwicklung der grünen Infrastruktur zentraler Akteur innerhalb der Stadt Dortmund", erklärt Uhr.

Damit die Stadt Dortmund auch in Zukunft eine attraktive Arbeitgeberin bleibt, sind digitale Strukturen in der Verwaltung und moderne Arbeitsformen nach wie vor Erfolgsfaktoren im Konkurrenzkampf um qualifizierte Nachwuchskräfte auf dem Arbeitsmarkt. "Perspektivisch werden die Stadtverwaltung bis 2035 etwa 40 Prozent des jetzigen Personals altersbedingt verlassen", so Uhr. Um dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel zu begegnen, bietet die Stadt Dortmund für 2021 insgesamt 398 Ausbildungsplätze und damit nochmals mehr als im Vorjahr an.

Im Jahr 2019 wurden 415 Bewerber*innen von extern eingestellt, und zwar dort, wo es weder möglich war, ausgebildete Nachwuchskräfte noch internes Personal einzusetzen. Erfreulicherweise gelingt es derzeit überwiegend noch, die benötigten Personalbedarfe, sei es durch junge Nachwuchskräfte oder aber vom externen Arbeitsmarkt zu decken. Mit der Beschaffung eines Bewerbungsmanagementverfahrens und der Digitalisierung der Prozesse wird eine Arbeitserleichterung für die Kolleg*innen sowie eine schnelle Beantwortung von Anfragen potentieller Bewerber*innen erreicht.

10.177 Mitarbeiter*innen in der Stadtverwaltung

10.177 Mitarbeiter*innen waren zum Jahreswechsel 2019/2020 bei der Stadt Dortmund beschäftigt. Personal- und Organisationsdezernent Christian Uhr: "Das sind 324 Mitarbeitende mehr als im Vorjahr. Insbesondere das Jugendamt, das Sozialamt und Fabido konnten von dieser Entwicklung profitieren." Darüber hinaus befanden sich 757 Nachwuchskräfte in einem Ausbildungsverhältnis, was ebenso einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutet und in dieser Höhe bislang einzigartig ist. Dazu hat vor allem die konsequente Strategie im Ausbildungsbereich beigetragen, die durch politische Entscheidungen zur kontinuierlichen Erhöhung der Ausbildungszahlen ermöglicht wurde.

Den fast 70-Seiten starken Personal- und Organisationsbericht hat der Verwaltungsvorstand an den Ausschuss für Personal und Organisation weitergeleitet.

Zum Thema

Den Personal- und Organisationsbericht finden Sie angehängt als PDF-Dokument zum Download.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.