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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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15 Jahre

Städtische Strategie "Zeitgewinn" erleichtert jungen Menschen Übergang in die Arbeitswelt

Nachricht vom 26.01.2021

Seit 15 Jahren läuft die von der Stadt Dortmund ins Leben gerufene "Zeitgewinn"-Strategie. Das Ziel: Akteur*innen aus Bildungs- und Arbeitswelt an einen Tisch bringen und jungen Menschen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert. Die Bilanz fällt positiv aus. Anlässlich des Jubiläums hat die Stadt eine Festschrift erstellt.

Im Mai 2005 beschloss der Rat das zunächst auf fünf Jahre angelegte Projekt "Zeitgewinn", dessen Ziel die Optimierung des Übergangs Schule - Arbeitswelt ist.

"Es ging darum, dass die Stadt Dortmund zwei Dinge nicht mehr hinnehmen wollte: Dass junge Menschen keinen Ausbildungsplatz finden oder der zweite schulische Bildungsweg begangen wird, ohne dass sich eine Chance daraus ergibt", erklärt Bildungsdezernentin Daniela Schneckenburger.

In ihrer Sitzung am Dienstag, 26. Januar, hat die Stadtspitze beschlossen, den im neu konstituierten Rat der Stadt Dortmund über die vergangenen 15 Jahre der "Zeitgewinn"-Strategie mit der eigens hierfür erstellten Festschrift "15 Jahre Zeitgewinn - Gemeinsam handeln – gemeinsam Zukunft gestalten" zu informieren.

Drei Ziele im Vordergrund

  • Alle jungen Menschen in Dortmund erhalten eine realistische Zukunftsperspektive
  • Die Voraussetzungen zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses werden mittel- und langfristig verbessert
  • Aktivitäten und Ressourcen werden vernetzt und effizienter eingesetzt

Im Jahr 2010 wurde "Zeitgewinn" als Dortmunder Strategie im Übergang von der Schule in die Arbeitswelt dauerhaft verstetigt. "Gemeinsam handeln" ist die Formel, die für "Zeitgewinn" gilt. Ein zentrales Element der Strategie ist der Beirat "Regionales Übergangsmanagement Schule – Arbeitswelt", der das Übergangsmanagement von Anfang an in Dortmund systematisch begleitet hat.

Corona stellt Herausforderung für Projekte dar

"'Zeitgewinn' ist ein Markenzeichen für die gut miteinander kooperierende, funktionsfähige Verantwortungsgemeinschaft zur Gestaltung der Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt geworden. Diese Strukturen sind auch während der Pandemie wertvoll, um den Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine langfristige und nachhaltige Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen", sagt Schuldezernentin Daniela Schneckenburger. Aufgrund der Corona-Pandemie waren einige Projekte 2020 schwieriger umzusetzen. Es fehlten z.B. Kontaktbörsen und Praktika. "Die Akteur*innen haben versucht, diesen Rückschritt digital zu beheben", so Schneckenburger. Beispiele sind die Social-Media-Aktivitäten des Regionalen Bildungsbüros sowie die "Digitalen Dortmunder Hochschultage" im Januar 2021.

Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen

Mit Blick auf das Jahr 2020 sagt Oberbürgermeister Thomas Westphal: "Die Jugendarbeitslosigkeit, also Arbeitslosigkeit bei Unter-25-Jährigen, war zuvor Jahr für Jahr gesunken. Vor dem Lockdown lag sie unter 2.000. Durch die Corona-Pandemie sind viele Arbeitsplätze weggefallen oder in Kurzarbeit. Wir wollen alles dafür tun, dass aus dieser Gesundheitskrise nicht auch eine dauerhafte Arbeitsmarktkrise wird."

In den vergangenen 15 Jahren wurden gemeinsam mit Partner*innen eine Vielzahl von Netzwerken etabliert, Bedarfe ermittelt, Projekte angestoßen und diese im Verlauf der Jahre kontinuierlich an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst.

Die Festschrift gibt einen Überblick zur Entstehungsgeschichte und Chronik von "Zeitgewinn", zu den aufgebauten Strukturen, zur datengestützten Bildungsberichterstattung im Übergang Schule – Arbeitswelt sowie zu ausgewählten Projekten wie den Dortmunder Hochschultagen oder die Social-Media-Kampagne Dortmund at work.

Der Bericht schließt mit einem Blick auf die aktuellen und absehbaren Herausforderungen für eine erfolgreiche Gestaltung der Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt und die Handlungsansätze zur bedarfsorientierten Weiterentwicklung der "Zeitgewinn"-Strategie.

Zum Thema

Die Broschüre finden Sie unter dem unten aufgeführten Link.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.