Dortmund überrascht. Dich.
Friedensplatz altes Stadthaus

Nachrichtenportal

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Jubiläum

Hauptfriedhof feiert 100. Geburtstag mit Kinderbuch statt Festschrift

Nachricht vom 21.07.2021

Der Dortmunder Hauptfriedhof kann in diesem Jahr auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblicken. Längst hat sich die Ruhestätte für die Toten zu einer Naherholungsanlage für alle Dortmunder*innen entwickelt. Auch die kleinsten Bürger*innen schauen positiv auf sie.

Das Mini-Buch "Unterwegs auf dem Dortmunder Hauptfriedhof" vor dem markanten Eingangsbereich des Friedhofs.

Das Mini-Buch "Unterwegs auf dem Dortmunder Hauptfriedhof" macht Lust auf eigene Entdeckungstouren.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Larissa Hinz

Zum 100. Geburtstag des Dortmunder Hauptfriedhofs gibt es keine Festschrift - sondern ein Mini-Buch für Kinder. Der Eigenbetrieb Friedhöfe Dortmund hat sich das besondere Heftchen überlegt, um den Friedhof als Naherholungsanlage für alle Dortmunder Bürger*innen in den Fokus zu rücken.

"In dem Mini-Buch geht es nicht um Tod und Sterben, sondern um das, was von Anfang an ebenfalls geplant war: die Nutzung als Erholungspark", sagt Baudezernent Arnulf Rybicki am Donnerstag, 22. Juli. Die 32 städtischen Friedhöfe seien die "ruhigsten und schönsten Parkanlagen" in Dortmund, wirbt er weiter dafür, die Friedhöfe nicht nur als Ruhestätte für die Toten zu sehen.

Kinder gehen unbefangen mit Friedhof um

Mit Kindern 100 Jahre Hauptfriedhof zu feiern, hält auch Ralf Dallmann für eine gute Idee. Der Leiter der Friedhöfe Dortmund sagt, eine klassische Festschrift wäre vermutlich in der Schublade gelandet. Ein Buch für Kinder sei aber sinnvoll, "denn sie haben diese Unbefangenheit und tragen das Thema dann an die Eltern heran".

Zur Feier des 100-jährigen Bestehens des Hauptfriedhofs übergaben Stadtverwaltung und der Eigenbetrieb Friedhöfe einen Korb voll Mini-Bücher an eine Kindergruppe der AWO-Kita Am Hohwart. Diese liegt in der Nachbarschaft und viele Gruppen kommen regelmäßig auf den Friedhof für einen Besuch.

Mini-Buch kommt gut an

Das Buch sorgte am Donnerstag gleich für Begeisterung unter den 5- und 6-Jährigen. "Guck' mal, hier ist der Teich! Und hier ist das Tor, der Eingang, wo wir reingekommen sind!", erklärt einer der Jungs beim Blick ins Büchlein einem Freund.

Zwei Jungs im Vorschulalter, beide halten das Buch "Unterwegs auf dem Dortmunder Hauptfriedhof"

Das Mini-Buch macht schon mal gute Laune.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Torsten Tullius

Getextet wurde das Buch "Unterwegs auf dem Dortmunder Hauptfriedhof" von dem Kinderbuchautor Thorsten Trelenberg. Die Zeichnungen stammen von der Grafik-Designerin und Illustratorin Birgitta Nicolas.

Auf acht Doppelseiten wird die Geschichte von Freya, Liza und Max erzählt, die einen ereignisreichen Tag auf dem Hauptfriedhof erleben: Sie schauen nach Schwänen auf dem Teich, nach Vögeln in den Bäumen, am Begegnungsort am Glockenturm spielen und toben sie.

Von der Brücke aus ins Tal entdecken sie dann auch noch die Schafe. Das Mini-Buch verdeutlicht also in einfacher Sprache und auf bunten Bildern: Der Hauptfriedhof ist eine besondere Naherholungsfläche und längst nicht nur ein Ort für Trauerfeiern.

Größe und Geschichte machen Anlage so bemerkenswert

Als größte Grünfläche Dortmunds ist der Hauptfriedhof natürlich auch bei vielen Erwachsenen beliebt. Schon in der frühen Planung für das Areal wurde mitbedacht, dass der Friedhof ein Erholungsort sein sollte. Einen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte gibt es hier.

Den Hauptfriedhof als Park zu erleben, ist nicht nur wegen der vielen Unterstände, Sitzgelegenheiten und markanten Architektur und Planung möglich. Eingerichtet wurden auch ein Biotop, ein Naturlehrpfad, ein Zukunftsbaumpfad und 2019 der Begegnungsort am Glockenturm: Neben Spielgeräten für Kinder haben hier Erwachsene die Chance, auf Sportgeräten Bewegung zu erfahren.

Übrigens: Mit einer Größe von 118 Hektar ist er sogar der drittgrößte Friedhof in ganz Deutschland.

Text: Larissa Hinz

Bilderstrecke: 100 Jahre Hauptfriedhof müssen gefeiert werden

Gruppenfoto 6 Bilder
Haben Grund zu feiern: Stadtdezernent Arnulf Rybicki (links hinten), Ulrich Heynen und Ralf Dallmann von den Friedhöfen Dortmund, Kinder und Betreuerinnen der AWO-Kita auf dem Hohwart sowie der Buchautor Thorsten Trelenberg und die Illustratorin Birgitta Nicolas (rechts).
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Torsten Tullius

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.