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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Kampfmittel

Dortmunder City steht Evakuierung wegen Bomben-Verdachtspunkten am Schwanenwall bevor

Nachricht vom 21.07.2021

Immer wieder gibt es in der Stadt Dortmund Verdachtsfälle, bei denen Expert*innen an bestimmten Orten Blindgänger im Boden vermuten. Nun ist so ein Fall erneut eingetroffen - am Schwanenwall, weshalb es wohl Mitte August zu einer Großevakuierung kommen wird.

Grünes Schild mit Person, die durch eine Tür läuft.

Es gibt vier Verdachtsfälle in der City, an denen möglicherweise Blindgänger liegen könnten.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): www.stock.adobe.com / wor_woot

Seit dem 14. Juni 2021 ist der Außenring des Schwanenwalls zwischen Hamburger Straße und Geschwister-Scholl-Straße komplett gesperrt. Seitdem fanden dort koordinierte Arbeiten am DEW21-Fernwärmenetz und an den Versorgungsleitungen von Donetz statt. Parallel hat das Ordnungsamt der Stadt Dortmund über den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg vier Kampfmittelverdachtspunkte sondieren lassen. Dabei hat sich der Verdacht auf Blindgänger an drei Stellen erhärtet.

Das bedeutet natürlich noch nicht, dass dort tatsächlich Kampfmittel liegen. Sondern dass der Boden rund um diese Punkte vorsichtig aufgegraben werden muss, um Gewissheit zu bekommen und im Fall eines Fundes entschärfen zu können. An einem Punkt müssen noch Sondierungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Kontrolle soll Mitte August erfolgen

Diese Maßnahmen müssen jetzt zielgenau vorbereitet werden. Bevor weitere Aufgrabungen an den Verdachtspunkten stattfinden können, müssen noch weitere technische Maßnahmen erfolgen, so z.B. die Umlegungen weiterer Leitungen der diversen Versorger im Umfeld. Das Ziel der Stadt Dortmund ist jetzt: Alle Vorbereitungen müssen so geplant und koordiniert werden, dass die abschließenden Maßnahmen an allen vier Punkten an ein und demselben Tag vorgenommen werden können.

Verdachtspunkte im Überblick:

  • Schwanenwall / Geschwister-Scholl-Straße
  • Schwanenwall / Höhe Milchgasse
  • Schwanenwall / Höhe Platz von Novi Sad
  • Stiftstraße / in Höhe des dortigen Parkhauses
Vier Blindgänger-Verdachtspunkte erfordern Evakuierung rund um den Schwanenwall – Termin möglicherweise am 15. August

Der vorläufige Maximal-Radius, für den Fall, dass sich schließlich alle 4 Punkte bestätigen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Evakuierung von Wohngegend ist nötig

Ein Verdachtspunkt in der Innenstadt bedeutet immer, dass viele Menschen vorsorglich evakuiert werden müssen [pdf, 7,5 MB] . Ideal ist es also, wenn die Menschen nur an einem Tag und planbar ihre Wohnungen verlassen müssen. Dafür müssten alle vier Verdachtspunkte an einem Tag aufgeklärt werden. Für die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, die auch bei den Vorarbeiten immer schon einbezogen sind, sind vier Verdachtspunkte auch das Maximum, das an einem Tag zu schaffen ist.

Alle Maßnahmen werden eng zwischen der Stadt Dortmund, den bauausführenden Unternehmen, den zuständigen Dienststellen und allen beteiligten Partnern koordiniert. Derzeit finden noch Abstimmungsgespräche aller Beteiligten statt. Im Laufe der kommenden Woche können dann die notwendigen Details genannt werden.

15. August ist ein möglicher Termin

Einen ersten möglichen Termin für die Umsetzung der Maßnahme einschließlich einer Evakuierung haben alle Beteiligten bereits in den Blick genommen: Sonntag, 15. August, - und damit der letzte Sonntag in den Sommerferien. Betroffene Anwohner*innen erhalten wieder entsprechende Handzettel in den Postkästen. Aber auch Gastronomiebetriebe, Hotels etc. werden zielgerichtet informiert.

Zum Thema

Die Stadt Dortmund hat eine Karte mit dem vorläufigen Maximal-Radius erarbeitet, sollten sich alle vier Verdachtspunkte bestätigen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.