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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Ausstellungseröffnung

"Studio 54: Night Magic" im Dortmunder U öffnet die Türen für Fans von Clubkultur, Musik und Mode

Nachricht vom 24.06.2021

Besucher*innen des Dortmunder U können sich ab Samstag, 26. Juni, wie im legendären New Yorker Nachtclub Studio 54 fühlen. Die neue Ausstellung "Studio 54: Night Magic" rückt Disco-Feeling ins Zentrum, macht Lust aufs Tanzen und stärkt den Clubs der Stadt den Rücken.

Erste Einblicke in die Ausstellung "Studio 54: Night Magic". Video: Dortmund-Agentur / Kira Hibbeln Quelle: YouTube

Der wohl berühmteste Nachtclub der Welt ist zu neuem Leben erwacht - und zwar im Dortmunder U. Die Sonderausstellung "Studio 54: Night Magic" öffnet ab Samstag, 26. Juni, ihre Türen. Nach New York und Toronto ist Dortmund die einzige Station in Europa, wo Besucher*innen die Atmosphäre des legendären Clubs aus Manhattan erleben und tief in die Disco-Ära der 70er Jahre eintauchen können.

Studio 54 prägt Clubs und Popkultur bis heute

Vor 44 Jahren wurde das Studio 54 eröffnet und war von Tag eins an legendär: Stars wie Liza Minelli, Elizabeth Taylor, Andy Warhol, Michael Jackson und Elton John gingen dort ebenso ein und aus wie Normalbürger*innen. Im Studio 54 war jede*r willkommen und nahezu alles erlaubt: Alle gesellschaftlichen Normen und Zwänge waren aufgehoben, Herkunft, Geschlecht oder sexuelle Orientierung spielten keine Rolle. Stattdessen gab es Partys und Exzesse, die mittlerweile Teil der Geschichte der Popkultur sind.

Ausstellung soll unterschiedliche Zuschauer*innen ansprechen

Die Ausstellung erzählt die 33 Monate des Clubs nach, schildert Christina Danick vom Ausstellungsmanagement des Dortmunder U. Die Schau sei so besonders, weil sie divers aufgebaut sei: Modefans, Musikfans und Fotografie-Freund*innen könnten gleichermaßen Ausstellungsobjekte erkunden und Spaß haben.

"Vater der Ausstellung" lobt Dortmunder U

Wie soll man einen Disco-Club in einem Museum präsentieren? Diese Frage stellte sich Kurator Matthew Yokobosky vom Brooklyn Museum in New York, als er die Ausstellung entwickelte. Zwei Jahre Forschung und Gespräche mit 100 Leuten führten zu der schrillen Schau, die laute 70er-Musik und buntes Licht parat hält - und noch dazu verrückte Kleidungsstücke zeigt. Daneben finden sich Original-Fotoaufnahmen der Stars, die sich gewagt präsentierten. Beispiel Liza Minelli: Die Schauspielerin und Sängerin inszenierte sich in blau-glitzernder Kleidung mit Schmetterlingsärmeln - fast harmlos im Vergleich zu einigen anderen Outfits, die im Studio 54 getragen wurden.

Matthew Yokobosky lobte das U als Ausstellungsort. Die Dortmunder Museumsmacher*innen hätten sich sehr für seine Umsetzung im März 2020 in Brooklyn interessiert und die Ausstellung in die neue architektonische Umgebung übersetzt. "Ich bin sehr beeindruckt von der Detailgenauigkeit und den durchdachten Überlegungen, die beim Dortmunder U in die Platzierung jedes einzelnen Werks eingeflossen sind."

Puppen mit Tanzkleidern aus den 1970er Jahren gehören zu den Ausstellungsobjekten von "Studio 54: Night Magic".

Puppen mit Tanzkleidern aus den 1970er Jahren gehören zu den Ausstellungsobjekten von "Studio 54: Night Magic".
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Larissa Hinz

Tanzen in Dortmund - in den Clubs und in der Ausstellung möglich

Kulturdezernent Jörg Stüdemann freute sich am Donnerstag, 24. Juni, über die "fantastische Sammlung", die nun in Dortmund zu Gast ist. "Ich will den Museen und Kultureinrichtungen nicht zu nahe treten, aber Clubs sind bei der jüngeren Bevölkerung in eineinhalb Jahren Corona am meisten vermisst worden." Die neue Ausstellung läute nun die Zeit nach dem Corona-Lockdown ein. Wenn die Auflagen es zuließen, so appellierte Stüdemann an die Dortmunder*innen, sollten sie sich einerseits die Ausstellung ansehen. Andererseits, riet der Kulturdezernent: "Gehen Sie tanzen."

Die Stadt Dortmund habe für die Ausstellung circa eine Million Euro investiert, so Stüdemann, der auch Stadtkämmerer ist. Wegen der Corona-Situation und etwa der Delta-Variante könne man die Zahl der Zuschauer*innen nicht vorhersagen, gleichwohl erhoffe man sich natürlich einen Erfolg.

Stefan Heitkemper, Leitung des Dortmunder U, betonte das Zusatzprogramm zu Glitzer und Glamour: Auf der Uzwei widmet sich die Schau "hello again" der lokalen Dortmunder Clubszene. Und der HMKV lädt mit der Ausstellung "Can't get you out of my head" dazu ein, Clubs als Kulturorte wahrzunehmen.

Heitkemper blickte trotz Corona zuversichtlich auf die kommenden Monate: Am 1. September - also noch während der Laufzeit von Studio 54 - könnten Clubs in Dortmund vielleicht wieder öffnen, sagte er, "und wir werden wieder tanzen können".

Bis dahin gibt die Ausstellung "Studio 54: Night Magic" ihr Bestes, um Corona wenigstens für einige Momente im Dortmunder U vergessen zu machen. "Es gibt gute Musik, gute Fotografie und unglaublich tolle Mode", sagte Heitkemper. "Ich kann Ihnen versprechen, man kommt in eine ganz eigene Stimmung und jede*r kann seine eigene Party erleben."

Text: Larissa Hinz

Bilderstrecke: Ein Blick in die neue Ausstellung "Studio 54: Night Magic"

Mit der Sonderausstellung "Studio 54: Night Magic" lässt das Dortmunder U jetzt die bewegte Disco-Ära wieder aufleben und öffnet die Türen zum legendärsten Nachtclub der Welt.

Bis zum 17. Oktober können sich Besucher*innen dank Fotografien, Modedesigns, Zeichnungen, Filmen, Musik und vielen Originalobjekten in das ausschweifende Nachtleben Manhattans in der Zeit von Studio 54 zurückversetzen lassen.

Stefan Heitkemper, Matthew Yokobosky und Christina Danick in der Ausstellung "Studio 54: Night Magic". 8 Bilder
Mit guten 'Moves' hinein in 'Studio 54: Night Magic': Stefan Heitkemper, Leitung Dortmunder U, Matthew Yokobosky, Kurator im Brooklyn Museum, und Christina Danick, Ausstellungsmanagment Dortmunder U, freuen sich auf die besonderen Ausstellungsstücke.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Larissa Hinz

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.