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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Stadtentwicklung

E-Mobilität nimmt Fahrt auf - Erste NOX-Block-Ladepunkte in Betrieb genommen

Nachricht vom 28.07.2021

An E-Autos sind viele Menschen interessiert, doch oft haben sie keine Garage oder andere Möglichkeit, den Wagen privat zu laden. Die Stadt Dortmund schafft jetzt Abhilfe: Manche Laternen in der City werden zu Ladesäulen.

Das Projekt NOX-Block im Detail Quelle: YouTube

Energiewende heißt auch Verkehrswende: Mit dem Projekt NOX-Block haben sich die Städte Dortmund, Schwerte und Iserlohn zusammen mit den städtischen Versorgern und Dienstleistern, sowie den Universitäten Dortmund und Wuppertal zum Ziel gesetzt, die Stickoxidwerte im Ballungsgebiet zu verringern und Elektromobilität zu fördern.

Jetzt wurden an der Schmiedingstraße in der Dortmunder City die ersten Ladepunkte im Projekt NOX-Block in Betrieb genommen. Mittlerweile kann an 25 neuen Standorten ein E-Fahrzeug geladen werden.

Mehrere Männer stehen um ein E-Auto und einer zur Ladesäule umgebauten Laterne.

In Dortmund freut man sich über die zur Ladesäule umgebauten Laternenmasten.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Katharina Kavermann

Laden über die Straßenbeleuchtung

Bis September 2022 sollen insgesamt etwa 320 Ladepunkte an Beleuchtungsmasten im öffentlichen Raum in Dortmund entstehen.

Zielgruppe sind insbesondere Menschen, die keine Lademöglichkeit auf dem eigenen Grundstück haben, und Pendler*innen, die auf Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum angewiesen sind.

Durch den Aufbau der Ladeinfrastruktur können E-Fahrzeuge mit bis zu 11 kW an den Straßenlaternen geladen werden. Alles, was dafür benötigt wird, ist ein Standardladekabel mit Typ-II-Stecker. Zur Authentifizierung und Bezahlung kann entweder eine Ladekarte mit RFID-Chip, eine App auf dem Smartphone oder eine Webseite mit Direct Payment verwendet werden.

Den Auftrag, das innovative Projekt in Dortmund umzusetzen, hat das Konsortium StraBelDo (Straßenbeleuchtung Dortmund) erhalten und erbringt alle Leistungen aus einer Hand.

Die Partner Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21) und SPIE Deutschland & Zentraleuropa wurden zuvor von der Stadt damit beauftragt, die Straßenleuchten in Dortmund zu modernisieren, zu warten und instand zu setzen. Dabei stellen sie auf LED-Technologie um und versehen sie mit einem smarten Lichtmanagement.

Zum Thema

Auf einer interaktiven Ladesäulenkarte unter www.ladeinfrastruktur-dortmund.de können Bürger*innen Standortvorschläge einbringen. Zudem kann der aktuelle Stand des Aufbaus mitverfolgt werden.

Das Projekt NOX-Block ist ein wesentlicher Baustein der Smart-City-Strategie in Dortmund und Teil einer kommunalen Lösungsstrategie, um E-Mobilität attraktiver zu machen.

Wissenschaftlich begleitet wird der Aufbau von der TU Dortmund sowie der Bergischen Universität Wuppertal, die Auswirkungen auf das Stromnetz und lokale Stickoxid-Emissionen untersuchen. Das Projekt wird von der Bundesregierung im Sofortprogramm "Saubere Luft" mit ca. 10 Millionen Euro gefördert.

Mit den aufgebauten Ladepunkten schaffen wir als Stadt Dortmund ein Angebot für Bürger*innen, auch ohne private Ladeinfrastruktur auf die E-Mobilität umzusteigen.

Rudolf Pankratz, Stadt Dortmund Projektkoordinator NOX-Block

Hintergrund zur E-Mobilität

Die Stickoxidkonzentrationen in der Atemluft sind in deutschen Ballungsräumen nach wie vor zu hoch. Besonders problematisch sind Räume, die mehrere Zentren mit starken Pendlerströmen aufweisen. Die Elektrifizierung des Autoverkehrs trägt dazu bei, die lokalen Stickoxid-Emissionen zu verringern und somit die Luftqualität zu verbessern.

Insgesamt sollen in den drei Städten Dortmund, Schwerte und Iserlohn bis zu 680 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge im öffentlichen, halböffentlichen und privaten Raum aufgebaut werden.

Rudolf Pankratz vom Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates freut sich über die Chancen für die Verkehrswende. Bürger*innen ohne private Ladeinfrastruktur könnten so nun auch leichter auf E-Mobilität umsteigen. "Durch den Wechsel auf die neue Ladetechnologie sind die Ladepunkte niederschwellig nutzbar."

Meinolf Pflug vom Tiefbauamt ergänzt: "Die Kombination aus Laternenmast und Ladestation bietet Bürger*innen einen zusätzlichen Nutzwert (...) Die Einbindung der 'Laternenlader' in das Betriebskonzept der Straßenbeleuchtung sorgt außerdem dafür, dass keine zusätzliche Betriebsführungsstruktur für die Ladestellen vorgehalten werden muss."

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.