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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Coronavirus

Stadt Dortmund informiert zur aktuellen Corona-Lage

Nachricht vom 17.11.2020

In der Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes am Dienstag, 17. November, unterrichtete die Verwaltungsspitze über den aktuellen Stand der Coronasituation in Dortmund.

Krisenstabsleiterin und Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner warf als erstes einen Blick auf die Zahlen und stellte fest: "Wir befinden uns auf einen Hochplateau mit einer viel zu hohen Sieben-Tages-Inzidenz." Zwar sei es durch die Maßnahmen gelungen, zumindest dem exponentiellen Anstieg Einhalt zu gebieten. Nicht gelungen sei allerdings, die Zahlen in dem notwendigen Maße zu senken, fasste Zoerner das derzeitige Pandemiegeschehen in Dortmund zusammen.

Sie erläuterte, dass in der Konferenz am Vortag zwischen Bundeskanzlerin und den Ministerpräsident*innen der Länder, das Ziel einer Sieben-Tages-Inzidenz von 35 bzw. höchstens 50 anvisiert worden sei. "Wir haben jetzt – ausweislich der Zahlen des RKI von gestern Nacht - eine Inzidenz von 189,9. Das heißt, von dem was dort anvisiert wird, sind wir noch sehr weit entfernt", resümierte Zoerner die ernste Lage.

Das Problem der Situation skizzierte Zoerner deutlich: "Es spiegelt sich in den Krankenhäusern wider." So sei die Anzahl der Patient*innen in den letzten Tagen gestiegen. "Was uns dabei besondere Sorge bereitet, ist, dass das Infektionsgeschehen wieder stärker auf die sogenannten Risikogruppen übergreift."

Krankenhaussituation

Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken flankierte mit seinen Ausführungen die Aussagen der Gesundheitsdezernentin: "Aufgrund der sehr hohen Meldezahlen haben wir eigentlich mehr stationäre Fälle erwartet. Wir haben erwartet, dass wir deutlich über 200 Patient*innen liegen." 160 sind es aber derzeit insgesamt. Davon befinden sich 30 bis 40 Patient*innen auf der Intensivstation. "Warum das so ist, ist nicht klar, auch den Krankenhäusern nicht", erklärte Dr. Renken weiter. Allerdings sind bei der Krankenhaus-Aufnahme die Menschen vielfach deutlich schwer erkrankt, so dass sie schon mit der Aufnahme intensivpflichtig sind.

"Ein anderes Phänomen, das uns natürlich auch nicht gefällt, ist die hohe Zahl der Sterbefälle. Wenn einzelne Fälle statistisch aus der intensivmedizinischen Behandlung herausfallen, ist das leider nicht auf die Heilung der Patient*innen zurückzuführen, sondern häufig, dass die Personen verstorben sind", bedauerte Dr. Renken. Er verwies in diesem Zusammenhang noch einmal deutlich darauf, dass COVID-19 keine harmlose Diagnose sei: "Unsere Zahlen beweisend das Gegenteil. Mindestens ein Viertel der Patient*innen, die in die Beatmung kommen, verstirbt."

Mit der Kontaktnachverfolgung zeigte er sich, den Umständen entsprechend, zufrieden: "Wir sind zwar noch nicht tagesaktuell, haben aber gut aufgeholt. Das Gesundheitsamt ist personell sehr verstärkt worden aus der Stadtverwaltung selbst heraus und durch die Bundeswehr. Wir haben die Hoffnung, dass wir in zwei bis vier Wochen, selbst bei einer Inzidenz von über 150, tagesaktuell werden können."

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.