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Kultur

"Klangvokal" will mit 25 Events Vokalmusik aus aller Welt nach Dortmund bringen

Nachricht vom 05.03.2021

"Klangvokal" schaut positiv in die Zukunft: Am 30. Mai will das Dortmunder Musikfestival in ein ganzes Jahr voller Vokalmusik-Konzerte starten. Insgesamt 25 Events mit Gesangsstarts aus aller Welt sind geplant - mit coronakonformen Hygiene-Konzepten.

Sierra Nadine

Nadine Sierra singt bei der Italienischen Operngala.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Paola Kudacki

Von 25 Veranstaltungen sind 14 im Festival vom 30. Mai bis 3. Oktober 2021 geplant, elf in der Saison von Oktober 2021 bis April 2022. Neben von 2020 auf 2021 verschobenen Veranstaltungen stehen viele neue Konzerte auf dem Programm. Die Veranstaltungen sind zunächst für Spielstätten konzipiert, die eine stark reduzierte Platzkapazität und effiziente Hygienekonzepte aufweisen. Leitthema und Fokus des diesjährigen Festivals sind die Gefühlswelten und die Psyche des Menschen, die es zu schützen und zu stärken gilt.

Opernmusik im Konzerthaus

Zum Auftakt schwelgt Startenor Joseph Calleja mit italienischen Opernarien und Filmmusik in Erinnerungen an den vor 100 Jahren geborenen Tenor Mario Lanza. Spannungs- und gefühlsgeladen geht es am 13. Juni bei Vincenzo Bellinis Belcanto-Oper "Il Pirata" im Konzerthaus zu. Mit furiosen Solo-Arien werden die amerikanische Star-Sopranistin Nadine Sierra und der junge spanische Tenor Xabier Anduaga am 4. Juli in der Italienischen Operngala brillieren. Mit Leonardo Vincis Oper "Gismondo Re di Polonia" setzt "Klangvokal" die Serie von Entdeckungen des Barock fort. Ebenfalls im Oktober kommt es zu einem erneuten Gastspiel der Cappella Mediterranea . Mit "Le Donne di Cavalli" entführen das Ensemble und die argentinische Sopranistin Mariana Flores in das Mutterland der Oper, nach Italien.

Musik vor 1750

Das Programm "Anima Eterna" am 12. September im Reinoldihaus verspricht Barockgesangskunst von Händel und Zeitgenossen. Christina Pluhar und ihr preisgekröntes Ensemble werden am 17. September "Himmelsmusik" im Konzerthaus erklingen lassen.Die Barockreihe im Reinoldihaus wird am 7. November mit "Lux Perpetua" und dem belgischen Ensemble Vox Luminis fortgesetzt. "La Francesina" ist eine Hommage der belgischen Sopranistin Sophie Junker und des französischen Ensembles Le Concert de l’Hostel Dieu an eine der Lieblingssängerinnen des Komponisten Georg Friedrich Händel, die Französin Elisabeth Duparc.

Zu einer musikalischen Entdeckungsreise der Werke des großen Malers Caravaggio lädt das aus Prag stammende Vokalensemble Cappella Mariana ein und liefert ein packendes Klangporträt des Künstlers. Den Abschluss des Barockzyklus bildet das Gesualdo Project mit Madrigalen von Gesualdo und Zeitgenossen. Die italienischen Bühnenbildner und Lichtdesigner Davide und Giuseppe Di Liberto verwandeln den Reinoldisaal mit ihren Lichtinstallationen in einen magischen Klangraum.

Chöre aus aller Welt

Der Dortmunder Musikverein wird gemeinsam mit den Dortmunder Philharmonikern gleich zweimal zu hören sein: Am 3. Juli werden im Konzerthaus Pietro Mascagnis "Messa di Gloria" und Marco Enrico Bossis "A Raffaello Divino" in einem Arrangement von Granville Walker erklingen. Das Glaubenswerk von Edward Elgar "The Kingdom" ist für den 12. Februar 2022 in der St. Reinoldikirche vorgesehen. Bei einem seiner seltenen Deutschland-Konzerte stellt der norwegische Chor Det Norske Solistkor Motetten von Johann Sebastian Bach der Chormusik von Francis Poulenc und Kaija Saariaho gegenüber. Nach den Sommerferien feiert der vielfach ausgezeichnete Jugendkonzertchor der Dortmunder Chorakademie mit "Die Schöpfung" von Josef Haydn nicht nur das irdische Leben. Mit der Aufführung gedenkt man zugleich der Opfer der Terroranschläge in New York und Washington, die vor genau 20 Jahren die Welt erschütterten. Deshalb erklingt an diesem Abend auch das berührende Friedensgebet "Da pacem Domine". Bei seinem "Klangvokal"-Debüt am 11. März 2022 spannt das estnische Vokalensemble Vox Clamantis den Bogen von französischen Großmeistern aus dem 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu Arvo Pärt.

Das Fest der Chöre, an dem unter normalen Bedingungen rund 150 Chöre beteiligt sind, wurde im letzten Jahr nur digital gefeiert. In diesem Jahr soll es, wenn möglich, unter Coronabedingungen am 19. Juni erstmals auf einer Bühne im Westfalenpark stattfinden.

Jazz und Weltmusik

Angélique Kidjo hat für ihre Weltmusik-Alben zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Klänge aus ihrer Heimat Benin, Afro-Pop, R'n'B, Jazz, aber auch lateinamerikanische und afrokaribische Einflüsse gehen in der Musik der Sängerin eine unverwechselbare Symbiose ein. Bei "Klangvokal" trifft die afrikanisch-französische Ausnahmekünstlerin am 5. Juni erstmals auf die Neue Philharmonie Westfalen.

Angelique Kidjo

Die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin Angélique Kidjo trifft erstmals auf die Neue Philharmonie Westfalen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Sofia and Mauro

Lisa Simone gilt als eine der spannendsten Jazz-Sängerinnen der Jetztzeit und ist am 11. Juni Open Air im Westfalenpark zu erleben. Zwischen Jazz und arabischer Kunstmusik bewegen sich die vier Musiker von "Masaa". Die Band gibt am 18. Juni im Reinoldihaus Dortmund ihr Debüt bei "Klangvokal".

Am 30. Juni trifft mit Awa Ly im "domicil" afrikanische Rhythmik auf französisches Chanson.

Erstmalig im "domicil" tritt der bosnische Künstler Damir Imamović auf, der als König der Sevdah-Musik gilt. Imamović und sein Quartett nähren die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander der Menschen auf dem Balkan. Das Ensemble "Orpheus XXI NRW" vereint rund 20 Musiker*innen aus Syrien und Kurdistan. Seit 2018 widmet es sich in Residence am Vokalmusikzentrum NRW der arabischen Musik. Am 31. Oktober werden die Musiker im Reinoldihaus die Faszination dieser reichen Musikkultur aufzeigen.

Im Spätherbst am 26. November zaubert die Sängerin Viviane de Farias einen Hauch von Sommer in den Reinoldisaal. Ihre besondere Leidenschaft gilt der Música Popular Brasileira. Mit dem Ensemble Hirundo Maris und dem Programm „Silent Night“ wird es dann am 19. Dezember weihnachtlich. Das bekannte "Stille Nacht" erklingt ebenso wie das provenzalische "Ô nuit brillante" oder das katalanische "El cant dels ocells".

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.