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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Emissionsfreie Innenstadt

Bauarbeiten zum Radwall beginnen – Schwanen- und Ostwall erhalten einladende Rad- und Fußwege

Nachricht vom 25.03.2021

Der Schwanen- und Ostwall werden innerhalb der nächsten 14 Monate umgebaut, um Lücken im Radverkehrsnetz zu schließen, Mängel der Trassenführung zu beheben und die Radverbindung um den Wall zu verbessern. Zusätzlich wird der Fußverkehr gefördert.

Vogelperspektive des Walles auf Höhe des Adlerturms

So soll der Radwall in der Dortmunder Innenstadt zukünftig aussehen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Vermessungs- und Katasteramt

Bei der Maßnahme bleiben die Hauptfahrspuren für den Kfz-Verkehr auf dem Wallring in ihrem derzeitigen Bestand erhalten. Damit ist der Radwall nach der P+R-Anlage Kley die zweite von 16 Baumaßnahmen, die im Rahmen des Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt umgesetzt wird.

"Die intensiven Vorbereitungen zum Bau des Radwalls sind abgeschlossen, sodass wir am 29. März mit den Arbeiten an einer zeitgemäßen und einladenden Rad- und Fußwegeführung in der Dortmunder Innenstadt starten können", freut sich Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamtes. Nach der Fertigstellung werden Radfahrer*innen abschnittsweise auf baulich angelegten, von Fußgänger*innen getrennten Radwegen geführt. Die Radwegebreite von 3,25 m zuzüglich 0,75 m Sicherheitsstreifen zu parkenden Autos setzt neue Maßstäbe innerhalb des Stadtgebietes für Radwege im Zweirichtungsverkehr entlang von Hauptverkehrsstraßen. Gerade für schnellere und breitere Fahrräder wie Pedelecs und Lastenfahrräder sind die Breiten ein echter Gewinn.

Über große Strecken des Umbaubereichs werden auf beiden Seiten des Walls (innen und außen) Radwege mit diesen zeitgemäßen Dimensionen für den Zweirichtungsverkehr geschaffen. Wo eigenständige, bauliche Lösungen nicht möglich sind, wird der Radverkehr in den Nebenfahrbahnen als Fahrradstraßen bevorrechtigt. In den Kreuzungsbereichen werden Fuß- und Radverkehr sicher geleitet.

Arbeiten in sieben Bauabschnitten geteilt

Die Arbeiten am Radwall sind in sieben Bauabschnitte unterteilt [pdf, 2,5 MB] . Das Tiefbauamt beginnt mit den Bauabschnitten drei und sieben. Die Bauarbeiten an diesen Abschnitten werden vom 29. März bis voraussichtlich Anfang Juli 2021 durchgeführt.

In dem innenliegenden Bauabschnitt drei, von der Olpe in Höhe des Schüchtermann-Denkmals bis zum Adlerturm, wird der Radverkehr im Knotenpunkt der Olpe auf den heute vorhandenen jedoch umgebauten Geh- und Radweg geleitet. Der Raum für den Geh- und Radweg wird so neu aufgeteilt, dass der Radverkehr in beiden Richtungen komfortabel fahren kann und gleichzeitig der Fußverkehr ausreichend Gehwegbreite behält. Die Oberflächenbefestigung im Bereich des Radweges wird dabei aus rotem Asphalt erneuert und im Bereich der Gehwegflächen aus Betonsteinpflaster errichtet. Im Verlauf des Radweges werden Einmündungsbereiche und Übergänge barrierefrei umgebaut. Die Nebenfahrbahn des Ostwalls ist somit in diesem Abschnitt nicht von den Bauarbeiten betroffen.

Barrierefreiheit im Fokus

Der außenliegende Bauabschnitt sieben führt von der Arndtstraße über die Kaiserstraße bis zum Brüderweg. Ab dem Überweg Arndtstraße wird der Radverkehr auf der zur Fahrradstraße umgestalteten Nebenfahrbahn des Walls geführt. In den Übergangsbereichen liegt das Augenmerk aufgrund des Kreuzens von Fußgänger- u. Radverkehr besonders auf der Barrierefreiheit. Außerdem werden im Übergangsbereich Arndtstraße zur Klimaverbesserung zwei neue Baumscheiben errichtet.

Die Gehwege werden in grauem Betonsteinpflaster befestigt. Die Zufahrts- u. Ausfahrtsbereiche von der Hauptfahrbahn zur Nebenfahrbahn werden zum Schutz der Radfahrenden baulich verändert. Zusätzlich werden Schwellen aus Einfahrtssteinen und Asphalt eingelassen. Die Oberfläche des Parkplatzes wird mit einer Asphaltdecke befestigt.

Neben den Bauarbeiten zum Wallumbau bestehen derzeit noch Baustellen der DEW21 zum klimafreundlichen Fernwärmeausbau am Schwanen- und Ostwall.

Erreichbarkeit für Anlieger*innen

Während der Bauarbeiten werden Stellplätze temporär wegfallen. Die Durch- u. Anfahrt für Anlieger*in ist gegeben. Nur während der Asphaltarbeiten ist eine Zufahrt zeitweise nicht möglich. Die fußläufige Erreichbarkeit der Hauseingänge und Geschäfte bleibt stets gewährleistet. Der Zugang für Feuerwehr und Einsatzkräfte ist sichergestellt. Die Stadt Dortmund hat die Anwohner*innen per Hauswurfsendung vorab informiert.

Der Bauablauf wird regelmäßig auf der Projektwebsite dokumentiert und veröffentlicht.

Wer den geplanten Radwall schon vor Baubeginn sehen möchte, kann mit der Videosimulation virtuell auf das Fahrrad steigen und den Zweirichtungsradweg des Radwalls zwischen Schwanen- und Ostwall genießen. Quelle: YouTube

Förderung durch EU und Land NRW

Das Investitionsvolumen des Radwalls zwischen Schwanen- und Ostwall mit der Begrünung des Wallrings beträgt ca. drei Mio. Euro. Der Umbau wird zu 80 Prozent mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW gefördert. Die Stadt hätte den Baubeginn des Radverkehrsprojektes gerne gebührend gefeiert, aufgrund der Pandemie musste davon aber leider Abstand genommen werden.

Zum Thema

Weitere Informationen zum Radwall werden laufend aktuell veröffentlicht auf der Projektwebsite. Aktuelle Informationen zu Dortmunder Baustellen finden Sie ebenfalls online.

Dieser Beitrag befasst sich mit einem Sachverhalt im Kontext eines vom Rat beschlossenen Masterplanes der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.