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Wissenschaft

Im Notfall "smart" sein: Forschungsprojekt mit Feuerwehr erhält Fördersumme von 250.000 Euro

Nachricht vom 14.06.2021

Im Notfall schnell Hilfe bekommen, das ist für das Retten von Menschenleben wesentlich. Mit innovativen Lösungen aus dem Bereich Smart City und Smart Home könnten künftig Notfälle automatisch und frühzeitig erkannt werden. Dafür arbeiten die Feuerwehr Dortmund und das Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) in einem Projekt zusammen.

Gruppenbild vor dem Adlerturm

Gruppenbild vor dem Adlerturm. Von links nach rechts: Oberbürgermeister Thomas Westphal, Michael Pantförder (Fraunhofer ISST) und Dirk Aschenbrenner (Feuerwehr Dortmund)
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Feuerwehr Dortmund

Dass Notfälle früh erkannt werden, ist besonders bei Personengruppen wichtig, die im Fall der Fälle selbsttätig nicht schnell und besonnen genug reagieren können. Das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (IFR) der Feuerwehr Dortmund und das Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) haben daher vorrangig ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen im Blick und initiierten mit weiteren Partnern das Projekt "A.D.Le.R. - Automatisiertes Detektions-, Melde- und Leitsystem für Rettungskräfte – Rettungskette neu denken".

In der 18 monatigen Laufzeit werden mit unterstützenden Partnern - darunter etwa die Lebenshilfe Dortmund, DOGEWO21, DoData und die Signal Iduna - zuerst einmal Umsetzungskonzepte erarbeitet, wie die Rettungskette vom Notfallereignis bis zur wirksamen Hilfe durch die Vernetzung intelligenter Technologien verbessert werden kann.

Private Technik mit öffentlichen Systemen vernetzen

Die Entdeckungs- und Meldezeit sollen reduziert, qualifizierte Ersthelfer*innen aus der Bevölkerung in der Nähe des Ereignisortes schnell mobilisiert und Einsatzkräfte so schnell wie möglich zur Einsatzstelle geführt werden. Dabei steht die datenschutzrechtlich zulässige Vernetzung privater Technik (z.B. Smart Home) mit öffentlich verfügbaren Lösungen im Fokus.

Mehr Sicherheit für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung

Die Technische Universität Dortmund, die Fachhochschule Dortmund und das Leibnitz-Institut für Arbeitsforschung Dortmund unterstützen mit wissenschaftlicher Expertise dabei, das Projektziel zu erreichen. Ein wesentlicher Faktor zum Erfolg des Konzepts wird allerdings sein, dass die betroffenen Menschen das Angebot auch akzeptieren und nutzen. Insbesondere für Menschen höheren Lebensalters und für Menschen mit Behinderung soll durch die automatische Erkennung von Notfällen ein höheres Sicherheitsniveau erreicht werden. Daher werden im Verlauf immer wieder die zukünftigen Nutzer*innen aktiv eingebunden.

Ausgangspunkt des Projektes werden die Anforderungen von lebensälteren Menschen und von Menschen mit Behinderung in kritischen Situationen, wie einem medizinischen Notfall, einem Unfall oder einem Brand im Wohnungsumfeld, sein. Hierauf wird laut Dirk Aschenbrenner, Direktor der Feuerwehr Dortmund, ein besonderer Fokus gesetzt.

Akzeptanz ist das Wichtigste

Im weiteren Verlauf des Projekts wird auch erprobt, wie smarte Geräte und neue Organisationsstrukturen in die Rettungskette integriert werden können und die Menschen die "neue technische Assistenz" annehmen. Ohne Akzeptanz laufen auch innovative Lösungen ins Leere.

Die folgenden 18 Monate sind für die Projektpartner wichtig, denn danach wird sich das Projekt mit seinem detaillierten Konzept für die zweite Förderphase bewerben. Dann entscheidet sich, ob die Idee über einen Zeitraum von bis zu 4 Jahren in der Praxis getestet und die Umsetzung gefördert werden kann.

Fördermittel von 250.000 Euro

Das IFR und das Fraunhofer ISST erhalten insgesamt 250.000 Euro Fördermittel für das Projekt A.D.LeR. Es wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderinitiative "SifoLIFE" (Förderkennzeichen 13N15616) des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit" gefördert.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.