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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Umwelt

Grünflächen rund um Stadion, Westfalenhallen und Westfalenpark werden biodivers und vor Falschparkern geschützt

Nachricht vom 13.04.2021

Der Großraum Westfalenhallen, Westfalenpark und Signal-Iduna-Park ist umgeben und durchzogen von vielen Grünflächen. Diese tragen zu einer Attraktivität des Veranstaltungszentrums bei. Es ist also unerlässlich, die Grünflächen zu schützen und instand zu halten.

Florianturm

Grünflächen machen das Veranstaltungszentrum attraktiver.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Janus Skop

Insbesondere an Veranstaltungstagen, wenn der Großraum intensiv genutzt wird, machen die Grünflächen das Veranstaltungszentrum attraktiver. "Die Grünflächen rund um das Stadion zum Beispiel sind in einem sehr guten Zustand und wir wollen das erhalten", unterstreicht Baudezernent Arnulf Rybicki. Allerdings hat sich in der Vergangenheit erwiesen, dass bei Großveranstaltungen auf nahezu allen ungeschützten Grünflächen rücksichtslos geparkt wird und diese dann nachhaltig beschädigt wurden. Aufwendige Wiederherstellungsmaßnahmen gehen dabei zu Lasten der Stadt Dortmund.

Diese Problematik trifft auch auf umliegende Wohngebiete wie zum Beispiel das Kreuzviertel, die Siedlung Schönau oder das Umfeld Markgrafenstraße / Plauener Straße zu. Auch hier kommt es immer wieder zu Behinderungen und Störungen durch die egoistisch und rücksichtslos abgestellten Fahrzeuge der Veranstaltungsbesucher*innen sowie zu der verbotenen Nutzung von Grünflächen zu Parkzwecken.

Unterschiedliche ortsabhängige Maßnahmen

Um die Grünflächen zukünftig besser zu schützen, sollen unterschiedliche ortsabhängige Maßnahmen durchgeführt werden. Diese sind zum Beispiel:

  • Bepflanzung mit Bäumen oder Sträuchern
  • Positionierung von Felsbrocken
  • Bügel oder Pfosten
  • Senkrecht eingelassene Rundhölzer
  • Holzzäune oder Stahlgitterzäune

"Wir werden keine regulären Parkplätze wegnehmen, das sind alles Grünflächen", unterstreicht Rybicki. Zwei bisher modellhaft realisierte Maßnahmen haben gezeigt, dass der Schutz der Grünflächen zu einer deutlichen Verbesserung der Situationen geführt hat:

  • Im Einmündungsbereich Schönaustraße / An der Palmweide wurde eine Grünfläche mit Bäumen so bepflanzt, dass ein Befahren nicht mehr möglich ist.
  • Die sehr große und zum Teil gärtnerisch gestaltete Grünanlage an der Ardeystraße / Am Segen wurde entlang des Gehwegs dauerhaft mit Bügeln abgegrenzt. Die Stahlbügel stellen dabei jedoch keine optische Einschränkung dar.

Baudezernent Rybicki zu Grünflächen rund ums Veranstaltungszentrum Quelle: YouTube

Schutz der Grünräume

Neben der Verbesserung der Situation kann durch zusätzliche Baumpflanzungen auch noch eine Verbesserung der Biodiversität (Artenvielfalt) erreicht werden. Immer da, wo es möglich ist, werden die geschützten Grünflächen zu Wiesen umgewandelt. Diese bieten wiederum vielen Insekten einen neuen Lebensraum. "Unser Ziel: Grünflächen werden nicht mehr als Parkplätze missbraucht. Die Grünflächen sollen erhalten bleiben", so Rybicki.

Das Grünflächenamt geht davon aus, dass die Realisierung aller Maßnahmen zum Schutz der Grünräume etwa zwei Jahre dauern wird.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.