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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Kultur

Dortmunder Clubs präsentieren sich auf der UZWEI – Ausstellung mit Rekorder, Oma Doris und Co.

Nachricht vom 13.07.2021

Mit "Studio 54: Night Magic" erweckt das Dortmunder U nicht nur den legendären New Yorker Club zu neuem Leben, sondern feiert auch die heutige Bedeutung von Clubs. Zusammen mit lokalen Größen macht das U die Einzigartigkeit der Szene erlebbar.

Interieur der Dortmunder Großmarktschänke auf der Uzwei im Dortmunder U

Der Teppich aus der Großmarktschänke - einer von vielen Ausstellungsstücken auf der UZWEI.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Judith Brinkmann, UZWEI

Das Dortmunder U lässt die alte Disco-Ära mit der Sonderausstellung "Studio 54: Night Magic" wieder auferstehen. Nach New York und Toronto ist Dortmund die einzige europäische Station, an der Besucher*innen noch einmal in das Lebensgefühl der 70er-Jahre eintauchen können.

Doch die Ausstellung wird auch von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet, das die Situation hier vor Ort in Dortmund beleuchtet: Die Schau "hello again. Dortmunder Clubkultur auf der UZWEI" stellt bis zum 7. November eindrücklich dar, wie die (alternative) Club-Szene in der Stadt aufgebaut ist, was sich durch die Corona-Pandemie verändert hat und wie es in Zukunft weitergehen kann. Der Eintritt ist frei.

Einblicke in Clubs wie Weinkeller und Oma Doris

Was macht die Dortmunder Club-Szene aus? Wer sind die Menschen hinter dem DJ-Pult, und wer steckt hinter dem Club um die Ecke? Auf diese Fragen bekommen Besucher*innen Antwort, wenn sie eintauchen in die interaktive Installation mit Original-Exponaten aus heimischen Clubs.

"hello again" ist Teil des gemeinsamen Projekts "Club, Kunst & Kultur" von HMKV und UZWEI im Dortmunder U. Parallel zu "Studio 54: Night Magic" richten die beiden Partner*innen den Blick auf das Lokale: Eine Sitzgarnitur samt Tisch-Telefon aus dem Oma Doris, die bunten Tanz-Teppiche und das gemütliche Sofa aus der Großmarktschänke; das "Kein Bier für Nazis"-Plakat aus dem Weinkeller, ein Banner aus dem Tresor.West – viele Exponate bilden ein ganz neues Stück Nachtleben ab, das an vergangene ausschweifende Nächte erinnert und zugleich einen fragenden Blick in die Zukunft wirft. Wer will, kann sogar selbst Platten auflegen und die anderen Besucher*innen mit Beats beschallen.

Akteur*innen äußern sich nicht nur zu Corona

Verschiedene Akteur*innen aus der Szene äußern sich in Wort und (Bewegt-)Bild zu den Entwicklungen in den vergangenen Jahren, zu Herausforderungen vor, mit und nach Corona, zur Musik, aber auch zu Genderdiversität, Critical Whiteness und Fragen nach strukturellem Rassismus in der Clubkultur. Es geht um Clubästhetik- und architektur, kulturelle Identitätskonstruktion, Gruppenbildungsprozesse und damit verbundene Versuchen der Abgrenzung sowie Subkulturen.

Zur Ausstellung gehört auch eine schon aus der vorigen Ausstellung "I was here" bekannte, wild mit Graffiti und Aufklebern verzierte Toilettenanlage. Typisch: Eines der Klos ist dauerbesetzt, wie die beiden mit Stöckelschuhe unmissverständlich anzeigen...

Beteiligte Clubs und Kollektive:

  • All the Time I Maschinerie e.V.
  • Dortmund Dance Division
  • Feine Gesellschaft
  • Goldkante
  • Großmarktschänke
  • Krupplyn
  • Oma Doris
  • Rekorder
  • Tresor.West
  • Umsich-T
  • Weinkeller

Medienkunst in sieben Dortmunder Clubs

Der HMKV Hartware MedienKunstVerein lädt außerdem mit seiner neuesten Ausstellung "Can’t Get You Out of My Head" in sieben Dortmunder Clubs als außergewöhnliche Ausstellungsräume ein. "Can’t Get You Out of My Head" setzt sich zum Ziel, die Clubs als Räume – aufgrund der gegenwärtigen Corona-Pandemie auf unabsehbare Zeit geschlossen – als Kulturorte sichtbar und neu erfahrbar zu machen.

Dafür Zweck haben die Projektinitiator*innen eine Partnerschaft mit der Interessensgemeinschaft Dortmunder Club- und Konzertkultur ins Leben gerufen. In den sieben Clubs werden raumgreifende Installationen aus dem Bereich der Medienkunst präsentiert. Gezeigt werden bereits existierende Arbeiten sowie auch Neuproduktionen von lokalen, regionalen und internationalen Künstler*innen, viele davon mit direktem Bezug zum Thema Clubkultur. Insbesondere durch die Ermöglichung von Neuproduktionen soll das künstlerische Schaffen in der Stadt und der Region in einer von Unsicherheit, Entbehrungen sowie fehlenden Aufträgen und Präsentationsmöglichkeiten geprägten Zeit gestärkt werden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.