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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Aplerbeck

Nach Unfalltod: OB Westphal will Verkehrssicherheit verbessern

Nachricht vom 02.03.2021

Oberbürgermeister Thomas Westphal hat in der Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes am Dienstag, 2. März, sein tiefes Bedauern zum tragischen Unfalltod des vierjährigen Jungen auf der Aplerbecker Straße zum Ausdruck gebracht. Er äußerte sich außerdem zu den Maßnahmen, die infolgedessen vor Ort geprüft werden, um den Unfallort sicherer zu gestalten.

OB Westphal in der Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes am Dienstag, 2. März. Quelle: YouTube

Am Mittwoch, 24. Februar, ist ein vierjähriger Junge nach einem Verkehrsunfall an der Aplerbecker Straße in Dortmund verstorben. Nachdem die Fußgängerampel, an der er mit seiner Mutter wartete, auf Grün umschlug, lief der Junge über die Straße. Zeitgleich fuhr ein Autofahrer über die für ihn rote Ampel und erfasste den Jungen. Er verstarb wenig später an seinen schweren Verletzungen.

Oberbürgermeister Thomas Westphal äußerte sich in der Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes am Dienstag, 2. März, zum tragischen Unfalltod des Jungen. Er sprach den Angehörigen sowie den Kindern, Eltern und Erzieher*innen der Tagesstätte, die der Vierjährige besuchte, sein Beileid aus und bekräftigte: "Dieser Unfall hat niemanden unberührt gelassen. Wir werden alles dafür tun, dass so etwas nicht noch einmal passiert."

Vor Ort machte sich Westphal selbst ein Bild von der Unfallstelle, sprach mit Elternvertreter*innen, der Einrichtungsleiterin der Kindertagesstätte und einem AWO-Vertreter. Er bedankte sich insbesondere für den Zusammenhalt vor Ort und für die Arbeit der Einrichtungsleiterin und des Personals der Kindertagesstätte. "Hier wird nicht verdrängt und vergessen, sondern geredet und aufgearbeitet. Auch die Eltern tauschen sich untereinander aus und haben Spenden gesammelt", so Westphal.

Kinderunfallkommission und Bezirksvertretung bewerten Situation vor Ort

Man könne nicht "die eine" bauliche Ursache an der Aplerbecker Straße finden, erläuterte Westphal in der Pressekonferenz, "es haben sich viele unglückliche Situationen verkettet". Die Bezirksvertretung stimme sich deshalb derzeit über mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation an der Aplerbecker Straße ab.

Auch die Kinderunfallkommission der Stadt Dortmund wird die Situation vor Ort umfassend bewerten. Die Stadt Dortmund hat die Kinderunfallkommission 2018 in enger Zusammenarbeit mit der Polizei Dortmund gegründet, um die Verkehrssicherheit für Kinder im Stadtgebiet zu erhöhen. Die Kommission analysiert Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern. Ihre Mitglieder leiten anhand ihrer Analysen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ein. "Wir werden auch an anderen Stellen schauen, wo wir den Verkehr noch sicherer gestalten können", bekräftigt OB Westphal abschließend.

Text: Kira Hibbeln

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.