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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Bildung

Stadt schreibt Schulentwicklungsplanung bis 2027 fort

Nachricht vom 19.05.2021

Die Verwaltungsspitze befasste sich in ihrer Sitzung am Dienstag, 18. Mai, mit der Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung bis zum Schuljahr 2026/27 für den Primarbereich sowie bis 2027/28 für die weiterführenden Schulen.

Die Stadt Dortmund verzeichnete in den letzten zehn Jahren einen Geburtenanstieg von 25 Prozent (im Vergleich zu 2011). Die ersten Auswirkungen sind bereits an den Grundschulen sichtbar. Bis zum Schuljahr 2026/27 wird ein weiterer Anstieg um knapp 15 Prozent auf 24.630 Grundschulkinder erwartet.

Schulen bekommen neue Bauten

Um allen Kindern ausreichend Schulraum zur Verfügung stellen zu können, hat der Rat bereits im September 2019 beschlossen, Schulstandorte baulich zu erweitern, die notwendigen Zügigkeitserhöhungen vorzunehmen und neue Grundschulen zu errichten. Im Dezember 2020 konnten die ersten zusätzlichen Schulzüge im Primarbereich geschaffen werden. Die Umsetzung weiterer, bereits beschlossener, Maßnahmen dauert an.

Ausbau von vier Grundschulen geplant

Auf Grundlage dieser aktuellen Fortschreibung soll nun die Schaffung weiterer dauerhafter Kapazitäten an vier Grundschul-Standorten unter anderem in den Stadtbezirken Scharnhorst und Huckarde geprüft werden.

Bei den weiterführenden Schulen macht sich der Geburtenanstieg mit einer zeitlichen Verzögerung von vier Jahren bemerkbar. Die verschiedenen Schulformen sind nicht gleich stark von dieser Entwicklung betroffen.

Während die besonders beliebten Schulformen Gymnasium und Gesamtschule den größten Anstieg verzeichnen werden, fällt dieser an den Realschulen eher moderat aus – von aktuell 7.550 auf voraussichtlich knapp 8.000 Schüler*innen im Schuljahr 2027/28. Die Schulkinderzahlen an den Hauptschulen werden voraussichtlich sogar sinken, von zurzeit 2.700 auf 2.350 Schüler*innen.

Handlungsbedarf bei Gesamtschulen und Gymnasien

Damit reichen die vorhandenen Real- und Hauptschulkapazitäten gesamtstädtisch betrachtet bis zum Ende des Prognosezeitraums aus.

"Handlungsbedarf sehen wir vor allem im Bereich der Gesamtschulen und Gymnasien. Im Dezember letzten Jahres wurden für beide Schulformen bereits Erweiterungen der Zügigkeiten für diesen Sommer beschlossen. Im kommenden Schuljahr wird es acht Schulzüge mehr an den Gymnasien und sieben Schulzüge mehr an den Gesamtschulen geben“, erläutert Schuldezernentin Daniela Schneckenburger.

Beim aktuellen Anmeldeverfahren in die Klassen 5 des Schuljahres 2021/22 zeigt sich, dass alle neu geschaffenen Gesamtschulplätze nachgefragt wurden. Leider müssen noch immer 130 Kinder an dieser Schulform abgelehnt werden. Verbunden mit den auch künftig steigenden Schulkinder-Zahlen zeichnet sich damit ein weiterer Bedarf an Schulplätzen ab.

Da viele Eltern für ihre Kinder den Wunsch nach einem höheren Bildungsgang mit direkter Abitur-Option haben, prüft die Stadt Dortmund nun die Schaffung weiterer Kapazitäten, zum Beispiel durch die Umwandlung von Bildungsgängen in eine Gesamtschule.

Veränderung der Schullandschaft

Ob der prognostizierte Bedarf an Gymnasialplätzen durch die bereits beschlossenen und die aufgrund der Umstellung auf G9 angestoßenen baulichen Maßnahmen und Kapazitätsanpassungen an allen Schulstandorten gedeckt werden kann, wird in den kommenden Jahren genau beobachtet und geprüft werden.

"Die Dortmunder Schullandschaft wird sich bereits mit den Zügigkeitserweiterungen zum Schuljahr 2021/22 verändern. Die künftigen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die einzelnen Schulformen und Schulstandorte werden wir genau beobachten. Wir sammeln auch in den folgenden Jahren dazu Erfahrungswerte, die dann in die weiteren Planungen schulorganisatorischer Maßnahmen einfließen werden“, so die Schuldezernentin.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.