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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Bildung

Entwicklungsplanung für Dortmunder Berufskollegs - Erster Zwischenbericht liegt vor

Nachricht vom 12.01.2021

Seit 2017 existiert eine langfristige Entwicklungsplanung für die acht Berufskollegs der Stadt Dortmund: Im Auftrag des Rates erhebt und analysiert die Verwaltung noch bis zum Jahr 2027 auf Basis der Ausgangssituation datengestützt mögliche Entwicklungslinien der beruflichen Bildungslandschaft. Nun liegt ein erster Zwischenbericht vor, den die Verwaltung dem Rat der Stadt zur Kenntnis gibt.

Ziel der Entwicklungsplanung für die Berufskollegs ist ein Bildungsangebot, das den künftigen Anforderungen gerecht wird und einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leistet. Dabei soll die berufliche Bildung so gestaltet werden, dass Einmündungen in Ausbildung und Beruf möglichst reibungslos und ohne soziale Ausgrenzung gelingen können. Die Schulentwicklungsplanung will die dafür notwendigen organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen schaffen.

Die Entwicklungsplanung läuft datengestützt und unter kontinuierlicher Beobachtung der Bildungsprozesse. Dabei ist es schwer vorherzusehen, wie sich die Anzahl an Schüler*innen in den Berufskollegs insgesamt sowie in den einzelnen Bildungsbereichen und Bildungsgängen verändern wird. Die Entwicklung wird durch viele Faktoren beeinflusst, zu denen begründete Annahmen getroffen werden müssen.

Modellberechnung der Schüler*innen-Zahl

Für die Modellberechnung der Schüler*innen-Zahl an den Berufskollegs wurden die kommunalen Bevölkerungsdaten herangezogen. Daraus ergibt sich folgendes Bild: Die Anzahl an Schüler*innen an den städtischen Berufskollegs wird von aktuell 20.535 Schüler*innen bis zum Schuljahr 2027/28 sinken – und zwar, je nach Art der Berechnung, auf etwa 18.900 bis 19.050. Ab dem Schuljahr 2028/29 wird sie kontinuierlich wieder ansteigen.

Berücksichtigt werden muss, dass es in Dortmund eine sogenannte "nicht bediente Nachfrage" von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt, die keinen Platz an einem Berufskolleg finden, sei es weil sie die Zugangsvoraussetzungen der Bildungsgänge nicht erfüllen oder Fristen für Bewerbungen nicht eingehalten haben. Aktuell gehen 26 Prozent der rund 80.000 Schüler*innen in Dortmund zu Berufskollegs (Pendler*innen inklusive).

Mit dem vorliegenden Zwischenbericht soll ein Prozess zur Evaluierung und Fortschreibung der Berufskollegentwicklungsplanung begonnen werden. Dabei ist zunächst mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung in Dortmund bzw. der für die Berufskollegs maßgeblichen Altersgruppen abzuschätzen, wie sich die Anzahl an Schüler*innen zukünftig entwickeln könnte. Der Rat der Stadt, die Kollegien der Berufskollegs und die weitere (Fach-)Öffentlichkeit sind in dem anstehenden Prozess zu beteiligen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.