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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Stadtplanung

Neuer Wohnraum auf altem Sportplatz - Aufbereitung der Fläche am ehemaligen Bergstadion in Eving startet

Nachricht vom 23.02.2021

Kaum 200 Meter von der "Neuen Mitte Eving" entfernt entsteht auf dem ehemaligen Sportplatz des TuS Eving-Lindenhorst ein neues Wohnviertel mit rund 25 Wohneinheiten. Die Voraussetzungen für den Bau der Eigenheime schafft seit dieser Woche der AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung in Kooperation mit der Stadt Dortmund durch die Aufbereitung der Fläche.

Die Aufbereitung ist notwendig, da eine rund 9.300m² große Teilfläche des früheren "Bergstadions" derzeit noch mit Schadstoffen belastet ist. Die erhöhten Gehalte unterschiedlicher Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle im Boden stammen aus der Entstehungszeit des Sportplatzes.

Belasteter Boden wird ausgetauscht

Denn als das Bergstadion in den 1920er Jahren angelegt wurde, musste die Fläche offenbar zunächst aufgefüllt und begradigt werden. Dafür nutzte man unter anderem Bauschutt, Ziegelbruch, Schlacke, Asche und Bergematerial. Das zeigte sich bereits bei ersten Bodenuntersuchungen, nachdem der TuS Eving-Lindenhorst den alten Aschenplatz im Jahr 2005 zu Gunsten eines neuen Kunstrasen-Platzes in direkter Nachbarschaft aufgegeben hatte. Mit ergänzenden Untersuchungen gewann der AAV im vergangenen Jahr detailliertere Einblicke in die Beschaffenheit und Zusammensetzung des Bodens und entwickelte zusammen mit der Stadt einen Plan für die Flächenaufbereitung, der jetzt umgesetzt wird.

Bis zu anderthalb Meter tief lässt der Verband den Boden abtragen, dann den belasteten Aushub fachgerecht entsorgen und voraussichtlich bis April die Fläche mit unbelastetem Material wieder auffüllen. Der Baustellenverkehr dafür wird ausschließlich über die Bergstraße, die Probstheidastraße und dann südlich des dortigen Parkplatzes geführt.

Der Arbeits- und Anwohnerschutz ist ein wichtiger Aspekt bei dieser Maßnahme. So soll eine eventuelle Staubentwicklung mit geeigneten Verfahren verhindert werden; darüber hinaus kommen lärm-, und erschütterungsarme Arbeitsverfahren zum Einsatz.

Sonder-Förderprogramm deckt Kosten

Die Kosten für die gesamte Flächenaufbereitung in Höhe von bis zu 760.000 Euro sind durch das Sonder-Förderprogramm "Identifizierung und Mobilisierung von Brachflächen für dauerhaften Wohnraum" gedeckt, für das die Stadt Dortmund die Fläche im Mai 2018 angemeldet hatte. Mit der Durchführung des bis Ende 2022 befristeten Programms ist der AAV durch das Land NRW beauftragt. So soll ein wichtiger Beitrag zur Eindämmung der aktuellen Wohnraum-Knappheit geleistet werden.

Die Zukunft des Geländes

Das Beispiel des ehemaligen Bergstadions zeigt, wie gut das funktioniert: Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird das Gelände für die künftige Bebauung durch die Stadt Dortmund erschlossen. Voraussichtlich ab Herbst 2021 können 18 Baugrundstücke für Doppelhaushälften und fünf Bauplätze für Einzelhäuser für den individuellen Hausbau ohne Architekten und Bauträgerbindung angeboten werden.

Zum Thema

Interessent*innen können sich online in der Rubrik "Interessent*innenliste Baugrundstücke" registrieren lassen. Weitere Informationen zum Baugebiet erhalten Sie telefonisch beim Fachbereich Liegenschaften.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.