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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Karfreitag-Gedenken

Bürgermeister*innen legen Kranz am Mahnmal in der Bittermark nieder

Nachricht vom 02.04.2021

Am Karfreitag, 2. April, haben Bürgermeister Schilff und die Bürgermeisterinnen Mais und Brunsing einen Kranz am Mahnmal in der Bittermark niedergelegt, um jener Menschen zu gedenken, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer gefallen sind.

Auch in diesem Jahr war es pandemiebedingt nicht möglich, die Gedenkveranstaltung an die Gestapo-Opfer der letzten Kriegswochen in größerem Rahmen durchzuführen. Quelle: YouTube

Begleitet wurden sie von Dr. Stefan Mühlhofer, Direktor des Stadtarchivs und in seiner Funktion als Vorsitzender der Regionalen Arbeitsgemeinschaft "Gegen das Vergessen – Für Demokratie e.V.". Kurz danach legte auch Wolfgang Gurowietz als Vertreter des traditionellen Heinrich-Czerkus-Laufs einen Kranz nieder.

Seit April 1950 findet das Karfreitagsgedenken in der Bittermark statt. Dabei kommen jährlich nicht nur Dortmunderinnen und Dortmunder, sondern auch zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland zu dieser Gedenkfeier zusammen und geben ein beeindruckendes Zeichen für eine lebendige Erinnerungskultur.

Vor der Hintergrund der Corona-Situation ist wie schon im letzten Jahr eine öffentliche Veranstaltung leider nicht möglich. "Wie in jedem Jahr wollen wir aber auch in diesen Zeiten am Karfreitag jener Menschen gedenken, die 1945 kurz vor Kriegsende ermordeten wurden", so Bürgermeister Nobert Schilff.

Gedenken am Mahnmal in der Bittermark: v.l. Dr. Stefan Mühlhofer Bürgermeister Norbert Schilff, Bürgermeisterin Ute Mais, Bürgermeisterin Barbara Brunsing

Gedenken am Mahnmal in der Bittermark: v.l. Dr. Stefan Mühlhofer Bürgermeister Norbert Schilff, Bürgermeisterin Ute Mais, Bürgermeisterin Barbara Brunsing
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Über 200 Menschen – vor allem ausländische Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangene, aber auch deutsche Widerstandskämpfer*innen, Kritiker*innen des Regimes und andere wurden auf grausame Weise umgebracht. "Der sinnlose Tod dieser Menschen wird uns immer begleiten. Sie dürfen nicht vergessen werden. Für uns gilt, die Erinnerung an sie wachzuhalten", so Schilff.

Ausdruck der lebendigen Erinnerungsarbeit und des Widerstands gegen aktuelle rechtsextremistische Umtriebe ist auch der "Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf", der Karfreitag eigentlich in der Bittermark endet und der mit den Naturfreunden Dortmund-Kreuzviertel, dem Fan-Projekt Dortmund, dem BVB-Fanclub Heinrich Czerkus, Borussia Dortmund und dem Förderverein Gedenkstätte Steinwache / Internationales Rombergpark-Komitee auf einer breiten Basis steht. Er ist wichtiger Ausdruck der breit angelegten Erinnerungskultur in Dortmund, zu der auch die Arbeit der jugendlichen Botschafter und Botschafterinnen der Erinnerung gehört.

Norbert Schilff: "Auch wenn die Pandemie das öffentliche Gedenken nicht möglich macht, so erinnern wir uns heute alle im privaten und kleinen Kreis. Wir halten inne und gedenken der Opfer."

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.