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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Finanzen

Wichtiger Baustein für das grüne Dortmund: Eigenbetrieb "Friedhöfe Dortmund" schließt 2020 positiv ab

Nachricht vom 12.05.2021

32 kommunale Friedhöfe, 4.569 Bestattungen, 140 Mitarbeiter*innen, 20.000 Bäume, ein Umsatz von rund 11 Millionen Euro. Dies sind nur einige Kennzahlen, mit denen sich eine externe Wirtschaftsprüfung beschäftigt hat und den Friedhöfen Dortmund nun das OK für das vergangene Jahr gab.

Baudezernent Rybicki zur Bilanz des Eigenbetriebs Dortmunder Friedhöfe Quelle: YouTube

Bedingt durch allgemein gestiegene Lohn- und Materialkosten war in der Planung für das Wirtschaftsjahr 2020 ein negatives Jahresergebnis von rund 938.000 Euro zu erwarten. Tatsächlich schloss der Eigenbetrieb "Friedhöfe Dortmund" das Wirtschaftsjahr 2020 mit einer deutlichen Verbesserung ab: Der geplante Jahresverlust von 938.000 Euro konnte um 541.000 Euro auf 397.000 Euro reduziert werden. Diese positive Entwicklung hat sich aus zusätzlichen Erträgen aus der Nichtinanspruchnahme von Rückstellungen und aus Zuschüssen der Bezirksvertretungen sowie geringeren Personalaufwendungen ergeben. Die im städtischen Haushalt eingeplante Verlustübernahme in Höhe von 617.000 Euro wird zur Deckung des Jahresverlustes nicht vollständig ausgeschöpft; für den Kernhaushalt ergibt sich somit eine Einsparung von 220.000 Euro.

Der Eigenbetrieb setzt sich unter anderem zusammen aus 32 kommunalen Friedhöfen mit einer Gesamtfläche von rund 330 Hektar, 140 Mitarbeiter*innen und beispielsweise 20.000 Bäumen. Die externe Wirtschaftsprüfung Dr. Bergmann, Kaufmann und Partner GmbH & Co.KG kontrollierte für den Jahresabschluss und den Lagebericht aber auch andere Kennzahlen wie etwa die Bestattungen (4.569) und den Umsatz von rund 11 Millionen Euro. Die Prüfer*innen bestätigten den Friedhöfen Dortmund uneingeschränkt eine ordentliche Wirtschaftsführung. Der Prüfungsbericht wird nun zur Beratung in die politischen Gremien eingebracht.

Konkurrenzdruck für die kommunalen Friedhöfe

Die kommunalen Friedhöfe stehen im Bestattungsbereich im direkten und herausfordernden Wettbewerb mit zahlreichen anderen Friedhofsträgern und zunehmend privaten Alternativangeboten. Gleichzeitig erfüllen sie erweiterte öffentliche Aufgaben: Sie sind ein wichtiger Teil des städtischen Grünflächenangebots und haben wichtige Funktionen als Erholungsbereiche, Klimainseln und ökologische Entwicklungsräume.

Friedhöfe neu entdeckt als Parkanlagen in der Pandemie

Nicht zuletzt bereichern sie mit historischen Grabstätten, denkmalgeschützten Gebäuden und Denkmälern das kulturelle Angebot der Stadt. Viele Dortmunder*innen und zahlreiche auswärtige Gäste haben in der Corona-Pandemie besonders das erweiterte Aufgabenspektrum kennen und schätzen gelernt. Die parkartig angelegten Friedhöfe sind in dieser Zeit auch als Entspannungs- und Erholungsorte neu entdeckt worden.

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Bestattungsbereich

Die Corona-Pandemie hat auch im Bestattungsbereich verschiedene Einschränkungen mit sich gebracht. Trauerfeiern konnten nicht im gewohnten Rahmen stattfinden und die Nutzung von Trauerhallen musste eingeschränkt werden. Erhöhte Anforderungen an Hygiene und Infektionsschutz erforderten zusätzliche Aufwendungen. Vor diesem Hintergrund ist umso höher zu bewerten, dass das Wirtschaftsjahr 2020 erfreulich positiv abgeschlossen werden konnte.

Zum Thema

Weitere Informationen zu den Dortmunder Friedhöfen finden Sie online.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.