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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Trauer

Verstorbene Robbe Luna im Zoo Dortmund: Todesursache war vermutlich ein aggressiver Keim

Nachricht vom 23.08.2021

Dem Zoo Dortmund liegen nun die vorläufigen Ergebnisse der pathologischen Untersuchung der jungen Kalifornischen Seelöwin Luna vor. Sie war am 19. Juni dieses Jahrs im Zoo zur Welt gekommen und verstarb überraschend am 12. August.

Luna mit ihrer Mutter Nixe Anfang Juli

Luna mit ihrer Mutter Nixe Anfang Juli
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Zoo Dortmund / Stella Gehrmann

Die pathologisch-anatomische Untersuchung im zuständigen Veterinäruntersuchungsamt ergab Hinweise auf ein Infektionsgeschehen. Vermutlich bedingte eine bakterielle Allgemeininfektion, verursacht durch einen aggressiven Keim, den Tod der jungen Robbe.

Das Krankheitsgeschehen verlief rasant, nur wenige Minuten nach Auftreten sichtbarer Krankheitssymptome kam es zum Tod des Jungtiers. Wildtiere verbergen Krankheitsanzeichen im Gegensatz zu Haustieren in der Regel so lange wie möglich, um nicht als geschwächte potenzielle Beute für Feinde erkennbar zu sein.

Luna, die für ihr Alter gut entwickelt war, verhielt sich daher noch bis zu den ersten sichtbaren Krankheitsanzeichen unauffällig. Sie schwamm mit den anderen Robben im Becken und trank bei ihrer Mutter Nixe, so dass jede tierärztliche Hilfe zu spät kam.

Nixe hatte ihr totes Jungtier mehrfach durch Anstupsen versucht, zum Aufstehen zu motivieren, ehe sie sich schließlich abwandte. Anschließend rief Nixe einige Mal nach Luna und suchte nach der jungen Robbe, was sich dann aber bereits im Laufe des Tages legte.

Das gesamte Zoo-Team, vor allem die zuständigen Tierpfleger*innen, sind noch immer sehr traurig und tief betroffen über Lunas plötzlichen Tod.

Ursprüngliche Nachricht vom 12. August 2021:

Luna machte zunächst am frühen Morgen einen etwas müden Eindruck. Das war noch nicht besorgniserregend, da die junge Robbe morgens häufiger ein wenig verschlafen wirkte – vor allem, wenn sie, wie am Mittwoch, 11. August, bis in den frühen Abend hinein viel und ausgiebig getobt hatte. Außerdem hatte Luna morgens noch bei ihrer Mutter Nixe Milch getrunken. Generell war sie altersgerecht entwickelt und hatte für ihr Alter ein gutes Gewicht.

Im Laufe des Morgens verschlechterte sich Lunas Zustand dann rapide innerhalb weniger Minuten, die junge Seelöwin wirkte zunehmend teilnahmslos. Ein geplanter Foto- und Filmtermin am Robbengehege musste deswegen kurzfristig abgesagt werden. Die von den Tierpfleger*innen hinzugezogene Zootierärztin Dr. Christine Osmann, die augenblicklich zu Luna geeilt war, konnte nur noch den Tod des Tieres feststellen.

Leider kann der Zoo noch keine Angaben zu den Umständen machen, die zu Lunas überraschendem Tod führten. Ab Donnerstag laufen Untersuchungen zur Todesursache im zuständigen Veterinäruntersuchungsamt. Über die Ergebnisse werden wir informieren.

Das gesamte Zoo-Team, und vor allem die zuständigen Tierpfleger*innen, sind sehr traurig und tief betroffen über Lunas plötzlichen Tod.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.