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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Entwicklung

Stadt plant Sofortmaßnahmen zur Stärkung und Attraktivierung der City

Nachricht vom 09.02.2021

Wie sieht die Zukunft des Einzelhandels aus? Dortmunds Innenstadt wandelt sich - auch durch die Corona-Pandemie. Gemeinsam mit Akteur*innen sucht die Stadt nach Sofortmaßnahmen, um die City zu stärken und attraktiver zu machen.

Planungsdezernent Wilde zu Sofortmaßnahmen zur Stärkung und Attraktivierung der City Quelle: YouTube

Die City wandelt sich stetig, aber derzeit beschleunigen die Pandemie und die dadurch bedingte temporäre Schließung des Handels und der Gastronomie diesen Prozess. Ein klareres Bild wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen – eine verlässliche Prognose für die Zeit nach Corona ist derzeit nur sehr schwer absehbar. Daher empfiehlt die Verwaltungsspitze die Entwicklung und Umsetzung von "Sofortmaßnahmen zur Stärkung und Attraktivierung der City".

Gestaltung des öffentlichen Raums ist wesentlicher Faktor

Denn sicher ist, dass sich die City strukturell neu orientieren muss. Dadurch ergeben sich jedoch auch Chancen, die die Stadt und die Akteur*innen wie Eigentümer*innen, Betreiber*innen, Veranstalter*innen, Verbände und Kammern gemeinsam wahrnehmen sollten. Die zentralen Bereiche innerhalb des Wallrings sind das prägende Gesicht und das pulsierende Herz der Dortmunder City. Die Gestaltungsqualität und die Unverwechselbarkeit des öffentlichen Raums bilden einen wesentlichen Faktor für die Attraktivität der City.

"Die Lage in der Innenstadt kann man ganz gut vor Ort feststellen und das nicht erst seit der Pandemie. Struktur wandelt sich. In welche Richtung muss sich die City neu entwickeln? Wir wollen den Lockdown nutzen, um Maßnahmen zu generieren und um die City attraktiv an den Start zu bringen", so Planungsdezernent Ludger Wilde.

Verwaltungsinterner Arbeitskreis

Im Herbst 2020 ist ein verwaltungsinterner Arbeitskreis zur Entwicklung und Erarbeitung von Sofortmaßnahmen zur Stärkung und Attraktivierung der City ins Leben gerufen worden. Hier standen zunächst die Themenfelder Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung, Umgang mit wohnungs- und obdachlosen Menschen und Gestaltung des öffentlichen Raums im Mittelpunkt.

Ziel der Stadt Dortmund ist es, die Aktivitäten zur Stärkung der Dortmunder City fortzuführen, da wo notwendig neu zu fokussieren und zu bündeln sowie in eine zeitnahe Umsetzung zu bringen.

Sofortmaßnahmen sollen zur Stärkung und Attraktivierung der City beitragen

Entwurfsvorschlag für den Bereich des südlichen Bahnhofsumfelds vor der Katharinentreppe (Attraktivierung einer schlichten Rasenfläche)
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Folgende drei Maßnahmenpakete für die City sind in der Vorbereitung und Umsetzung:

Sofortprogramm des Landes NRW

Maßnahmen im Rahmen des Förderprogramms des Landes NRW "Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in NRW 2020": Die Stadt Dortmund hat im Rahmen des kurzfristig aufgelegten Förderprogramms einen Antrag gestellt und die Bewilligung liegt bereits vor. In Dortmund sollen die Gelder im Wesentlichen eingesetzt werden, um ein Citymanagement aufzubauen und um Konzepte zur Nachnutzung für leerstehende Einzelhandelsgroßimmobilien in der Innenstadt zu entwickeln.

Anknüpfung an bestehende Konzepte und Master- und Aktionspläne

Maßnahmen, die auf der Grundlage bereits bestehender Konzepte (z.B. Integriertes Stadtsauberkeitskonzept), Masterpläne (z. B. Masterplan Kommunale Sicherheit, Masterplan Plätze) und Aktionspläne (z.B. Aktionsplan Saubere Stadt) umgesetzt werden, sollen in Anknüpfung konkretisiert, weiterentwickelt und beschleunigt werden. Zu diesen Maßnahmen zählen u. a. die Verstärkung des Kommunalen Ordnungsdienstes und des Service- und Präsenzdienstes, die Maßnahmenentwicklung auf Grundlage des Angstraumkatasters, der Umbau der Beleuchtung auf LED-Technik sowie der weitere Umgang mit dem Thema "Obdachlose und Bettler*innen im öffentlichen Raum".

Bepflanzte Baumscheibe in der Katharinenstraße

Gestaltung von Baumscheiben am Beispiel der bereits erfolgten Umsetzung in der Katharinenstraße
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Ad-hoc-Maßnahmen zur Aufenthaltsqualität

Im dritten Maßnahmenpaket sind Ad-hoc-Maßnahmen zu den Themen Sauberkeit und Gestaltung des öffentlichen Raumes enthalten. Hierbei handelt es sich vor allem um zeitnahe und teilweise temporäre Maßnahmen, die einen positiven Beitrag zur Steigerung der Aufenthaltsqualität und der Stadtbildpflege leisten. Die meisten Maßnahmen gehen über die üblichen Verkehrssicherungsmaßnahmen hinaus. Beispielsweise sind hier die Sonderreinigung der gesamten City, Reparatur und Neuschaffung von Sitzgelegenheiten sowie das Aufstellen von temporären und mobilen Pflanzelementen an zentralen Orten bzw. Pop-up-Grünflächen zu nennen.

Bei der weiteren Konkretisierung und Umsetzung der Sofortmaßnahmen werden die City-Akteure (Cityring, IHK, Handelsverband und einige mehr) sowie Immobilieneigentümer und Betreiber mit eingebunden.

Ausblick auf weitere Interventionen

In einer späteren Vorlage an den Rat werden dann weitere Punkte und Maßnahmen zur Stärkung der City vorgeschlagen, die noch in der Erarbeitung sind. Darin werden sich auch Elemente und Ideen wiederfinden, wie der Bereich der Kultur z.B. Leerstände bespielen kann oder wie mit Events, die Menschen anziehen, das Leben in der City bereichert werden kann.

Es hat für uns eine absolute Priorität, was in der Einkaufsstadt Dortmund passiert.

Oberbürgermeister Thomas Westphal

"Es hat für uns eine absolute Priorität, was in der Einkaufsstadt Dortmund passiert. Es ist Projekt, das unter der Überschrift 'Strukturwandel' läuft. Die Handelslandschaft der Zukunft wird komplett anders aussehen. Deswegen muss die Anstrengung von allen Akteuren so aufgebaut sein, wie wir das im Wandel immer getan haben. Es geht jetzt nicht um Kohle, Stahl und Bier, sondern um Dienstleistungswirtschaft, die sich wandelt. Wir haben andere Rahmenbedingungen und andere Fragestellungen, aber nicht minder schwer. Wir wollen nicht schwarz malen, aber richtig klar sagen, das ist eine richtig große Aufgabe. Das wird uns noch ein paar Jahre beschäftigen", so Oberbürgermeister Thomas Westphal.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.