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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Klarstellung

Pferderennbahn hat weiterhin eine Zukunft in Dortmund

Nachricht vom 11.05.2021

Angesichts aktuell laufender Diskussionen und Berichterstattung stellt die Stadt Dortmund klar, dass die Rennbahn in Wambel überhaupt nicht zur Disposition steht. Der Pferderennsport ist für Dortmund überregional bedeutsam. Der Dortmunder Rennverein leistet gute Arbeit, die bei der Stadtverwaltung große Anerkennung genießt. Es ist sehr bedauerlich, dass es hier offenbar zu Missverständnissen gekommen ist.

Planungsdezernent Wilde gibt Bekenntnis zur Pferderennbahn ab Quelle: YouTube

Entzündet hat sich die Diskussion durch das derzeit laufende Online-Beteiligungsverfahren zum "Integrierten Stadtbezirksentwicklungskonzept" (kurz: INSEKT) für Brackel. Der Sinn eines solchen Stadtbezirksentwicklungskonzeptes ist es, unterschiedlichste Szenarien der künftigen Entwicklung von Stadtbezirksflächen zu analysieren.

In einem umfangreichen Prozess werden die Qualitäten und Handlungsbedarfe eines Stadtbezirks mit Blick auf Anforderungen des Wohnens, der Wirtschaft, der Mobilität, des Bereichs Sport und Freizeit, des Lärms, des Einzelhandels, des Freiraums und Stadtklimas sowie der sozialen Infrastrukturen diskutiert. Als Ergebnis zeigen sich "Stadtbezirksthemen" für die zukünftige Entwicklung der Stadtbezirke, die aus Sicht der Planer*innen besonders bedeutend sind.

Dargestelltes Szenario löste Irritationen aus

Die Aufgabe der Planer*innen ist es, dabei sowohl Szenarien unter die Lupe zu nehmen, die von "sehr wahrscheinlich" bis "sehr unwahrscheinlich" reichen. Zu letzteren gehört auch das Gelände, auf dem sich heute die Rennbahn des Dortmunder Rennvereins befindet. Es wäre ein nicht nur wenig wahrscheinliches, sondern auch ein sehr trauriges Szenario, wenn sich der Pferderennsport aus Dortmund verabschieden würde.

Die Planungsverwaltung bedauert, an dieser Stelle Irritationen ausgelöst zu haben. Konkrete Planungsabsichten bestehen nicht.

Rennbahn soll nicht ersetzt werden

"Ich muss ganz klarstellen und auch nochmal die Haltung der Stadtverwaltung zur Pferderennbahn deutlich machen", betont Planungsdezernent Ludger Wilde in der Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes am Dienstag, 11. Mai. "Wir stehen hinter dieser Pferderennbahn. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt vor, die Rennbahn infrage zur stellen. Wir wissen, dass sie eine wichtige Einrichtung ist - mit einer langen Tradition." Weiter: "Die Missverständnisse möchte ich hiermit ausräumen. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt die Absicht, die Rennbahn anzugehen oder durch andere Nutzung zu ersetzen. Ich bedauere es, dass diese Irritationen entstanden sind."

Derzeitiges Beteiligungsverfahren

Die Online-Beteiligung zum INSEKT Brackel ist seit dem 3. Mai aktiv und läuft noch bis einschließlich 16. Mai 2021. Auf der Internetseite des Stadtplanungsamtes haben Bürger*innen die Möglichkeit, sich umfangreich über den eigenen Stadtbezirk zu informieren und einzubringen. Das Feedback, das über ein Mail-Formular gegeben werden kann, fließt in die abschließende Erarbeitung des Integrierten Stadtbezirksentwicklungskonzepts ein.

Zum Thema

Integrierte Stadtbezirksentwicklungskonzepte (INSEKT) sind informelle Planwerke der Stadtentwicklung, die maßstäblich zwischen der gesamtstädtischen Flächennutzungsplanung und den Bebauungsplänen stehen. Sie dienen dazu, fachübergreifend Zielvorstellungen für die räumliche Entwicklung der Stadtbezirke zu formulieren. Jeder der zwölf Stadtbezirke in Dortmund hat in seiner Ausdehnung und Einwohnerzahl die Größe und Funktion einer Mittelstadt. Um Stadtbezirke dieser Größe an aktuelle und künftige Bedarfe anzupassen, haben sich INSEKT bewährt und gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt der Stadt Dortmund hat die INSEKT für alle zwölf Stadtbezirke erstmals im Jahr 2004 im Zusammenhang mit der Neuaufstellung des gesamtstädtischen Flächennutzungsplanes (FNP) erstellt und in den Jahren 2009, 2013 und 2018 fortgeschrieben.

Dieser Beitrag befasst sich mit einer Stellungnahme der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.