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Wohnen

Dortmunder Wohnungsbaugesellschaft soll weiterentwickelt werden

Nachricht vom 18.05.2021

In der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt soll der städtische Wohnungsbau neu ausgerichtet werden. Die Neubaurate in Dortmund ist zu niedrig, während gleichzeitig Wohnungsbestände aus der Mietbindung des öffentlich geförderten Wohnungsbaus herausfallen.

Oberbürgermeister Thomas Westphal zur Neuausrichtung des städtischen Wohnungsbaus Quelle: YouTube

Die Verwaltung hat ein Konzept erarbeitet, die bereits bestehende Dortmunder Stadtentwicklungsgesellschaft mbH zu einer zentralen kommunalen Wohnungsbaugesellschaft weiterzuentwickeln. Die neue Gesellschaft ist ausschließlich in kommunaler Hand und soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, bezahlbaren Wohnraum für alle Zielgruppen zu schaffen. Ziel ist es, in einem ersten Schritt bis zum Jahr 2027 rund 1.200 Wohnungen durch die DSG zur Verfügung zu stellen, davon werden etwa 830 Wohneinheiten neu errichtet. "Es geht darum, den Wohnungsbau kräftig anzukurbeln. Die Stadt als Akteur muss stärker werden", untermalt Oberbürgermeister Thomas Westphal. "Daher soll die Dortmunder Stadtentwicklungsgesellschaft (DSG) zu einer leistungsfähigen Wohnungsbaugesellschaft weiterentwickelt werden."

Um dem Rückgang an preisgebundenem Wohnraum zu begegnen, soll auf städtischen Grundstücken eine höhere als die bisher vorgeschriebene Quote von 25 Prozent öffentlich geförderter Wohneinheiten errichtet werden. Als zentralen Baustein sieht das Konzept vor, dass Mieten auch nach Auslaufen der Bindungsfristen stabil und bezahlbar bleiben.

Mit der Neuausrichtung der DSG zur kommunalen Wohnungsbaugesellschaft nehmen wir unmittelbaren Einfluss auf den lokalen Wohnungsmarkt und die Mietpreisgestaltung.

Oberbürgermeister Thomas Westphal

Dortmunds Oberbürgermeister Westphal betonte, dass in einem ersten Schritt nun zeitnah geeignete Grundstücke für den Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden müssten. "Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir uns vordringlich dem Bauplanungsrecht, der Erschließung und dem Kanalbau widmen."

Langfristig und dauerhaft investieren

Die DSG soll auf gesunden finanziellen Füßen stehen und mittelfristig ohne das Zutun der Stadt expandieren. Ein externes Beratungsunternehmen wurde mit der Erarbeitung eines Businessplans beauftragt. In den ersten Jahren wird die Stadt Grundstücke in einem Umfang von etwa 63 Millionen Euro als Eigenkapital in die Gesellschaft einbringen. Auf dieser Grundlage wird die DSG in der Lage sein, langfristig und dauerhaft zu investieren.

Nach drei bis vier Jahren sind die Anlaufverluste überwunden. Erlöse werden in der Gesellschaft verbleiben. Die DSG soll mit den eigenen Erträgen weiteren Wohnungsbau realisieren. Die höhere Anzahl und die Größe der Wohnungsbauprojekte eröffnen zudem die Möglichkeit, zu standardisieren und zu modularisieren - und somit effizient und schnell zu bauen.

Grundstücke bleiben im Eigenkapital der Stadt

Als stadteigene Gesellschaft bleiben die eingelegten Grundstücke im Eigenkapital der Stadt. Das zukünftige Wachstum der DSG schlägt auch in der städtischen Bilanz positiv zu Buche. Durch die Wohnungsbauaktivitäten wird sich das Bilanzvolumen der DSG bis zum Jahr 2026 voraussichtlich auf 330 Millionen Euro erhöhen.

Vorlage für den Rat am 24. Juni

Mit preisgünstigem Wohnraum zu versorgen, ist eine besonders dringliche Aufgabe. Daher sind die nächsten Schritte zur Realisierung der DSG eng getaktet. OB Westphal wird dem Rat am 24. Juni einen Grundsatzbeschluss zur Neuausrichtung und Weiterentwicklung der Dortmunder Stadtentwicklungsgesellschaft mbH zu einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft vorschlagen. Wenn der Rat dem folgt, sollen bereits im September die abschließenden Beschlüsse zum Gesellschaftsvertrag zur Finanzausstattung folgen. Damit könnte die Gesellschaft noch in diesem Herbst an den Start gehen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.