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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Flutkatastrophe

Freiwillige Feuerwehr Dortmund hilft in Bad Münstereifel bei Wiederaufbau und bittet um Spenden

Nachricht vom 23.07.2021

Die Freiwillige Feuerwehr Dortmund ruft zu Spenden für die Hilfskräfte und die betroffenen Menschen in Bad Münstereifel auf. Das Geld soll der Wiederherstellung der zerstörten und verloren Wohnungen, Häuser und Lebensmittelpunkte der Menschen in der Region Bad Münstereifel dienen. Außerdem helfen die Einsatzkräfte aktiv beim Wiederaufbau mit.

Zerstörung in Bad Münstereifel

In Bad Münstereifel und anderen Regionen haben viele Menschen ihre Häuser verloren.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Karsten Möller

Das Initiatoren-Team besteht aus Feuerwehrleuten aus Dortmund, die in Bad Münstereifel tätig waren. Sie werden solidarisch von Stadtfeuerwehrverband, der Feuerwehr Dortmund und vielen Mitgliedern der Feuerwehr, deren Angehörigen und Freund*innen unterstützt.

Auf der Kampagnenseite zur Sammlung schreiben sie: "Wir waren im Rahmen der überörtlichen Hilfe als Einsatzkräfte zur Bewältigung der Flutkatastrophe in der Region Bad Münstereifel eingesetzt. Durch unseren Einsatz haben wir engen Kontakt zu den Menschen und Hilfskräften vor Ort bekommen und uns selbst ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe machen können. Das Bild, das sich durch die sozialen Medien, die Berichterstattungen im TV und die Zeitungen zeichnet, kann jedoch nicht annähernd das Ausmaß der tatsächlichen Zerstörung, die erlebbaren Gefühle und Ängste der Menschen in den Landesteilen wiedergeben."

Zerstörung in Bad Münstereifel

Hier kann man die großen Schäden sehen, die die Flutkatastrophe in Bad Münstereifel angerichtet hat.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Karsten Möller

"Im Rahmen der Einsatzbewältigung trafen wir immer wieder auf Menschen, die uns unter Tränen ihre ganz persönliche Geschichte erzählten oder 'nur' wissen wollten, wie es jetzt weiter geht, wann der Strom wieder eingeschaltet wird, wie sie erfahren ob Bekannte oder Verwandte unter den Toten sind oder wo sie jetzt eine*n Handwerker*in herbekommen", sagt Robert Litschke, Mitinitiator der Kampagne. "Fragenstellungen zur persönlichen Existenzgrundlage, mit denen wir uns hier aus der Ferne beschäftigen, sind in vielen Köpfen der Menschen noch gar nicht angekommen. Dies verdeutlicht umso mehr, wie dramatisch die Lage vor Ort tatsächlich ist."

Eine Situation, mit der sowohl die Menschen, als auch die ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräfte in den betroffenen Regionen mit jedem Einsatz aufs Neue konfrontiert sind und es auch noch lange nach dem Ende der Einsätze sein werden.

Aufräum- und Bergungsarbeiten dauern an

Litschke formuliert seine hohe Achtung: "Sie leisten etwas, was selbst uns erfahrene Feuerwehrleute zutiefst beeindruckt, sprachlos und teils betroffen macht." Und er fährt fort: "Trotz einzelner Todesfälle im Familien- oder Freundeskreis, stark beschädigter oder zerstörter Wohnungen, Häuser und Feuerwehrwachen koordinieren sie die Maßnahmen vor Ort, sind zentraler Anlaufpunkt für die Menschen der Dorfgemeinschaft, steuern zudem die überörtliche Hilfskräfte der Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Polizei und Bundeswehr. All das ist schon dramatisch genug. Tatsache ist, dass die Hilfskräfte oft selbst alles verloren und bislang keine Möglichkeit gefunden haben, sich um die eigenen privaten Belange zu kümmern. Sie stehen unermüdlich und ohne Rücksicht auf die eigene Situation weiter für die Gemeinschaft ein und riskieren immer noch täglich das eigene Leben bei den Aufräum- und Bergungsarbeiten."

Einsatzkräfte der Spezialeinheit Bergung der Feuerwehr Dortmund in Erftstadt

Einsatzkräfte der Spezialeinheit Bergung der Feuerwehr Dortmund in Erftstadt
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Feuerwehr Dortmund

Auf der Kampagnenseite zu der Aktion heißt es: "Wir, die Feuerwehrleute aus Dortmund, die in Bad Münstereifel vor Ort waren, möchten über unseren Einsatz hinaus genau dort den Menschen helfen, die uns bei aller eigener Not immer noch so tatkräftig in unserer Arbeit unterstützt haben. Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn wir uns nicht nur als Feuerwehrfamilie solidarisch zeigen, sondern gemeinsam mit allen Dortmunder*innen die Menschen und Hilfskräfte der Region auch weiterhin unterstützen."

Welche Hilfe benötigen die Menschen vor Ort?

In Absprache mit den Menschen vor Ort ist die Versorgung mit Essen, Getränken und Kleidung bereits sichergestellt. Die Versorgungsunternehmen werden in den nächsten Tagen und Wochen alles geben, um die Menschen wieder mit Strom und Trinkwasser zu versorgen. Was vielen Menschen jedoch fehlen wird, sind die nötigen Finanzmittel, um das Zerstörte und Verlorene wiederherzustellen. Das Initiatoren-Team ruft daher zu Geldspenden für die Menschen und die Hilfskräfte in Bad Münstereifel auf. Die Spenden werden direkt auf ein Konto der Feuerwehr Bad Münstereifel ausgezahlt und von der örtlichen Feuerwehrleitung an die Betroffenen verteilt.

Zur Spenden-Kampagne

Mitarbeitende der Stadtentwässerung

Mitarbeitende der Stadtentwässerung Dortmund in Bad Münstereifel
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadtentwässerung Dortmund

Stadtentwässerung hilft ebenfalls

In Bad Münstereifel sind auch Mitarbeitende der Stadtentwässerung Dortmund im Einsatz. Sie reinigen dort das Nachklärbecken der Kläranlage "Wald", damit diese so schnell wie möglich wieder in Betrieb genommen werden kann. Nach Abschluss der Arbeiten sollen noch weitere Reinigungsarbeiten an der Entwässerung durchgeführt werden.

Mit einem kombinierten Saug- und Spülfahrzeug sind die Einsatzkräfte vor Ort, um den Hauptsammler im Stadtzentrum zu reinigen. Da durch das Hochwasser an diversen Schächten die Schachtdecken abgetragen wurden, drang viel Grobmaterial wie Pflaster, Stücke der Stadtmauern und anderes in den Kanal und erschwerte die Reinigungsarbeiten.

In Badmünstereifel laufen die Aufräumarbeiten.

In Badmünstereifel laufen die Aufräumarbeiten.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadtentwässerung Dortmund

Dieser Beitrag befasst sich mit einem Kooperationsprojekt unter Beteiligung der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.