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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Coronavirus

Stadtspitze berichtet zur Infektionslage und Fortgang der Impfungen

Nachricht vom 29.06.2021

Wie ist die Corona-Lage in Dortmund? Die Stadtspitze hat am 29. Juni, in der letzten Pressekonferenz vor der Sommerpause, Ein- und Ausblicke auf aktuelle Entwicklungen gegeben. Themen waren Impfstoffmenge, Virusvarianten und Luftreiniger in Schulen.

Das Infektionsgeschehen in Dortmund entwickelt sich weiterhin positiv. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt seit einigen Tagen im einstelligen Bereich und mit einem Wert von 8,5, laut RKI, leicht über dem Durchschnittswert in Nordrhein-Westfalen von 5,6.

Alpha-Variante bestimmt Infektionsgeschehen weiter

Nach wie vor ist die sogenannte Alpha-Variante dominierend, ihr Anteil an den Infektionen nimmt jedoch ab. Aktuell liegt er bei 75 Prozent. Bei der sogenannten Delta-Variante sind vier infizierte Personen hinzugekommen. Diese stehen jedoch als Kontaktpersonen in direktem Bezug zu einem bereits bekannten Fall und befanden sich bereits in Quarantäne. Es handele sich demnach nicht um ein neues Geschehen, so Krisenstabsleiterin und Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner.

Gesundheitsamt prüft Tests auf Virusvarianten

Sie machte deutlich, man müsse die Delta-Variante im Blick behalten. Diese Virusmutation gilt als ansteckender als das ursprüngliche Virus SARS-CoV-2. Zoerner berief sich auf das Robert-Koch-Institut, das davon ausgeht, dass die Variante im Infektionsgeschehen weiter an Bedeutung gewinnen wird. "Nach wie vor lässt das Gesundheitsamt überall, wo es Einfluss hat, Sequenzierungen durchführen, um Varianten entdecken zu können. Das gilt für selbst durchgeführte Tests und Labore, mit denen wir zusammenarbeiten. An alle anderen Labore appellieren wir, ebenfalls Sequenzierungen vorzunehmen", erklärte Zoerner in diesem Zusammenhang. Die Zunahme der ansteckenden Variante mache noch einmal deutlich, wie wichtig es weiterhin sei, sich an Hygieneregeln zu halten.

Mehr Impfstoff ab 5. Juli

Bis zum 4. Juli sind alle 3.460 Termine im Impfzentrum bereits ausgebucht. Am 3. und 4. Juli werden je 1.000 Wahlhelfende geimpft werden. Das Land hat der Stadt Dortmund nun, mit dem 28. Impferlass, für den Zeitraum vom 5. Bis 18. Juli Impfstoff für 16.800 Termine zugesagt. Diese werden nach und nach eingestellt.

Zukunft der Impfzentren

Nach wie vor seien aber viele Fragen offen, so die Krisenstabsleiterin. So stand die bundesweite Zukunft der Impfzentren zuletzt zur Diskussion bei den Minister*innen der Länder. Die Regierung des Landes NRW gehe davon aus, dass zum 30. September die Impfungen in den Impfzentren abgeschlossen sein werden. Ob einzelne Impfzentren danach noch bestehen bleiben sollen, ist noch nicht abschließend geklärt. Impfungen sollen dann noch über mobile Teams und bei den Haus- und Betriebsärzten angeboten werden. Welche Rolle die Kommunen und Kassenärztlichen Vereinigungen dann noch spielen werden, stünde noch nicht fest. "Wir gehen davon aus, dass im Laufe des Julis klar sein wird, wohin die Reise geht", so Zoerner. Ebenfalls offen sei die Frage, ob man Kindern unter zwölf Jahren künftig ein Impfangebot machen könne und ob für Personen, die zu Beginn der Impfkampagne geimpft wurden, eine Auffrischung notwendig sei oder ob der Schutz ausreichend lange vorhalte.

Stadt nimmt Förderungen für Luftreiniger in Schulen in Anspruch

Zur Diskussion um den Einsatz von Luftreinigungsgeräten in Schulen erläuterte Schuldezernentin Daniela Schneckenburger, die Stadt Dortmund habe alle Förderprogramme für sowohl stationäre als auch mobile Geräte zu 100 Prozent abgerufen. "Mobile Geräte hat das Land aber nur für Räume gefördert, in denen aus baulichen Gründen keine ausreichende Stoßlüftung möglich ist. In Dortmund ist dies bei 202 Klassenzimmern der Fall und in diesen Räumen stehen nun auch solche Luftreiniger zur Verfügung. Diese Geräte sollen aber immer nur eine Ergänzung zum Lüften sein. Wo immer möglich, ist Stoßlüften die beste Methode", erklärte sie. Rechtlich gesehen sei es nicht möglich, das Fördervereine selbst die wartungsintensiven Geräte anschaffen, da die Stadt eine Gewährleistungspflicht übernehmen müsste. Zuletzt habe die Stadt auch Anträge im Rahmen des Förderprogramms für fest verbaute Anlagen gestellt. Diese seien aber auch im Programm nicht als Standard für Klassenzimmer vorgesehen, sondern für Versammlungsräume wie Aulen und Sporthallen.

Text: Elena Hesterkamp

Weitere Informationen

Fragen und Antworten zum Coronavirus sowie zu den Regelungen in Dortmund sind aufgeführt unter dortmund.de/corona. Dort finden sich auch mehrsprachige Informationen. Im News-Ticker werden täglich die aktuellen Zahlen zum Infektionsgeschehen veröffentlicht.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.